Wie unterschiedlich Wahrnehmungen über ein und dasselbe Ereignis ausfallen können. Am Samstag startete die norwegische Popgruppe “A-HA” in der Kölnarena ihren Auftakt zur Greatest Hits World Tour 2005. Der Kölner Stadtanzeiger schreibt dazu in seiner Augabe vom 31. Oktober von “dermaßen frenetischen Fans, dass kreischende Teenager dagegen harmlos sind.” Mein Eindruck fällt dagegen etwas ernüchternder aus, als es die Kölner Lokalzeitung dem Leser glauben machen möchte: Das für mich dritte A-HA Konzert seit 2000 in Deutschland war mit Abstand das Schlechteste.
Es hat nichtmal ausgereicht, die tausenden Zuschauer in der Tribüne der Kölnarena von den Stühlen zu reißen. Lediglich die Fans unten vor der Bühne versammelten sich trotz Bestuhlung lieber stehend, was aber wohl weniger der Begeisterung als durch bessere Sicht verschuldet war.
Es war schon bezeichnend, dass im Gegensatz zur Lifelines Tour in Köln der gesamte Besucherbereich bestuhlt war. Mein ganz persönlicher “A-HA”-Effekt des Abends: Nicht nur die Band, die seit über 20 Jahren fest im Showgeschäft steht, auch die Fans von A-HA werden älter und können sich wohl nicht mehr stundenlang die Beine in den Bauch stehen. Jedenfalls möchte man es ihnen wohl nicht mehr zumuten.

Ja, es ist richtig, was der Kölner Stadtanzeiger schreibt: Bei den “Gassenhauern” kam endlich mal Stimmung auf. Dumm nur, dass dies erst in der vom Publikum nicht herbeigerufenen Zugabe geschah. Einzelstimmen ausgenommen.
Das “reguläre” Programm dauerte nicht lange. Als die Band ankündigte nun ihren letzten Song spielen zu wollen, waren gerade mal 60 Minuten vergangen. Bis dahin plätscherten die meist neuen Lieder mehr tonbandmäßig abgespult dahin. Es dauerte schon ganze vier Songs, bis sich Frontmann Morten Harket dazu bequemte, das Publikum in ein paar kurzen Sätzen zu begrüßen.
Ein paar hartgesottene Fans schwenkten die ein oder andere Wunderkerze, die Masse aber blieb regungslos, höchstens mal im Takt mitklatschend auf ihren Stühlen sitzen und wartete auf die Fetenstimmung, die wohl irgendwo zwischen Tiefgarage und Fahrstuhlschacht stecken geblieben war. Lag es nun daran, dass dem Publikum die meisten Songs noch unbekannt waren? Das Album zur Tour erscheint schließlich erst im November. Oder war es doch einfach die Präsentation im Ganzen? Ein mäßige Bühnenshow, spürbare Distanz zum Publikum.
Die ausgedehnte Zugabe war nötig, sich nicht ganz um sein Eintrittsgeld behumst zu fühlen: In den nun folgenden 45 Minuten, fand die Stimmung doch noch ihren Weg in die Arena. “Take On Me” und “Living Daylights” sei Dank. Doch von den Sitzen erhoben haben sich die Massen erst, als das Licht eingeschaltet wurde und jedem klar war: Die “Greatest Hits World Tour 2005″ hat so manchen Hit unterschlagen. A-HA, das könnt ihr besser!
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a-ha
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du warst dabei und hast mir NICHTS, KEIN WORT davon erzählt! vielen dank, herr knake! und ich bin mir sicher, dass das konzert super war. A-HA rules! ;)
Das die Stimmung “schleppend” herüberkam, lag natürlich an die Bestuhlung des Innenraumes der KölnArena. Dies wurde getan, da daß Konzert eine “Hydro”(Öl-Konzern)-Veranstaltung war.Die Konzerte der “offiziellen” Tour im November waren wieder Stimmungsvoller…….