Windkraft-Betreiber brüsten sich bei der Leistungsfähigkeit ihrer Rotormaschinen gerne mit der maximalen Leistungskraft ihrer Generatoren. Das wird dann gerne als Richtwert im Vergleich zur”konventionellen” Energiegewinnung herangezogen. Die Pressemitteilung des Oldenburger Energieversorgers EWE nach Orkan “Kyrill” läßt aufhorchen. Stolz wollte man verkünden, dass selbst der Sturm den Anlagen nichts anhaben konnte und verriet dabei interessantes: Die Anlagen liefen in der Orkannacht “nahe der Maximalleistung”. Ja was? Selbst bei Orkan nur “fast Maximum”? Was leisten die Anlagen denn dann im Normalfall?
Das Jeversche Wochenblatt berichtete am 20. Januar von den Schäden des Orkan “Kyrill” an der Ostfriesischen Nordseeküste. Dort zitierte man auch die EWE-Meldung in der es heißt:
Der starke Wind war für die Windparkbetreiber positiv: Die Anlagen arbeiteten mit hoher Leistung, nahe der Maximalleistung von 2.300 Megawatt. Dies entspricht in etwa der Leistung von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken. Quelle: EWE
Schön zu hören, dass die Anlagen in der Lage sind, etwa die Leistung von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken zu erzeugen. Aber wenn wir dabei immer auf einen Megasturm wie Kyrill warten müssen, wäre es doch interessant zu wissen, was so ein Anlagenverbund denn an ganz normalen Tagen leistet.
Na da können wir uns doch über die Klimaveränderung freuen! Mehr Orkane und mehr Stürme, dann funktionieren auch die Windräder fast optimal.


Nur wenn mehr als ein Lueftchen weht, das die Windraeder zwar dreht…, wird Strom erzeugt. Wenn kein Wind geht, bei uns haeufig, muss Strom aus anderen Quellen bereitgestellt werden. Das bedeutet, Windraeder ersetzten nichts von der notwendigen Grundkapazitaet. Stimmt es, dass der Windstrom das Dreifache (9cent) vom Atomstrom kostet? MfG KH