Mit “heißer Luft” das Klima retten?

6. März 2007


Ob Radio, TV oder Zeitung: Klimakatastrophe überall. Auch Politik und Wirtschaft haben den Umweltschutz für sich entdeckt. Unwetterartig hagelt es täglich neue Vorschläge, wie sich der Klimakollaps abwenden ließe. Woher weht der Wind wirklich? Ob der Verbot von Glühbirnen, die Umweltplakette fürs Auto oder der Sommerurlaub auf Sylt statt in Übersee – Es läuft auf das eine Ziel hinaus: Bürger bleib hier, zahle Abgaben und konsumiere neue Produkte! Natürlich alles im Namen des Klimaschutzes. Doch solange Nordseekrabben noch zum Pulen nach Marokko fliegen und täglich neue LKW die Straßen verstopfen, wird das nicht funktionieren.

Jedes Jahr wird eine neue Sau durchs Mediendorf gejagt: Nach Gammelfleisch und Vogelgrippe jetzt Feinstaub und der Klimaschock.

Umweltschutz war nur was für die “Ökos”, die grünen Weltverbesserer. Auf einmal und fast wie aus heiterem Himmel ist die Stimmung gekippt. Selbst Ölbaron, Kriegsherr und US-Präsident George W. Bush hätte sich für seinen jüngsten Vorstoß in Sachen Klimapolitik den blauen Umweltengel verdient. Hierzulande überschlagen sich einst so konservative Politiker von CDU/CSU und FDP mit Vorschlägen, für die sie andere Parteien vor kurzem noch noch öffentlich ausgelacht hätten.

Woher der Sinneswandel? Angst vor der Klimakatstrophe? Angst, dass die Eisbären aussterben und das Fanafuti-Atoll im Meer versinkt? Wohl kaum. Man hat erkannt, dass sich mit der Umweltangst prima Geschäfe machen lassen. Erst waren es nur die Windmühlen, die massenhaft im Namen des Klimaschutzes die Küstenstreifen verschandeln und dank Energiegesetz den Betreibern Millionen in die Tasche spülen.

Also verstärken wir die Klimapanik und erweitern den Gewinn: Steuern und Abgaben im Namen der Umwelt. Wer mag da widersprechen? Neue Autos kaufen, das kurbelt die seit jahren stagnierenden Umsätze an! Die alten Autos werden einfach hoch besteuert, wer will da noch Gebrauchtwagen haben? Daran verdient die Wirtschaft doch nicht.

Nicht zu vergessen der teure “Ökostrom” und “Öko-Fonds”. Während der Eine sein Gewissen beruhigt, hört der andere die Kassen klingeln und lacht sich ins Fäustchen.

Vor zehn Jahren schon habe ich ausschließlich Stromsparbirnen gekauft. Zugegeben, nicht um das Klima zu retten sondern um meinen Geldbeutel zu schonen.

Auch mein 14 Jahre alter Mercedes schluckt seit zwei Jahren Autogas. Das sind bis zu 80 Prozent weniger Stickoxide, 18 Prozent weniger CO2 Ausstoß, aber vor allem fast 50 Prozent weniger Spritkosten. In eine bessere Abgasnorm komme ich deswegen trotzdem nicht. Dennoch verbraucht der Wagen schon seit seiner Zulassung mit 8l auf 100 km weniger Benzin als einer dieser übermotorisierten Hybrid-Autos, die von den Konzernen nun als Öko-Wagen an Kunden mit Klimagewissen gebracht werden sollen.

Erzählt mir also nichts von Stromsparbirnen. Laßt mich mit euren reparaturanfälligen Neuwagen zufrieden. Bleibt im Sommer alle zuhause und sauft euer Bier für den Regenwald. Was ihr an CO2 einspart, husten die Chinesen in Kürze 100fach wieder aus. Natürlich auch, weil eure Sommerkleidung dort billig produziert, aufwändig transportiert und hier mit Markenlabel versehen, teuer verkauft wird.

Ich freue mich schon auf die ruhigen Strände von Mallorca: Wenn ich dann an meinem Cocktail nippe und mich ein Einheimischer fragt, wo denn all die anderen deutschen Touristen sind, antworte ich “Die sind zuhause und retten das Weltklima!”.

Update:
Sehenswert: The Great Global Warming Swindle (Channel 4 / UK)
http://video.google.de/videoplay?docid=5549114236765477681&q=global+warming+swindle

Sowas kriegt man in Deutschen Fernsehen nicht zu sehen…

Update 2: Die meisten Kopien der Dokumentation sind aus dem Internet bei Youtube oder Google-Video entfernt worden. Der o.a. Link funktioniert derzeit noch. (Stand Juni 07)

Ein Gedanke zu „Mit “heißer Luft” das Klima retten?

  1. Hanna Thiele

    Endlich hat jemand erkannt, um was es geht beim “Klimaschutz”.
    Rezzo Schlauch will mit seinem Porsche den Überholstreifen für sich haben, und wenn Rebecca Harms mal über Ostern mit ihrem Lebensgefährten auf die Kanaren jettet, findet sie die Inseln auch schöner ohne die blöden Deutschen.

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