Das Bundesverteidigungsministerium verliert ganz zufällig durch einen technischen Defekt ihres “Datensicherungsroboters” massenweise Informationen zu ihren Auslandsoperationen in den Jahren 1999 bis 2003. Welch ein Glück für all diejenigen, die sich noch wegen der Foltervorwürfe des Deutsch-Türken Murat Kurnaz in Afghanistan zu verantworten haben. Was für ein Zufall, dass auch die Daten zu CIA-Geheimgefängnissen und das Ausmaß der deutschen Beteiligung bei Verhören auf dem betroffenen Band gesichert waren.
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Ein übles Düftchen schwebt über dem Web: Eigentlich war der Grimme Online Award stets eine beliebte Auszeichung für die besten Webseiten des Landes. Doch nach einer Reihe peinlicher Pannen ist damit Essig: Die verfrühte Veröffentlichung der Gewinner noch während eine Online-Abstimmung nicht beendet war, ein Nominee, der bis kurz vor Schluss noch in der Jury saß und last but not least eine Webseite die nominiert wurde und dann erst das Licht der Onlinewelt erblickte. Jetzt sehen sich die Veranstalter im Kreuzfeuer der Kritik. Mittendrin auch die “Stars” der Bloggerszene Stefan Niggemeier und Mario Sixtus.
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Der G8-Gipfel von Heiligendamm ist Geschichte. In die Geschichte eingehen werden auch die zahlreichen Rechtsbeugungen und womöglich gar -brüche seitens Legislative, Judikative und Executive: Autonom verkleidete Polizisten als “Agent Provocateur? Willkürliche Verhaftungen? Sicherheitsverwahrung in Käfigen mit Dauerbeleuchtung? Und last but not least kommt jetzt auch noch der Einsatz der Bundeswehr im Landesinneren ans Tageslicht: So wurden Bundeswehrtornados zum Ausspionieren der G8-Gegner-Camps eingesetzt. Amtshilfe nennt sich das. Aber man beginnt sich zu Fragen: Was ist das Grundgesetz noch wert, wenn das Militär jetzt schon gegen Demonstranten eingesetzt werden kann?
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Zweiter Tag beim G8-Gipfel in Heiligendamm. Ein weiterer Tag, bei dem es tausenden Demonstranten gelungen ist, friedlich bis zum Sicherheitszaun vorzudringen, den sie eigentlich nach dem Willen der Politik und Polizei niemals hätten erreichen dürfen. Millionen haben die Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld den Steuerzahler gekostet. Gar von “notwendiger Terrorabwehr” war die Rede. Jetzt wäre es gut, wenn sich diese Maßnahmen im Nachhinein auch rechtfertigen ließen. Doch so sehr man sich auch bemüht: Die Mehrzahl der Demonstranten bleibt friedlich. Wie froh waren die Medien, als sie am Donnerstag dem Zuschauer wenigstens die rasante Verfolgungsjagd der aufgerüsteten Staatsmacht zu Wasser gegen zwei winzige Greenpeace-Schlauchboote bieten konnten.
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Eine neue Klimaschutzidee macht im Internet die Runde: Stromsparen durch schwarze Bildschirmeinstellungen. Dazu geistert seit geraumer Zeit eine E-Mail mit dem Aufruf umher, die beliebte Suchmaschine Google statt über die eigene schneeweiße Hauptseite über eine alternative Webseite ganz in Schwarz, “blackle” genannt, zu nutzen. Die Idee dahinter: Ein Monitor verbrauche bei der Darstellung dunkler Flächen weniger Energie als bei der Darstellung heller Flächen. Die E-Mail behauptet, würde Google seine Homepage schwarz gestalten, könne man jährlich 750 Megawatt Energie einsparen. Schöne Idee, doch leider geht die Rechnung nicht auf.
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Am Mittwoch treffen sich im Ostseebad Heiligendamm Vertreter der acht führenden Industrienationen um zwei Tage lang über Themen wie Wirtschafts-, Sicherheits-, oder Entwicklungspolitik zu diskutieren. Um sich unliebsame Gipfelkritiker vom Hals zu halten, leistet sich die Bundesregierung im Vorfeld bereits einen Gipfel der Unverschämtheiten: Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, des Versammlungsfreiheit und jetzt noch die Einschränkung der Pressefreiheit.
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