Im “Kampf” gegen “Raubkopierer” hat die Musikindustrie es schon seit längerem an Gespür für Verhältnismäßigkeit mangeln lassen. So überzieht sie landauf landab auch Kinder und Jugendliche mit Strafverfahren, wenn sich diese beim Tauschen von Musik im Internet erwischen lassen. Dabei geht es längst nicht mehr darum, professionellen und kommerziellen Kopierern das Leben schwer zu machen, nein es gilt ein Exempel zu statuieren. Niemand darf sich mehr sicher fühlen, wenn er ein Musikstück aus einer Tauschbörse gratis herunter lädt. Das Amtsgericht Offenburg hat die dortige Staatsanwaltschaft nun zurückgepfiffen und die Ermittlung der Nutzerdaten anhand von IP-Adressen untersagt. Dabei hat erstmals ein Gericht die umstrittene Logik der Musikindustrie zur Schadensermittlung angezweifelt und die Strafanzeigen als strafrechtlich nicht relevant abgelehnt. weiter »
Beinahe täglich “erschüttert” ein weiterer Dopingfall das Radrennen (früher: “Tour de France”) in Frankreich. Warum dieses Medizin-Schaulaufen es allerdings tagelang ganz oben auf die Titelzeilen sämtlicher Zeitungen und Zeitschriften schafft, ist mir ein Rätsel. Da strampelt sich ein Haufen bunt gekleideter Radler tagelang einen ab, um Stück für Stück des Dopings übeführt zu werden. Sieger ist in diesem Jahr wohl nicht der schnellste, sondern derjenige, der ungedopt durchs Ziel kommt. Kleiner Tipp für 2008: Sponsoring von Novartis, Schering oder Aventis – Übertragen von SAT.1 und moderiert von Jan Ulrich. Das wird ein Hit! Mich hats zumindest zu einem kleinen Liedchen inspiriert: weiter »
Werden Politiker zum Internet befragt, kommt meist nicht viel Sachkenntnis dabei heraus. Auch gute zehn Jahre nach dem “Boom” des World Wide Web, kennen sich nur wenige wirklich mit diesem Medium aus und wenn doch, dann haben sie meist nicht viel zu sagen. Warum dürfen dann aber Leute Gesetze über Themen erlassen, von denen sie offenkundig nichts verstehen? Noch schlimmer wird es, wenn selbst Richter Urteile über etwas fällen, das sie nicht verstanden haben. Es folgen Zeugnisse, die uns die Hände über dem Kopf zusammen schlagen lassen. weiter »
Mit Filmen wie “Chicken Run” und “Wallace & Gromit” begeisterten die Filmemacher von Aardman Animation bereits Millionen. Mit “Creature Comfort” startete am 4. Juni in den USA eine neue Serie der ganz besonderen Art: Was wäre, wenn sich Tiere wie Du und ich über die ganz normalen Dinge des Alltags unterhalten würden? In der Folge “Secrets & Lies” konfrontierten die Macher ganz normale Leute mit ganz banalen Fragen wie “Bist Du ein Lügner?” oder “Hast Du Geheimnisse?” und kombinierte die Antworten anschließend mit computeranimierten Hunden, Katzen, Mäusen, Schlangen, Löwen oder Bienen. Herausgekommen sind tierische Einsichten in die Abgründe des Lebens.
1991 gewann ein damals schon von Aardman Animations produzierter gleichnamiger Film unter der Regie von Nick Park einen Oscar als bester Kurzfilm.
Ein mutmaßlicher informeller Mitarbeiter der Stasi wechselt Mitte der 70er Jahre vom Osten in den Westen und bewirbt sich beim Niedersächsischen Landesamt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Hannover. Er bekommt den Job, wird aber in einem Erlass wegen seiner Vergangenheit als “Sicherheitsrisiko” eingestuft. Der ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR dürfe nicht “uneingeschränkt” im öffentlichen Dienst arbeiten. Dennoch macht Dipl.-Ing. Bernd Hoffmann Karriere in der Politik und wurde im April diesen Jahres zum “leitenden Ministerialrat” des Niedersächsischen Umweltministeriums befördert, nur wenige Hierarchiestufen unterhalb des Umweltministers. Dann wird der Erlass von 1978 publik und seine Stasi-Zugehörigkeit öffentlich bekannt. Die Presse berichtet, Hoffmann dementiert. Kurz darauf wird der Staatsschutz eingeschaltet. Aber ermittelt wird gegen den, der Hoffmanns Vergangenheit in Erinnerung rief. Verkehrte Welt?
“Will It Blend?” Diese Frage stellt ein Hersteller von Küchenmixern (engl. Blender) schon seit geraumer Zeit der Internetgemeinde. Und zur Demonstration der Strapazierbarkeit seiner Geräte wurde bei YouTube schon so einiges Zeugs durch die Mangel genommen. Jetzt folgt, unvermeidlich, auch ein iPhone.
Einen erfrischenden Artikel veröffentlicht die Süddeutsche Zeitung heute von Tøger Seidenfaden, Chefdredakteur der dänischen Zeitung “Politiken”. In dem Beitrag beschreibt Seidenfaden die übertriebene Angst des “Westens” vor dem Islam und warnt vor den Folgen einer zu wenig auf nüchternen Fakten beruhenden Politik. Wenn “Alarmismus” auf der Tagesordnung steht: “Wider den anti-islamischen Fundamentalismus“.
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