Ein mutmaßlicher informeller Mitarbeiter der Stasi wechselt Mitte der 70er Jahre vom Osten in den Westen und bewirbt sich beim Niedersächsischen Landesamt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Hannover. Er bekommt den Job, wird aber in einem Erlass wegen seiner Vergangenheit als “Sicherheitsrisiko” eingestuft. Der ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR dürfe nicht “uneingeschränkt” im öffentlichen Dienst arbeiten. Dennoch macht Dipl.-Ing. Bernd Hoffmann Karriere in der Politik und wurde im April diesen Jahres zum “leitenden Ministerialrat” des Niedersächsischen Umweltministeriums befördert, nur wenige Hierarchiestufen unterhalb des Umweltministers. Dann wird der Erlass von 1978 publik und seine Stasi-Zugehörigkeit öffentlich bekannt. Die Presse berichtet, Hoffmann dementiert. Kurz darauf wird der Staatsschutz eingeschaltet. Aber ermittelt wird gegen den, der Hoffmanns Vergangenheit in Erinnerung rief. Verkehrte Welt?


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