Was bin ich froh, dass der Begriff in dieser Überschrift nicht in einer anderen offiziellen Version von der Gebühreneinzugszentrale genutzt wird. Denn dann würden die Anwälte dieser Institution der “Öffentlich Rechtlichen Imagepflege” vielleicht gleich wieder zuschlagen und ausführliche Abmahnschreiben gegen die deutsche Umgangssprache vorbereiten.
Mal ehrlich, was hat die Leute von der GEZ eigentlich geritten zu glauben, man könne mit einer 29-seitigen Abmahnschrift gegen den Webseitenbetreiber akademie.de unliebsame Worte wie “GEZ-Gebühr” aus dem Internet entfernen und durch teilweise ungetüme Satzkonstrukte ersetzen zu lassen? Wird das Volk künftig GEZwungen, nicht mehr seine eigenen “gewachsenen” Wörter zu verwenden? Aber Begriffe wie “Volksmund” kommen in den Köpfen dieser Paragraphenreiter wohl nicht vor. Was ist der Sinn des Ganzen? Das Image der GEZ hat sich spätestens seit dieser Aktion aus Richtung Keller tiefer in Richtung Vorhölle verlagert: heute schon GEZündelt?

Nach dem Willen der GEZ-Anwälte darf akademie.de auch den Begriff GEZ-Gebührenpflicht nicht mehr verwenden und soll statt dessen “gesetzliche Rundfunkgebührenpflicht” schreiben. Ob die GEZ demnächst auch gegen die Webseite der ARD vorgeht? Oder noch besser, gegen sich selbst? Denn auch in der Kopfzeile heißt es auf der GEZ-Webseite ganz klar: “GEZ Gebührenpflicht”.

Und auch der MDR hätte nach der Logik der GEZ Anwälte eine Abmahnung für die Nutzung de Wortes “PC-Gebühr” verdient. Denn dass soll laut Abmahnung nur noch “gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte” heißen.

Ingesamt hält das Internet abertausende Artikel mit den nun von der GEZ beanstandeten Begriffen bereit. So manches Onlinemagazin müsste nach dem Willen der GEZ nun ihre Texte ändern. Aber wo kommen wir hin, wenn Anwälte den Journalisten und Menschen in Deutschland vorschreiben können, wie sie sich auszudrücken haben? Die Abmahnung ist eine Farce und reine Schikane für den Webseitenbetreiber akademie.de. Mit derartigen Methoden lässt sich die “Liebe” der Bürger sicherlich nicht erpressen. Ein Image lässt sich nicht durch Zensur verbessern. Dazu sind die Begriffe im Internet eh schon viel zu verbreitet.

Seinen Kampf und andere Fälle bei Auseinandersetzungen mit der GEZ dokumentiert Buchautor Bernd Höcker penibel aus eigener Erfahrung auf seiner Seite “gez-abschaffen.de“.
“Erst wenn das Abmelden von Rundfunkgeräten zur Massenbewegung geworden ist, werden wir auf ein demokratisches, funktionierendes und für die Menschen sinnvolles öffentlich-rechtliches Rundfunksystem hoffen können.” – Zitat Bernd Höcker auf gez-abschaffen.de
Wer ohnehin der Ansicht ist, Radio- und Fernsehen sei reine Zeitverschwendung, wer seine E-Mails und Homepagepflege sowieso im Internetcafé oder in Büropausen erledigt, dem sei das offizielle Abmeldeformular (PDF) empfohlen. Mit einem großen LCD-Monitor und einem DVD-Player lassen sich Filme zuhause auch vorzüglich ohne TV genießen!


GEZ-Gebühren – Eine Frage der Meinungsfreiheit……
Die GEZ macht Ihrem Namen wieder einmal alle Ehre. Sie will im Auftrag der Gemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten „Gebühren“ einziehen. Dieses Mal jedoch nicht die gewöhnlichen „GEZ-Gebühren“ von Privatpersonen oder Gewer…