Killt die Kühe!

Klimakiller KuhAm Anfang waren es noch die Schwerindustrie und der Autoverkehr – längst sind wir bei Glühbirnen, dicken Menschen und nun auch noch Kühen angekommen: Der Klimawahn treibt täglich neue Blüten. Überall dort wo grausame Treibhausgase produziert werden, lassen sich mit Abgaben oder Emissionspapieren wunderbar Geld verdienen. Jetzt fordert der WWF gar eine Sonderabgabe auf Kühe – denn die versauen nach Ansicht der „Umweltschützer“ mit ihren Methanfürzen das Klima. Werden sich bald Greenpeace-Aktivisten dazugesellen, Kuhweiden besetzen und den Tieren Plastiktüten über den Hintern stülpen?

Schon werden spezielle Pillen entwickelt, die den Kühen zum Futter gemischt werden sollen um die angeblich so klimaschädlichen Ausdünstungen zu minimieren. In größerem Stil wird bereits das Düngen der Ozeane durchgeführt um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten Geld mit Emissionszertifikaten zu machen. In seinem Wahn das Klima retten zu müssen, greift der Mensch mit Methoden in die Natur ein, deren Folgen unabsehbar sind.

Im Internet glauben Vegetarier bereits neue Argumente gegen uns brutale Fleischfresser gefunden zu haben. Wir sind nicht nur Tierquäler, sondern bedrohen sogar unser aller Leben, indem wir heimtückisch das Klima verändern. Herr, wirf doch endlich Hirn vom Himmel!

Her mit der Bohnensteuer!

Aber was treibt uns eigentlich nach einem ausgedehnten Grillabend die Gase aus dem Darm? Ist es das Steak oder sind es doch eher die pflanzlichen Beilagen wie Zwiebeln oder Bohnen? Müssten Vegetariern demnach nicht also selbst mehr Klimakiller aus dem Innersten entfleuchen? Nicht auszudenken, würden alle sechs Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu reinen Pflanzenfressern mutieren! Am besten wir erheben gleich noch eine Sondersteuer auf Hülsenfrüchte.

Waren einst die riesigen wilden Büffelherden rund um den Globus etwa auch für die Klimaveränderung verantwortlich? Die hat der Mensch jedoch längst dezimiert wenn nicht in großen Teilen gar ausgerottet. Gekommen sind dafür die landwirtschaftlichen Nutztiere. Wieviel mehr klimaschädliche Methanfurzer gibt es heute unterm Strich also wirklich?

Ablasshandel mit Ökoprodukten

Eines ist sicher: Die Klimadebatte ist längst zur Glaubensfrage mutiert. Fakten sind unwichtig, die Ökoindustrie wittert Morgenluft und rüstet zum Gegenschlag. Jahrzehntelang hat man gegen konventionelle Wirtschaftsinteressen ankämpfen müssen. Die „Müslis“ wurden belächelt und als Träumer verhöhnt. Doch nie waren die Chancen besser als im Zeitalter der Klimaangst die eigenen Pfründe zu sichern und ganz kräftig mitzuverdienen. Emissionshandel, Subventionen oder Abgaben (je nachdem, wie es gerade passt), Ökosiegel, Fondspapiere und Forschungsgelder. Nur das wird uns vor dem Untergang bewahren.

Wo sich auch immer sich das Wort „Klimaschutz“ zum Geldverdienen eignet, kommen sie aus ihren Löchern gekrochen. Eigentlich sind sie ja gegen den Konsum, denn der schädigt das Klima. Aber es ist wohl wie mit den Chinesen: Die sind offiziell zwar Kommunisten, gebahren sich in Wirklichkeit jedoch kapitalistischer als jedes andere Land auf diesem Planeten. Also konsumiert bitte nur dort, wo eine dicke Sonnenblume aufgedruckt ist. Alles andere wird eh bald zu teuer sein, juchuuu! Die Generation konventioneller Kapitalisten ist am Ende. Wer clever ist, wechselt noch schnell ins andere Lager, denn jetzt kommen die Ökokapitalisten – und die verdienen Ihr Geld mit der Angst vor dem drohenden Untergang.

Dirk Maxeiner und Michael Miersch haben in ihrem Buch „Die Zukunft und ihre Feinde. Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen“ die „10 Gebote der Öko-Religion“ aufgeschrieben. Sicherlich provokant. Aber es ist doch was Wahres dran:

Die zehn Gebote der Öko-Religion

Das erste Gebot
Du sollst dich fürchten!
Das furchtbarste Szenario ist das wahrscheinlichste. Auch wenn es
einmal gut ging, so kommt es beim nächsten Mal umso schlimmer.

Das zweite Gebot
Du sollst ein schlechtes Gewissen haben!
Wer lebt, schadet der Umwelt – alleine schon durch seine Existenz.

Das dritte Gebot
Du sollst nicht zweifeln!
Die Ökobewegung irrt nie. Wer daran zweifelt, dient den Ungläubigen.

Das vierte Gebot
Die Natur ist unser gütiger Gott!
Sie besteht aus Pandabären, Robbenbabys, Sonnenuntergängen und
Blumen. Erdbeben, Wirbelstürme und Killerviren sind Folgen
menschlicher Hybris.

Das fünfte Gebot
Du sollst deine Gattung verachten!
Der Mensch ist das Krebsgeschwür des Globus. Vor seinem Auftauchen war der Planet eine friedliche Idylle.

Das sechste Gebot
Du sollst die Freiheit des Marktes verabscheuen!
Der Planet kann nur durch zentrale Planung internationaler Großbürokratien gerettet werden.

Das siebte Gebot
Du sollst nicht konsumieren!
Was immer du auch kaufst, benutzt oder verbrauchst: Es schadet der Umwelt. Die Zuteilung von Gütern sollte den weisen Priestern des Ökologismus übertragen werden.

Das achte Gebot
Du sollst nicht an ein besseres Morgen glauben!
Verhindere Veränderungen und Fortschritte, denn früher war alles besser.

Das neunte Gebot
Du sollst die Technik gering schätzen!
Abhilfe kann allenfalls durch fundamentale gesellschaftliche Umsteuerungsprozesse kommen. Niemals durch die Erfindung technikgläubiger Ingenieure.

Das zehnte Gebot
Wisse, die Schuld ist weiß, männlich, christlich und westlich!
Die Unschuld ist eine Urwaldindianerin.

Übrigens: Sportveranstaltungen sollten verboten werden! Denn je mehr ein Mensch außer Atem gerät, desto mehr CO2 produziert er. Also besser nicht zu schnell bewegen! Außerdem verkürzt kein Sport unsere Lebenszeit und spart dem Planeten damit weitere CO2-Emissionen durch jahrelanges Weiteratmen!

3 Comments

  1. lol… dazu habe ich noch was interessantes gelesen… *lach*

    Heather Mills und ihre Öko-Kampagne

    Sie ist mittlerweile Veganerin, da der Verzehr von tierischen Produkten die Nutztierhaltung fördert und diese ja bekanntlich die zweitgrößten Treibhausgasverursacher sind…

    Heather ist der festen Überzeugung, dass die Erzeugung von Fleisch- und Milchprodukten die Umwelt zerstöre.
    Mills führt sogar Alternativen auf, zum Beispiel wie man die Kuhmilch ersetzen könnte. „Warum trinken wir keine Rattenmilch oder Katzenmilch oder Hundemilch?“,so Heather Mills.

    Liebe Eltern,
    wenn sie bisher ihre Kinder mit „logischen“ Argumenten überzeugen konnten keine Ratte zu kaufen, nach dem erfolgreichen Animationsfilm „Ratatouille“, dann wird das leider seit Heather Mills Öko-Kampagne für sie schlecht aussehen. Ihre Kinder werden wohlmöglich mit der Argumentation
    „Mama, Papa, denkt bitte an den Umweltschutz, die Treibhausgase, den Klimawandel, ihr wollt doch auch, das unsere Zuknunft auf Erden gesichert ist, deshalb brauchen wir eine Ratte“.

    Vielleicht werden wir auch bald mit neuer Werbung beglückt.
    „Einen guten Start in den Tag mit Rattenmilch und sie haben die Erderwärmung gestoppt“

    Dann mal guten Durst!!!

  2. Hm. Ratten halten? Wenn ich mir anschaue, was Dennis mit Mäusen unterm Sofa macht (siehe „Meuchelmord: Die Mumie unterm Sofa“, ist eine erfolgreiche Milchproduktion in Frage zu stellen.

  3. Herrjee, jetzt google ich mal so in die Gegend rum und finde ein privater Block, dass mehr an der Wahrheit schraubt, wie man es von unsere Presse gewohnt ist. Die sind ja wie viele Politiker völlig auf diversen Markschreiern reingefallen.
    Gut mal zum Anfang.
    Zitat“: In seinem Wahn das Klima retten zu müssen, greift der Mensch mit Methoden in die Natur ein, deren Folgen unabsehbar sind.[…]In größerem Stil wird bereits das Düngen der Ozeane durchgeführt um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten Geld mit Emissionszertifikaten zu machen.“
    So ist es. Die schmeißen Schrott ins Meer rein, damit mehr Algen sich entwickeln, die dann wiederrum mehr CO2 binden sollen. In meiner Kindheit nannte man sowas Umweltverschmutzung oder Versicherungsbetrug(Auto im Deich verstecken). Heute ist das Klimaschutz.
    Es hieß auch mal, dass wir uns freuen sollen, dass wir immer mehr Wälder verwildern und der Natur zurückgeben können. Heute ist das gegen den Klimaschutz, weil wir unbedingt CO2-Neutral verbrennen müssen.
    Usw. usf.
    Zitat: „Im Internet glauben Vegetarier bereits neue Argumente gegen uns brutale Fleischfresser gefunden zu haben. […]Her mit der Bohnensteuer!“
    Nummer 2 des „anthropogenen“ Methanausstoßes ist ja sogar noch Reis! Schlimmere Klimakiller sind Ernteerträge, die eine MENGE Lachgas (N2O) ausstoßen. Schon alleine, dass man Nutztiere und Nutzpflanzen als „anthropogen“ betitelt, zeigt, wessen Geist dahinter steckt. Das Rind mit seinem Fleisch und Milch ist einfach immer noch eine Goldgrube, wo bei der Parasit natürlich seinen Anteil haben möchte.
    Zitat: „Aber es ist wohl wie mit den Chinesen: Die sind offiziell zwar Kommunisten, gebaren sich in Wirklichkeit jedoch kapitalistischer als jedes andere Land auf diesem Planeten.“
    Herrliche Analogie! Trifft den Nagel auf dem Punkt. Zudem sind die ja voll für den freien Markt und verbieten ja nichts! Gut, sie regulieren mit Verordnungen und durch den Preis. Aber das kann doch keine Marktdiktatur sein.
    Es ist zudem überhaupt nicht verwunderlich, dass Lobbyisten der erbärmlichen Regenerativen immer wieder auf Energie- und Konsumverzicht pochen. Denn nur dann, wenn so gut wie ganz Deutschland auf Technik verzichtet, kann ihr marginaler Beitrag viel erscheinen. Das ist wie bei Harz4. Gibt zwar den Menschen keine ernsthafte Zukunftsperspektiven, aber dafür viele Möglichkeiten, dass die Statistik schöner aussieht.
    Zitat: „Übrigens: Sportveranstaltungen sollten verboten werden!
    Korrekt! Das ist die „Dicke sind Klimakiller“-Welle konsequent zu Ende gedacht.

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