Archiv

Protest

Kibaki Wanted ThumbSchaue ich mir an, was derzeit in Kenia passiert, ist diese Art des – zugegeben hilflosen – Protestes sicherlich ein legitimes Mittel der Meinungsäußerung. Zumindest besser, als sich in den Straßen die Schädel einzuschlagen und sich zu willfähigen Instrumenten einer umstrittenen Regierung zu machen. Aber wo es an Bildung und Information fehlt, ist Gewalt schnell zur Stelle.

weiter »

Islamhasser mißbrauchen Unruhen in Kenia für krude Verschwörungstheorien

Kenya Airways - Foto: dkDas bislang recht stabile Kenia rutscht nach den offensichtlich manipulierten Wahlen ins Chaos. Seit 2002 wurde das ostafrikanische Land vom Kikuyu Mwai Kibaki und seiner PNU (Party of National Union) Partei regiert. Die Kikuyu bilden in Kenia die Größte Bevölkerungsgruppe. Sein Herausforderer, Raila Odinga, Angehöriger der vorwiegend im Westen des Landes beheimateten Luo und Anführer der ODM (Orange Democratic Movement) hat es jedoch geschafft, die vielen anderen Ethnien im Lande hinter sich zu vereinen um den amtierenden Präsidenten vom Thron zu stürzen. Kibaki wird Vetternwirtschaft und Korruption vorgeworfen, aber viele Kenianer wählen tendenziell immer noch nach Stammeszugehörigkeit, so dass die von den Kikuyu dominierte PNU ohne eine “Allianz” anderer Ethnien kaum abzuwählen ist. Die Situation ist verfahren und Komplex. Aber in westlichen Internetforen haben Islamhasser eine ganz einfache Lösung: Die Moslems sind schuld.

weiter »