Was würden wohl “Tom” und “Birgit” aus der Werbung der Bauer Privatmolkerei zu diesem Joghurt sagen, der heute morgen auf meinem Frühstückstisch stand? Normalerweise mopst sich Birgit in den Bauer-Spots täglich Toms Joghurt. Da helfen auch alle gelben Zettelchen nichts, mit denen Tom unbeirrt seinen Herrschaftsanspruch zu festigen versucht. Wie wäre es mit einer neuen Strategie? Der Überraschungsjoghurt. Vielleicht mag Birgit ja keine Vanille – oder war es Pfirsich-Maracuja? Würde sie sich dann trauen, diesen Joghurt zu stibizen?

Am Ende war das drin, was auf dem Deckel stand. Wie gut dass ich mich beim Kauf danach orientiert hatte. Vanille wär’ aber auch ok gewesen.
Update: Heute erreichte mich eine Stellungnahme der J. Bauer GmbH & Co. KG
Obwohl ich den Fall mit dem vertauschten Becher noch eher in die Rubrik “Unterhaltsam” einstufe, ist es für ein Unternehmen natürlich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, wenn die Verpackung nicht mit dem Inhalt übereinstimmt, oder gar widersprüchliche Aussagen macht. Dazu erhielt ich heute eine Antwort von der J. Bauer GmbH & Co. KG in denen die Produktionsweise und auch der mögliche Fehler erklärt wird. Hier ein Auszug:
Die bei uns eingesetzten Becher erhalten wir in Form von Bechermagazinen. Diese Magazine werden dann in unsere vollautomatische Abfüllanlagen “eingefüttert”. Wir können uns daher nur vorstellen, dass hier ein falscher Becher in ein Magazin gerutscht ist. Wenn dies der Fall ist, dass ein falscher Becher mitten in einem Magazin sitzt, kann dieser von dem Maschinenführer nicht erkannt und aussortiert werden.
Selbstverständlich werden bei uns im Hause von jeder produzierten Charge Rückstellproben genommen. Wir haben bei Ihrer Beanstandung unsere Rückstellproben mit dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum überprüfen lassen, konnten hier aber keine Abweichungen feststellen.
Auf jeden Fall werden wir das Personal an den Abfüllanlagen auf dieses Problem hinweisen und zu erhöhter Aufmerksamkeit und Sorgfalt auffordern!
Das offene und freundliche Feedback spricht nur für das Unternehmen, das auch kleine “Ausrutscher” nicht auf die leichte Schulter nimmt. Aber auch ein noch so aufmerksamer Mitarbeiter wird wohl nicht jeden Becher immer im Blick haben können. Nobody is perfect. Sonst wär das Leben doch auch langweilig, oder?


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