Netter Versuch, Mareike

Mareike ScreenshotFlattert mir hier doch grad ’ne zuckersüße „Fanmail“ als Feedback zu meinem Blog in die Mailbox. Nanü. Mareike heißt das Schätzchen und fragt mich, ob ich nicht Lust habe, ’nen Ipod Nano zu gewinnen. Ne, hab ich nicht. Bin mit meinem „Ich-kann-alles-ausser-Kaffeekochen-Handy“ bestens zufrieden. Ich rieche Spam zehn Kilometer gegen den Wind. Und siehe da: Absender port01.lavazza@googlemail.com. Klingt so gar nicht nach Mareike. Netter Marketing-Trick also. Da versucht doch so ein Web 2.0 Businesskasper mit seiner Webseite über klobige Plastikschuhe á la „Frau Antje aus Holland“ sich mit Hilfe der Blogosphäre im Google-Pageranking nach oben zu schieben. Wie? Ganz einfach: „Schreibe in Deinem Blog darüber, wie Du über die Schuhe denkst, verlinke den Beitrag mit unserem Blog und Gewinne einen der IPods“. Pustekuchen. Ich helf euch doch nicht bei diesem Viral-Marketing-Versuch. Und den Namen der Dinger erwähne ich hier auch nicht. Ich schreib jetzt viel lieber noch ein paar Worte über Mareike…

Die Süße hat natürlich nicht vergessen mir zu sagen, dass sie ganz zuuuufällig über mein Blog gestolpert sei und fragt mich so dann auch gleich, wie lange ich schon blogge. Mareike, wenn Du Dir die Mühe gemacht hättest, links die Archiv-Liste auf der Startseite zu verfolgen, wirst Du merken, dass die Blogeinträge bis in den August 2005 zurück reichen. Wie lange blogge ich also? Na? Richtig! Fast vier Jahre. Was Du nicht wissen konntest: Die Webseite selbst gibts nun schon 13 Jahre.

Natürlich hat Mareike auch nicht vergessen, mir einen Link mit ihrem Profil auf der besagten Frau-Antje-Plastikschuh-Seite unterzuschieben. Clever gemacht, heiße Blondine, Zahnpastalächeln, langer Steckbrief. Und sie ist sogar Single. „…manchmal kann ich ganz schön wild sein“. Na Männer, wer mag da nicht zurückschreiben?! Würde ich auf blond stehen, würden mir da glatt die Hormone durchgehen.

Ganz clevere haben jetzt die Chance mit diesem Bild, die Schuhmarke herauszufinden

Ganz clevere haben jetzt die Chance mit diesem Bild, die Schuhmarke herauszufinden. Foto: Screenshot aus o.g. Webseite

Account Manager ist sie laut Überschrift. Im Steckbrief steht dann aber „Beruf: Redakteur“. Wie denn? Die Schuhvermarkter leisten sich jetzt schon eigene Redakteure? Kann man da auch nen Volontariat machen? Naja, wenn die Tageszeitungen schon keine Redakteure mehr einstellen, müssen die ja heute irgendwo sonst unterkommen. Aber hast Du denn auch wirklich ein Volontariat gemacht, Mareike? Und wenn Du Redakteurin bist, wieso stellst Du mir dann so Fragen, wie lange ich schon blogge. Wer recherchieren kann – und das lernt man in einem Volontariat – der findet das sehr gut selbst heraus. Ok ok, jetzt werd ich grad stinkstiefelig. Apropos stiefelig: Als ihre Lieblingsschuhe gibt sie witzigerweise nicht die hier zu bewerbenden Frau-Antje-Treter an, sondern eine andere Marke die ich jetzt ebenfalls nicht nennen werde.

Fairerweise sei gesagt, dass man bei den Schuhfuzzies schon damit rechnet, für die ganze Pseudo-Viral-Marketing-Aktion abgewatscht zu werden. Der böseste Beitrag soll nämlich eine Version dieser Treter in Schweinchenrosa bekommen. Ob das auch klappt, wenn ich euch nicht verlinke? Ich hätt dann gerne Schuhgröße 46!

PS: Mareike, nimms nicht persönlich. Ich weiss, Du hast nur Deine Arbeit getan und bin mir sicher, Du bist in Wahrheit ein ganz lieber Mensch … auch wenn Du manchmal etwas wild sein kannst. Oder ist alles viel viel schlimmer und Dich gibts gar nicht, denn Du heisst in Wirklichkeit Fabian Drescher, bist selbsternannter „SEO-Süchtiger aus Würzburg“ und spammst die ganzen Blogs landauf landab mit Deinem „großen“ (*hüstel*) IPod-Nano-Verlink-Mich-Gewinnspiel voll?

Das ist kein virales Marketing, das ist Blog-Spamming. Aber es gibt leider immer genügend Deppen, die bei sowas mitmachen.

Das ist kein virales Marketing, das ist Blog-Spamming. Aber es gibt leider immer genügend Deppen, die bei sowas mitmachen. "Habe gerade alles auf eine Karte gesetzt" Aha. Wohl das letzte Taschengeld für 2 Ipod Nanos ausgegeben...

Und wer wissen will, was der „Fabi“ – so unterschreibt er auch mal gerne seine Werbemails – sonst so macht, wenn er gerade keine bunten Plastikschühchen verkauft, der wird bei Youtube fündig. Hach ich liebe das Internet.

One Comment

  1. Die Masche hat er/sie auch bei mir versucht.
    Danke – du hast mir abgenommen, darüber selbst was zu schreiben.
    Leider gibt es immer wieder ein paar Bekloppte, die darauf reinfallen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solve : *
29 × 16 =