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Adieu Marktwirtschaft: Zwangsabgabe weil Geschäftsmodell versagt

Die Verlage beschweren sich über Content-Klau im Internet und bedienen sich doch selbst gerne für lau im Netz

Weil man es bis heute nicht zu einem lohnenswerten Geschäftsmodell im Internet gebracht hat, sollen nun die User blechen. Die Axel Springer AG, in Person ihr “Chief Marketing Officer” – klingt ein bisschen wie ein Indianerhäuptling – Peter Würtenberger, möchte mit einer Zwangsabgabe auf Computer die gebeutelten Verlage subventionieren. Wenn die Marktwirtschaft versagt, muß halt der Staat eingreifen. Die Begründung ist einfach: Suchmaschinen wie Google würden journalistisch wertvolle Inhalte verwenden und damit Milliardenumsätze generieren von denen die Verlage nichts hätten. Warum sollen dann aber ausgerechnet Käufer eines Computers eine GEMA-ähnliche Zwangsabgabe leisten? Während sich Medienkonzerne über den angeblichen massenhaften “geistigen Diebstahl” im Internet beschweren, sind sie es doch, die sich gerne ungefragt an Text- und Bildmaterial aus dem Netz bedienen: Ob aus Twitter, Youtube, Facebook oder StudiVZ. Gerade die “Bild”-Zeitung – ich würde ja lieber das Wort “Zeitung” in Anführungsstrichen sehen – vergreift sich gerne mal am Internet und fragt nicht nach dem Urheberrecht.

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