An dieser Stelle hätte ich jetzt wieder einiges zu den Ergüssen des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sagen können und dessen hirnrissiger Forderung, einen Reset-Knopf im Kanzleramt zum Ausschalten des Internets einzuführen. Mal ehrlich: Diese vollkommen realitätsferne, weltfremde und vor Unkenntnis der Materie nur so strotzende Verblödungsforderung ist sowas von dämlich, dass ich einfach keine Lust mehr habe, mich ellenlang darüber auszulassen. Entweder sind einige Leute so doof, oder sie wollen bewusst rumtrollen.
Ich stelle mir gerade vor, wie Angie in ihrem Büro auf den großen roten “Aus”-Knopf drückt, weil irgend ein dämlicher Computerwurm mit der sechsmillionsten Version von “annakurnikova_nackt.jpg” wieder ein paar tausend notgeile Büroangestellte hereingelegt hat. Wer sich den Artikel in der Osnabrücker Zeitung durchliest, kann nur zu dem Ergebnis kommen, dass man hier im Grunde für totale Überwachungsbefugnisse auf allen privaten Rechnern plädiert, samt Registrierung jeden Nutzers. Man kann sich nur noch an den Kopf fassen. Forderungen zur Überwachung wie in einem totalitären Regime unter dem Deckmäntelchen der Kriminalitätsbekämpfung. Daher verlinke ich auf den Beitrag aus netzpolitik.org, die das Thema noch ein bisschen sachlicher als ich aufgegriffen haben. Lesenswert auch der Beitrag von Malte Welding sowie die darunter verlaufende Diskussion seiner Leser. Bei Metronaut gibt es dazu noch eine kleine Satire mit netten Plakatmotiven:



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