Galaxy Note II im Test: Digitales Notizbuch für kreatives Arbeiten

Galaxy Note II im TestEinen Monat lang hatte ich nun das Samsung Galaxy Note II zum Testen zu Hause. Selbst nutze ich immer noch mein uralt Galaxy S, war aber neugierig, welchen Mehrwert mir das Note 2 bringen würde. Zunächst einmal: Beim Galaxy Note scheiden sich die Geister. Meistens höre ich aus dem Freundeskreis „Das Ding ist mir zu groß“. Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Es ist eine gute Mischung aus Tablet und Smartphone. Ein digitales Notizbuch eben. Der mitgelieferte Stift ist zudem perfekt, um Skizzen anzufertigen.

Kommen wir kurz zu den technischen Daten: Das Smartphone ist mit rund 15 Zentimetern Höhe und 8 Zentimetern breite kein Winzling. Dennoch passt es gut in die Hand oder lässt sich prima in der Jackentasche unterbringen. Dafür entschädigt das Note 2 mit einem großen und übersichtlichen Bildschirm mit einer Diagonale von knapp 14 Zentimetern (5,5 Zoll). Es ist also noch gut einen Zoll größer als das Google Nexus 4 von LG.

Meine alte SIM-Karte passte jedoch nicht mehr in das neue Gerät, da das Galaxy Note II nur die neuen, winzigen Micro-SIM Karten akzeptiert. Wer mutig ist, kann sich seine alte Karte zurechtschneiden, sonst hilft wohl nur ein Anruf beim Mobilfunkanbieter.

Von der Prozessorleistung ist das Smartphone meinem Steinzeit-Galaxy Lichtjahre voraus. Gleich vier Prozessorkerne takten das Gerät mit 1400 Megahertz. Dennoch hält der doppelt so starke Akku (3000 mAh) im Standby-Betrieb mehrere Tage durch. Wer sein Smartphone intensiv nutzt wird aber wohl auch spätestens am zweiten Tag die nächste Steckdose aufsuchen müssen.

Prozessorleistung braucht das Note 2 auch: Da ich gerne mal Skizzen oder Zeichnungen anfertige, habe ich mir für mein Tablet einen Eingabestift zugelegt. Gezeichnet wird dort mit der Autodesk-App „SketchBook“ für Android. Doch für schnelles und flüssiges Zeichnen braucht es Power. Da ruckeln sogar neueste Tablets, wenn man mal so richtig in Fahrt kommt. Das Ergebnis: Stand passgenauer, runder Striche „malt“ man irgendwie immer daneben. Auch filigrane Details wollen mit dem „Wurstfinger-Ersatzstift“ nicht so richtig klappen. Das geht mit dem Note 2 gleich viel besser.

Und noch ein weiterer Faktor kommt hinzu: Der mitgelieferte Stylus-Pen. Es macht schon einen Unterschied, ob man mit einem dicken, gummiartigen Eingabestift zeichnet, oder aber einen filigranen spitzen Stift verwendet. Der Stylus-Pen funktioniert jedoch nicht auf anderen Tablets, sondern nur auf den Geräten der Galaxy Note-Reihe.

Parallelwelten: Der Splitscreen-Modus

Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, zwei Apps gleichzeitig via „Splitscreen“ auszuführen. Während man sonst zwischen den Apps hin und her schalten muss, kann man mit dem Galaxy Note 2 bequem gleich zwei Programme neben- oder übereinander ausführen.

Je nachdem ob man das Gerät quer oder hochkant verwendet. Dazu drückt man etwas länger auf die Zurück-Taste unten rechts. Es erscheint eine Takskleiste auf der linken Seite. Hier zieht man nun, indem man das App-Symbol gedrückt hält, das zweite Programm auf den Bildschirm und positioniert es entsprechend. Schon lassen sich beide Apps parallel ausführen und bedienen. Wie es genau funktioniert habe ich in dem Videobeispiel demonstriert. Der Split-Screen Modus ist überdies auch mit dem aktuellen Galaxy SIII möglich und, mit aktuellem Betriebssystem, auch auf dem Galaxy Note I. Beim Note II profitiert man jedoch von dem großen Bildschirm und der besseren Prozessorleistung besonders.

Fazit

Das Galaxy Note 2 macht wirklich Spaß. Es ist leistungsstark und ein schönes Mittelding zwischen Smartphone und Tablet. Ein kleines „Phablet“ eben. Dass der Trend wieder zu größeren Geräten geht, stört mich nicht weiter. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt: Mit einem Preis von etwas über 500 Euro das Ding kein Schnäppchen. Dafür lässt sich der interne 16 GB Speicher günstig per microSD Karte mit weiteren maximal 64 GB weiter aufrüsten.

Wer allerdings sehr viel Wert digitales Zeichnen legt, ist wohl mit einem größeren Modell besser bedient. Neben dem Galaxy Note 10.1 liefert Hersteller Samsung mit dem Galaxy Note 8 ein weiteres Modell der Note-Reihe in etwa iPad-Mini Größe mit rund 20 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Für alle anderen, die mal schnell ein paar Ideen zu „Papier“ bringen wollen und keine Lust haben neben dem Handy in der Tasche noch weitere Geräte mit sich herumzuschleppen, ist das Note 2 durchaus eine Überlegung wert.

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