Kategorie-Archiv: Astronomie

Orionnebel M42: Der Nebel zum Üben

24. Januar 2017


Immer mal wieder, wenn es die Zeit erlaubt, übe ich mich in Sachen Astrofotografie am Orionnebel M42. Auch deshalb, weil er einer der wenigen Nebel ist, der trotz „Lichtverschmutzung“ durch die Stadt „machbar“ ist.

Messier 42, M42, Orionnebel "über Düsseldorf". Aufgenommen am 21.01.17 mit Canon 6D. Stack aus 10x5 Sekunden a 2500 ISO.

Messier 42, M42, Orionnebel „über Düsseldorf“. Aufgenommen am 21.01.17 mit Canon 6D. Stack aus 10×5 Sekunden a 2500 ISO.

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Merkurtransit „über Düsseldorf“

9. Mai 2016


Alle paar Jahre gibt es diese schönen Naturschauspiele zu bewundern, wenn sich Venus oder Merkur, die beiden innersten Planeten unseres Sonnensystems vor die Sonne schieben. Bei gutem Wetter und mit der richtigen Ausrüstung lässt sich dann der „Transit“, also die „Wanderung“ des Planeten vor der Sonne beobachten. Zuletzt hatte ich das Vergnügen vor 12 Jahren mit der Venus, die am 8. Juni 2004 über die Sonne wanderte, die nächste Gelegenheit, 2012, hatte ich verpasst. Heute war also der Merkur dran. Leider hat da Wetter nur in den ersten zwei Stunden mitgespielt. Aber immerhin. Ein kleiner Punkt für den Beobachter, ein Riesenweg für einen Planeten.

Der Merkur Transit im Bild festgehalten

Der Merkur Transit im Bild festgehalten. Klicken für hochaufgelöste Version.

Der rasende Io

9. April 2016


Schon faszinierend, was sich über unseren Köpfen so abspielt, ohne dass wir meist auch nur einen Gedanken darüber verschwenden. Der helle „Stern“, der am heutigen Abend bei klarem Himmel hoch oben in südlicher Richtung zu sehen war, war eigentlich ein Planet. Unser größter Begleiter im Sonnensystem: Jupiter. Ich habe daher mein Teleskop auf den Balkon gestellt, den Lichtkegel der Stadt verflucht und meine alte Webcam, eine Philips TouCam hervorgekramt.

Io zieht seine enge Bahn um Jupiter. Foto: Dennis Knake

Io zieht seine enge Bahn um Jupiter. Foto: Autor

Herausgekommen ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Innerhalb nur weniger Minuten konnte man Jupiters nächsten Mond „Io“ dabei beobachten, wie er seine Runden um den Gasriesen dreht. Erst war nur sein Schattenwurf sichtbar, dann bekam Jupiter einen kleinen „Pickel“, und ehe man sich versah, war Io auf seiner Bahn um den Planeten direkt zu beobachten. All das innerhalb nur 30 Minuten. Das sind die Momente, die bei mir allen Stress vergessen lassen.

Der „Blutmond“ über Düsseldorf

28. September 2015


Ich dachte ja, ich müsse ziemlich einen an der Waffel haben, mir die Montagnacht um die Ohren zu schlagen, um den „Superblutmond“, die Mondfinsternis des Jahres (Jahrhunderts?) zu fotografieren. Aber wenn ich so sehe, was in den Sozialen Netzwerken um die Zeit los war, na, da bin ich nicht das einzige Mondkalb. Bevor ich mir also noch eine Mütze Schlaf hole, schon mal schnell die ersten drei Bilder ins Blog. Später werde ich dann mal in Ruhe durch die Aufnahmen gehen, und schauen, was sich noch so zaubern lässt.

Mondfinsternis 3:37 Uhr

Aufgenommen habe ich diese Bilder mit einer Canon EOS7D an einem Celestron 8″ (2032mm) Teleskop über dem sternenklaren Düsseldorfer Nachthimmel.

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Der Tag, an dem ich Buzz Aldrin traf

6. Oktober 2014


Technikmuseum Speyer. Eventhalle. Wir schreiben den 4. Oktober 2014. Der Saal ist bist auf die letzten Stuhlreihen gefüllt. Kameraleute drängeln sich um die besten Plätze. Die Sicherheit hat alle Hände voll zu tun. Felix Baumgärtner, Extremsportler und Stratosphärenspringer wartet ebenfalls auf den großen Moment. Dann fährt eine Maybach Limousine vor. Wieder warten. Niemand steigt aus. Durch die noch nicht abgedunkelten Glasfenster der Halle können einige der Anwesenden ihn bereits durch das heruntergelassene Autofenster erkennen: Raumfahrtlegende Buzz Aldrin gibt sich die Ehre. Wann hat man schon mal die Gelegenheit den Mann live zu erleben, der am 20. Juli 1969 zusammen mit Neil Armstrong als erste Menschen den Mond betrat?

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Zeitreise mit der Venus

6. Juni 2012


Venustransit 2004

Den Venustransit 2012 habe ich leider verpasst. Das lag aber eher am mistigen Wetter und der etwas unglücklichen Beobachtungsposition in Westeuropa, bei der der Transit bei Sonnenaufgang schon so gut wie wieder vorbei war. Also warten bis 2117?

Ich versuchs.

Es tröstet mich, dass ich bereits im Juni 2004 das Glück hatte, den Transit mit meinem Teleskop und einer kleinen Webcam zu beobachten. Ist der kleine schwarze Punkt nicht schön? Hat die Venus nicht tolle Rundungen?

Was das Auge nicht sieht…

5. Februar 2012


…lässt sich mit einer Kamera und ein bisschen Bildbearbeitung leicht sichtbar machen: Während die eisige Kälte eher nicht dazu einlädt, die Nächte draußen zu verbringen, ist für Sterne- und Planetengucker jetzt wieder Hochsaison. So habe ich mir die Tage wieder einmal den Mond vorgenommen. Die Aufnahme besteht aus 20 übereinander gelagerten Einzelbildern, bei denen anschließend die für das menschliche Auge nicht sichtbaren Farbinformationen, die in jedem Kamerabild schlummerten, per Bildbearbeitung verstärkt wurden. Damit wird die unterschiedliche Zusammensetzung der Mondoberfläche erst deutlich. Die bläulichen Bereiche sind im Gegensatz zu den rotbraunen Flächen reicher an Elementen wie Eisen, Titan oder Thorium.

Aufgenommen mit einer Canon 20D an einem 2032mm Celestron C8 Teleskop. Bild besteht aus 20 gestackten Einzelbildern.