Kategorie-Archiv: Astronomie

Zeitreise mit der Venus

Venustransit 2004

Den Venustransit 2012 habe ich leider verpasst. Das lag aber eher am mistigen Wetter und der etwas unglücklichen Beobachtungsposition in Westeuropa, bei der der Transit bei Sonnenaufgang schon so gut wie wieder vorbei war. Also warten bis 2117?

Ich versuchs.

Es tröstet mich, dass ich bereits im Juni 2004 das Glück hatte, den Transit mit meinem Teleskop und einer kleinen Webcam zu beobachten. Ist der kleine schwarze Punkt nicht schön? Hat die Venus nicht tolle Rundungen?

Was das Auge nicht sieht…

…lässt sich mit einer Kamera und ein bisschen Bildbearbeitung leicht sichtbar machen: Während die eisige Kälte eher nicht dazu einlädt, die Nächte draußen zu verbringen, ist für Sterne- und Planetengucker jetzt wieder Hochsaison. So habe ich mir die Tage wieder einmal den Mond vorgenommen. Die Aufnahme besteht aus 20 übereinander gelagerten Einzelbildern, bei denen anschließend die für das menschliche Auge nicht sichtbaren Farbinformationen, die in jedem Kamerabild schlummerten, per Bildbearbeitung verstärkt wurden. Damit wird die unterschiedliche Zusammensetzung der Mondoberfläche erst deutlich. Die bläulichen Bereiche sind im Gegensatz zu den rotbraunen Flächen reicher an Elementen wie Eisen, Titan oder Thorium.

Aufgenommen mit einer Canon 20D an einem 2032mm Celestron C8 Teleskop. Bild besteht aus 20 gestackten Einzelbildern.

Größenwahn

Für alle, die mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt werden müssen: Dieses Video führt uns anschaulich vor Augen, wie unbedeutend klein wir doch alle sind. Von wegen Mittelpunkt des Universums und so… Viel Spaß beim mickrig fühlen!

Quelle: morn1415 YouTube Channel. Erstellt mit Cinema4D und After Effects.

“First Light”

Die Nächte werden wieder kälter. Die perfekte Zeit, das Teleskop wieder herauszukramen, zu entstauben und auf dem Balkon aufzustellen. Ein erster Versuch mit der Digitalkamera am Teleskop heute Abend bei herrlichem Halbmond. “First Light” wie die Hobby-Astronomen sagen, wenn sie ihr Teleskop zum ersten Mal einsetzen. Bei mir zumindest das erste Mal in diesem Winter. Weitere Bilder bei Flickr, darunter auch ein Aktuelles vom Orionnebel M42.

Mond

Mars am östlichen Abendhimmel

MarsJeden Abend leuchtet zur Zeit für das Auge gut sichtbar ein heller Stern leicht rötlich nach Sonnenuntergang am östlichen Himmel: Es ist kein Stern, es ist der Mars. Unser Nachbarplanet ist zur Zeit nur rund 70,2 Millionen Kilometer von uns entfernt und mit Teleskopen sehr gut zu beobachten. Bei klarer Sicht und ruhiger Luft sind gute Aufnahmen möglich. Mein erster Versuch ist sicher noch verbesserungswürdig. Dennoch sind bereits jetzt schon unscharfe Oberflächenstrukturen anhand heller und dunkler Bereiche auszumachen.

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Partielle Sonnenfinsternis

Die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999 habe ich nur am Fernseher verfolgen können. Ein herzlichen Dank an die dicken Wolken, die schon so dunkel waren, dass man die Verdunkelung der Sonne kaum noch mitbekam. Als kleine “Entschädigung” war dann heute die partielle Sonnenfinsternis wenigstens wunderbar zu sehen. Und obendrein noch an einem Feiertag. Wenn das nichts ist.

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