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Mein allererstes “iPad”

Apple MessagePad (OMP)

Apple MessagePad (OMP)

Kaum ist Apples neues Wunderwerk im Handel, da geht’s los: Allenorts wird getestet, geschrieben, gebloggt, gekritelt, belächelt, beneidet, bewundert und verdammt. Kann das neue “iPad” die Erfolgsgeschichte von Apple fortsetzen? Kaum auf dem Markt kommen schon die ersten Negativmeldungen herein. Das iPad würde zu schnell überhitzen, sich automatisch abschalten und jedem hippen “Ich-wollte-mein-iPad-aber-ausschließlich-am Strand-zum-Filmegucken-haben”-Nutzer  die Laune vermiesen. Naja, es ist halt immer so, die “Early Adopters”, also die Vollpfosten die vor einem Apple Store drei Wochen vor Verkaufsstart campen gehen, zahlen meist nicht nur mehr Geld, sondern erhalten in der Regel auch ein technisch noch nicht zu 100 Prozent ausgereiftes Gerät.

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Ignoranz wider besseres Wissen

Stellen Sie sich mal folgendes vor: Es gäbe Menschen, die über das Telefon kostenlos Kinderpornos anbieten würden. Sie müssten nur im Telefonbuch nachschlagen und den richtigen Anbieter heraussuchen. Ein Anruf genügt um das Material zu erhalten. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, jemand würde Ihnen sagen, das beste Mittel gegen solche Verbrecher wären neue Telefonbücher, in denen die Rufnummern dieser Anbieter geändert wurden und auf eine automatische Ansage leiten. Dort würde dann jedem Anrufer gesagt, dass hier früher verbotene Kinderpornos erhältlich waren und das so etwas verboten sei. Sie würden dieser Person wahrscheinlich für verrückt erklären.

Aber genau so funktionieren die Zugangssperren, die unsere Politiker in Deutschland 2009 noch als die geeignete Maßnahme im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet angepriesen haben. Mittlerweile sind sie schlauer geworden und haben ihren Irrtum eingesehen (oder der Wahlkampf ist vorbei). Bei der EU in Brüssel scheint man von der Debatte leider nicht viel mitbekommen zu haben und so werden die Alten, längst überholten Ideen, wieder hervorgekramt und als geeignete Maßnahme im Kampf gegen Kinderpornografie angeführt. Aber auch einige Journalisten haben nichts gelernt:

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Die Neuerfindung der Netiquette

Unsere durchaus übereifrige Familienministerin Ursula von der Leyen lässt nicht locker: Wie ein Cowgirl auf einem wilden Rodeopferd versucht sie das ungestüme Tier “Internet” zu zähmen. Neben der üblichen Floskel, es dürfe kein “rechtsfreier Raum sein” – was es nie war – heute nun ihr neuester Einfall: Allgemein anerkannte Benimmregeln für Chats, Blogs und Foren, ach für das ganze Internet. Ziel müsse es sein, “gemeinsam mit den Verantwortlichen sowie jugendlichen Nutzern einen Verhaltenskodex zu entwickeln”, so von der Leyen im Interview mit der Rheinischen Post. Wer ein wenig netzkundig ist, darf jetzt stutzig werden. Benimmregeln fürs Internet? Gibts das nicht schon längst?

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Google vs. Verleger: Ohne Google 50 Prozent weniger Traffic

googlenewsIch gebe zu, manchmal beschleicht mich der Verdacht, ich habe irgendwas noch nicht ganz verstanden im Streit Verleger vs. Google.

Auch heute bin ich über eine Äußerung Hubert Burdas im Manager Magazin verwirrt. Da möchte er eine “faire” Beteiligung der Verlage an Googles Werbeeinahmen und sagt doch im gleichen Artikel, dass Google für rund die Hälfte des Traffics auf den Webseiten mit journalistischen Inhalten verantwortlich ist.

Verstehe ich das also richtig? Google sorgt dafür, dass die Artikel der Verlage überhaupt gefunden und – auf den Webseiten der Verlage -  gelesen werden, bringt den Verlagen also schon rund 50 Prozent der Leser frei Haus. Für diese tolle Gratisdienstleistung soll Google jetzt noch ein Schüppchen oben drauf legen und etwas von den eigenen Werbeeinnahmen abgeben? Können die Verlage nicht eher froh sein, dass sie überhaupt gefunden und gelesen werden? Das ist irgendwie so, als würde ich eine Beteiligung an den Werbeeinahmen für meinen Eintrag im Telefonbuch verlangen. Falls ich einem Denkfehler aufgesessen bin, bin ich für jede Erläuterung sehr dankbar! Falls nicht, erklär’ bitte jemand den Verlegern, wie das mit dem Internet so funktioniert…

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Politik meets Web 2.0: Die “vielseitige” Sabine B.

Obama konnte es, bei anderen wirkt es hilfos: In der Politik glaubt man offensichtlich, ich brauche nur im “Web 2.0″ mitzumischen und bin automatisch “hip”. Leider ist die wahre Intention, warum plötzlich alle Welt meint, ein Profil bei Facebook & Co. haben zu müssen, allzuoft durchschaubar. Es ist nicht unbedingt förderlich, zu offensichtlich als “Online-Rampensau” aufzutreten, wenn schnell erkennbar ist, dass man gar nicht an einer nachhaltigen und gegenseitigen Kommunikation in diesen Netzwerken interessiert ist, sondern nur modern erscheinen will.

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Peinliche Datenpanne bei DHL?

Sendungsverfolgung spuckt Paketlieferungen “aus der Nachbarschaft” aus

Neugierig ob die Nachbarschaft fleißig DHL Pakete bestellt? Offensichtlich liefert eine Datenpanne auf der Sendungsverfolgungsseite des Paketdienstes Auskunft. Wer im Feld Referenznummer eine beliebige Postleitzahl eingibt, und auf der Folgeseite diese Postleitzahl noch einmal wiederholt, bekommt eine Auflistung von Personen in dem Gebiet, die in den letzten Monaten Pakete in Empfang genommen haben. Mit vollem Vor- und Zunamen sowie der passenden Sendungsverfolgungsnummer. Weitere Daten, wie die genaue Anschrift des Empfängers oder den Absender verrät die Seite allerdings nicht. Nur dürfe es mit den bereits vorliegenden Daten kein Problem sein, weiteres in Erfahrung zu bringen. Ob es sich hierbei um eine vollständige Empfängerliste handelt, ist mir nicht bekannt. weiter »

Schlecht für den Blutdruck

Die etwas andere “Presseschau”

Jungejunge, ich kann verstehen, warum manche Menschen lieber Big-Brother gucken als Nachrichten schauen. Nur ein einziger Tag mit Radio, Fernsehen, Zeitung und Internet kann einem ganz schön die Laune vermiesen. Kaum sitze ich im Auto auf dem Weg zur Arbeit höre ich schon von den 17.000 Stasi-Spitzeln die immer noch unbeschwert ihren Dienst bei Regierungsstellen und Polizei verrichten. Im Büro gehts gleich weiter: Aus dem Internet erfahre ich von einem Radiointerview mit Ursula von der Leyen. Sie ist ja nun nicht das erste Mal wegen kreativer Deutung von Statistiken in die Kritik geraten. Aber das scheint sie nicht davon abzuhalten, weiterhin “Dünnpfiff” zu verbreiten: Diesmal möchte sie den Hörern weismachen, Indien habe keine Gesetze gegen Kinderpornografie. Erst vor kurzem hatte sich die Geschäftsführerin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Martina Krogmann zu weit aus dem Fenster gelehnt, als sie auf der verzweifelten Suche nach einem Argument für Netzsperren suggerierte, in Kasachstan würde Kindesmissbrauch nicht strafrechtlich verfolgt. (Der kasachische Botschafter war da ganz anderer Meinung). Wer berät diese Leute eigentlich, etwa Borat?

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Verbotsschwemme: Das Ende der Eigenverantwortung

Subjektiver Eindruck oder Tatsache? Die Politik überschlägt sich mit immer neuen Verbotsforderungen

“Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.” – so steht es im Artikel 2 des Grundgesetzes. Und dieses Recht auf freie Entfaltung bedeutet, dass ich mein Leben so gestalte, wie es  mir gefällt – auch wenn andere meinen Stil für unvernünftig halten. Im Falle von Minderjährigen sind es die Eltern, die immer noch die Hauptverantwortung für ihre Sprößlinge haben. Doch mit immer neuen Verbotsforderungen unter dem Etikett des Jugendschutzes untergräbt die Politik das notwendige Gespür der Eltern für eben diese Eigenverantwortung!

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