<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Dennis Knake &#124; Just my (2 Cent) &#187; Medien</title>
	<atom:link href="http://www.dennis-knake.de/category/medien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dennis-knake.de</link>
	<description>Ungefiltert, ohne Zucker</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 19:44:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Artikeldebatte im Netz: Die Vertreibung aus dem Paradies</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/08/26/artikeldebatte-im-netz-die-vertreibung-aus-dem-paradies/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/08/26/artikeldebatte-im-netz-die-vertreibung-aus-dem-paradies/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 09:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Artikeldebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Der Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Duden]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2413</guid>
		<description><![CDATA[<p>Früher, da war das Internet noch in Ordnung. Man konnte stundenlang im Web surfen, ohne von Werbebannern und hinterlistigen Abofallen behelligt zu werden. Man konnte disktutieren, ohne Abmahnungen zu fürchten. Man tauschte Musik mit Freunden, ohne ein Sondereinsatzkommando der Polizei zum Frühstück zu begrüßen. Es gab auch keine Politiker, die glaubten, das Internet mit &#8220;Verhaltensregeln&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher, da war das Internet noch in Ordnung. Man konnte stundenlang im Web surfen, ohne von Werbebannern und hinterlistigen Abofallen behelligt zu werden. Man konnte disktutieren, ohne Abmahnungen zu fürchten. Man tauschte Musik mit Freunden, ohne ein Sondereinsatzkommando der Polizei zum Frühstück zu begrüßen. Es gab auch keine Politiker, die glaubten, das Internet mit &#8220;Verhaltensregeln&#8221; <em>(das nannten wir Netiquette)</em>, &#8220;Notrufknöpfen&#8221; <em>(das nannten wir abuse-Mail)</em> und sinnfreien Stoppschildern<em> (das nannten wir dämlich)</em> neu erfinden zu müssen. Damals hieß meine Webseite auch schlicht und einfach noch <em>die Homepage</em>. Irgendwann kam dann eine neue Software, die alles etwas einfacher machte. Fortan nannte ich mein digitales Tagebuch Blog, die Kurzform von Weblog. Das Webtagebuch. <strong><em>Das Blog</em></strong>.</p>
<p><span id="more-2413"></span></p>
<p>Doch auch dies wollen uns die Neuankömmlinge im Netz nun madig machen. Wie Conquistadoren in einer neuen Welt besetzten sie das Web und veränderten es nach ihrem Gutdünken. Sie stellten neue Regeln auf und behaupteten, es habe nie welche gegeben. Sie hielten die Eingeborenen für gesetzlos und unorganisiert und zwangen ihnen ihre Lebensweise auf. Sie verseuchten einst lesbare Landschaften mit Nutzungshinweisen, Disclaimern, Bannern, Popups, lästigen Werbefilmchen, regionalen Einschränkungen und Unmengen von Spam. Sie verhängten Verbote und unterdrückten die einst freien Netizens in ihrer friedlichen freien Entfaltung. Und jetzt meinen sie auch noch, es müsse plötzlich <em>der Blog</em> heißen und nicht <em>das Blog</em>.</p>
<p>Fragt man einen &#8220;Der Blog&#8221;-Verfechter nach seinen Beweggründen warum denn <em>das Blog</em> so falsch sein soll, sind die Begründungen dünn bis skurril. Zugegeben, <a title="Das nicht der Blog" href="http://das-nicht-der-blog.blogspot.com/">seit 2006  erlaubt der Duden</a> beide Nutzungen, stellt aber <em>das Blog</em> an erster Stelle. Ich frage mich sowieso, was die Macher der deutschen Sprachbibel geritten hat, einem Blog auch den maskulinen Charakter zuzuschreiben.</p>
<p>Ein Kollege sagte mir kürzlich, <em>der Blog</em> klinge doch einfach viel besser. Nun, da bin ich anderer Meinung. Es klingt ungefähr genauso gut wie stumpfe Fingernägel auf einer verkrampft gehaltenen Hand, die genüßlich eine alte Schultafel herunterschrabbt.</p>
<p><strong>Dem Blockwart sein Blog</strong><br />
Heute morgen las ich dann eine ganz besonders skurrile Begründung: Es hieße ja auch schließlich &#8220;der Block&#8221;. Was, so frage ich mich, hat ein Block mit einem Blog gemein? Ist das etwa der lahme Versuch, das &#8220;Weblog&#8221; einem Schreibblock gleichzusetzen und somit das maskuline &#8220;der&#8221; herzuleiten? Wie man es auch dreht und wendet: Das &#8220;Log&#8221; in Blog kommt von &#8220;Logbuch&#8221; oder auf deutsch &#8220;Tagebuch&#8221;. Allein die Tatsache, dass man sein Tagebuch auch mit Hilfe eines Schreibblocks gestalten kann, macht daraus nicht <em>der Tagebuch</em>.</p>
<p><strong>Das Web und nicht der Web!</strong><br />
Wieso sagen wir eigentlich &#8220;das Web&#8221;? Weil sich Web von Netz herleitet. Ein Konstrukt, indem alles miteinander verbunden ist. Wie das Netz einer Spinne. Keiner würde auf die Idee kommen und behaupten, es handele sich hierbei um &#8220;der Web&#8221;. Auch wenn klangliche Ähnlichkeiten mit &#8220;Depp&#8221; nicht zu verleugnen sind.</p>
<p><strong>Die App und nicht das App!</strong><br />
Ich erinnere mich an eine Diskussion mit Kollegen, ob es denn &#8220;die&#8221; oder das &#8220;App&#8221; heiße. Und tatsächlich, auch hier wurde eine totale Unbefangenheit, gar Naivität im Umgang mit den Begrifflichkeiten deutlich. App ist schlicht die Kurzform für Applikation. <em>Die Applikation</em>. Ein anderes Wort für Applikation ist Software. <em>Die Software</em>. Oder auf deutsch: <em>das Computerprogramm</em>. Aber nur weil es <em>das</em> Programm ist, wäre niemals jemand auf die Idee gekommeen, <em>das Applikation</em> oder <em>das App</em> zu sagen.</p>
<p><strong>Willkommen in einer fremden Welt</strong><br />
Nun begründen andere die Rechtmäßigkeit von <em>der Blog</em> einfach damit, dass sich dies in gewissen Kreisen nun einfach durchgesetzt habe und der Duden nicht die deutsche Sprache definiert, sondern die real gesprochene Sprache auch abbilde. Aber welche Kreise sind das? Soweit ich es sehe kommt <em>der Blog</em> von all denjenigen, die das Internet nicht mit der Muttermilch aufgesaugt haben.</p>
<p>Es kommt von denen, die jetzt erst ihre ersten wackeligen Schritte in Sachen Internet, digitale Kommunikation oder Austausch mittels Social Media Plattformen machen. Man würde sie ja gerne herzlich willkommen heißen, aber sie trampeln umher wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen.</p>
<p>Ihnen ist die digitale Welt, ihre Bräuche und Sitten noch fremd. Und sie haben auch kein Gespür für die Begrifflichkeiten dieses Universums, die Assoziationen, die gewachsenen Strukturen und Herleitungen aus der realen Welt. Für sie sind Begriffe wie &#8220;Blog&#8221; oder &#8220;App&#8221; alles tote Kunstwörter ohne tieferen Sinn. Und genau deshalb geben sie ihnen diese falschen Artikel.</p>
<p>Schon jetzt zeigen Umfragen auf Facebook, dass die Mehrheit in Richtung <em>der Blog</em> tendiert. Aber die Mehrheit der Deutschen Zeitungsleser liest auch BILD. Trotzdem wird dieses Blatt dadurch nicht richtiger.</p>
<p>Wie man es dreht und wendet: <em>Das Blog</em> ist die einzig richtige Antwort auf die Frage nach einem Artikel. Und das wird sich nur dann ändern, wenn die fremden Eroberer die digitalen Eingeborenen aus ihrem einstiegen Paradies endgültig vertrieben haben und die nachgewachsene Generation den falschen Artikel kritiklos übernimmt.</p>
<p>Für uns Alteingesessene birgt es vielleicht auch Chancen: An der Verwendung des falschen Artikels erkennen wir sofort, ob wir einem Blender gegenüberstehen, wenn uns mal wieder einer seine Dienste als Internet-Vollprofi verkaufen will.</p>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2413&amp;md5=66f346faf6c44cf5848292ae7355e379" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/08/26/artikeldebatte-im-netz-die-vertreibung-aus-dem-paradies/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Social Web ist keine Einbahnstraße</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/07/24/social-web-ist-keine-einbahnstrase/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/07/24/social-web-ist-keine-einbahnstrase/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 09:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Fuldaer Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Schermer]]></category>
		<category><![CDATA[Oslo]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Terroranschlag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2391</guid>
		<description><![CDATA["Man muss die Freiheit einschränken, um die zu verteidigen": Die Fuldaer Zeitung löscht nicht nur ihre eigenen peinlichen Kommentare ihrer Redakteure aus ihrem Einflussbereich, sie ist auch auf Facebook offenbar an keiner Diskussion mit ihren Lesern interessiert sondern bemüht sich lieber um ein sauberes und klinisch reines Erscheinungsbild. So funktioniert das Social Web aber nicht. Ein kleiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/feige_zeitung.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2391]"><img class="alignleft size-full wp-image-2392" title="Feige Zeitung" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/feige_zeitung.jpg" alt="Feige Zeitung" width="179" height="178" /></a>Nachdem die Fuldaer Zeitung einen unsäglichen Kommentar zu dem Attentat in Oslo ihres Redakteurs Manfred Schermer wortlos aus dem Internet gelöscht hat, ist sie offenbar bemüht, sämtliche Spuren der Kritik aus ihrem Einflussbereich zu entfernen.</p>
<p>Kurze Erinnerung: Schermer lamentierte ohne Kenntnis der Faktenlage vom &#8220;feigen islamistischen Terrorpack&#8221; und warb für die Einschränkung unserer Freiheit, da sie nur so zu schützen sei. Ganz im Gegensatz zu Norwegens König Harald, der am Tag nach dem Anschlag betonte, dass Freiheit immer über Angst siegen müsse.<span id="more-2391"></span></p>
<p>Als man in Fulda ob des peinlichen Kommentars gewahr wurde, verschwand dieser spurlos von deren Webseite, aber nicht spurlos aus dem Web. Stefan Niggemeier nahm die heimliche Löschung zum Anlass<a title="Stefan Niggemeier: Feiges Journalistenpack" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/feiges-journalistenpack/" target="_blank"> einer harschen Kritik</a>.</p>
<p>Ich habe es anschließend mal auf Facebook versucht, denn warum präsentiert man sich dort, wenn nicht zum Dialog? Facebook ist kein Homepage Ersatz, sondern eine Dialogplattform. Doch Pustekuchen. Die Fuldaer Zeitung versteht das Medium offenbar auch nur als Einbahnstraße um die Welt mit ihrem Content zu beglücken und löschte auch meinen Kommentar wortlos aus ihrer Timeline. Sich einfach taub stellen ist nicht nur Feige, man hat auch die Funktion des Social Web nicht verstanden.</p>
<div id="attachment_2393" class="wp-caption alignnone" style="width: 530px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/fuldaer_zeitung_kritik.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2391]"><img class="size-full wp-image-2393" title="FZ Diskussionsversuch auf Facebook" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/fuldaer_zeitung_kritik.jpg" alt="FZ Diskussionsversuch auf Facebook" width="520" height="440" /></a><p class="wp-caption-text">Am frühen Samstagmorgen gegen 1 Uhr kommentierte ich auf der Facebook-Seite der FZ den Kommentar von Manfred Schermer, den die FZ bereits hatte wortlos verschwinden lassen und verwies auf den Beitrag von Stefan Niggemeier.</p></div>
<div id="attachment_2394" class="wp-caption alignnone" style="width: 530px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/dude_my_comment.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2391]"><img class="size-full wp-image-2394" title="Gelöschter Kommentar" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/dude_my_comment.jpg" alt="Gelöschter Kommentar" width="520" height="473" /></a><p class="wp-caption-text">... doch statt sich ihren Lesern auf Facebook zu stellen, präsentierte die FZ am Samstagvormittag wieder einen aufgeräumten Facebook-Auftritt. Nur den &quot;Like&quot;, den ich um überhaupt kommentieren zu können abgeben musste, hat die Zeitung brav kassiert. Screenshot: Facebook Seite FZ</p></div>
<div id="attachment_2395" class="wp-caption alignnone" style="width: 529px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/fz_kommentar.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2391]"><img class="size-full wp-image-2395" title="Weiterer Kommentar" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/fz_kommentar.jpg" alt="Weiterer Kommentar" width="519" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">...auf anderen Lesern stößt das Löschverhalten der FZ sauer auf....</p></div>
<p><strong>Update: 13:36h</strong><br />
Weil Social Web eben Social Web ist, dauerte es nicht lange, bis die Diskussion auf der Facebook Seite der Fuldaer Zeitung wieder aufflammte. Auch ich habe es dann noch einmal versucht. Und siehe da, diesesmal reagierte die Redaktion.</p>
<blockquote><p>Der betreffende Beitrag des Herrn Schermer wurde auf Grund der neuen Faktenlage vom Administrator entfernt. Er war unpassend. Wir bitten um Entschuldigung! Bitte geben Sie uns Zeit und Gelegenheit für eine angemessene Reaktion.</p></blockquote>
<p>Das ist es, was Social Web ausmacht. Dialog mit dem Leser. Aus Sicht der Redaktion wurde man von den Ereignissen überrannt und hatte sich vor einer angemessenen Reaktion daher lieber entschlossen, den betreffenden Kommentar ihres Redakteurs kommentarlos von der Homepage zu löschen. Das erklärt zwar noch nicht das Verschwinden meines und vielleicht auch anderer Facebook-Kommentare, aber es ist ein Anfang. Jetzt heißt es abwarten auf die Reaktion, um die sich die FZ noch ein wenig Zeit erbat. Kein Problem.</p>
<div id="attachment_2400" class="wp-caption alignnone" style="width: 529px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/fuldaer_zeitung_reaktion.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2391]"><img class="size-full wp-image-2400" title="Fuldaer Zeitung Reaktion" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/fuldaer_zeitung_reaktion.jpg" alt="Fuldaer Zeitung Reaktion" width="519" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Am Samstagmittag dann doch eine erste Reaktion.</p></div>
<p><strong>Update 23:18h</strong><br />
Am Sonntagabend erreicht mich dann ein Link. <a title="Fuldaer Zeitung Stellungnahme" href="http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/uberregional/politik/Thema-In-eigener-Sache;art276,430980" target="_blank">Die Fuldaer Zeitung nimmt Stellung</a> zu ihrem Oslo-Kommentar und entschuldigt sich. Respekt.</p>
<blockquote><p>Wir möchten an dieser Stelle um Entschuldigung bitten, dass wir Indizien falsch interpretiert und Vermutungen anstelle von Fakten gesetzt haben. Dies geschah im Verlauf hektischer Arbeitsstunden. Es hätte nicht geschehen dürfen.</p></blockquote>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2391&amp;md5=f2812db3a58dd2b0b03087b3f2acdd20" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/07/24/social-web-ist-keine-einbahnstrase/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Attentat von Oslo: Qualitätsjournalismus weggebombt</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/07/23/attentat-von-oslo-qualitatsjournalismus-weggebombt/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/07/23/attentat-von-oslo-qualitatsjournalismus-weggebombt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 14:25:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Attentat]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Oslo]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2373</guid>
		<description><![CDATA[Nur Minuten nach dem Attentat von Oslo schießen die Spekulationen ins Kraut. Schnell zerren die Medien einen Hauptverdächtigen ins Rampenlicht: Der islamistische Terror. Ohne Fakten zu haben wird wild spekuliert. Bei dem Attetat von Oslo wurde auch der Qualitätsjournalismus [...]
Ähnliche Beiträge<ol>
<li><a href='http://www.dennis-knake.de/2011/07/24/social-web-ist-keine-einbahnstrase/' rel='bookmark' title='Social Web ist keine Einbahnstraße'>Social Web ist keine Einbahnstraße</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/holzweg.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2373]"><img class="alignleft size-full wp-image-2385" title="Auf dem Holzweg © Dennis Knake" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/holzweg.jpg" alt="Auf dem Holzweg © Dennis Knake" width="200" height="275" /></a>Als mich gestern die Bilder aus Oslo erreichten, teilte ich meinen ersten Gedanken in der neuen Social Media Plattform Google+:  <a title="Kommentar auf Google+" href="https://plus.google.com/110639671966403694747/posts/i5snhn72aDR?hl=de" target="_blank"><em>„Dieses Bild aus Oslo erinnert mich ein wenig an Oklahoma :-/“</em></a>. Zu sehen war eine zerstörte Hochhausfront und unzähliger Schutt vor dem Gebäude.</p>
<p>Wie nah ich damit auch dem Hintergrund des Terroranschlags kam, war mir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bewusst. Wie wohl viele andere auch, hatte ich gleich Islamisten in Verdacht. Doch am Ende war der Vergleich mit Oklahoma viel zutreffender. Wie jetzt der Attentäter von Norwegen war es auch am 19. April 1995 kein böser Moslem, der die Bombe vor dem Murrah Fedaral Building in Oklahoma City zündete und damit 168 Menschen tötete, sondern ein rechtsradikaler Fanatiker.</p>
<p>Innerlich so voreilige Schlüsse zu ziehen ist eine Sache. Sie lassen sich im Stillen revidieren, überdenken. Doch wenn &#8211; wie gestern geschehen – Journalisten, Moderatoren und unzählige angebliche Terrorexperten schon kurz nach dem Anschlag ohne Kenntnis weiterer Fakten über dschihadistischen Terror schwadronieren und damit ein vorbestimmtes Weltbild in den Köpfen ihrer Zuschauer zementieren, hat das eine ganz andere Qualität.</p>
<p><span id="more-2373"></span>Während die Nachrichtensprecher des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera International gestern nicht müde wurden, zu betonen, dass man noch keinerlei Fakten und Hintergründe zu den möglichen Hintergründen des Terroranschlags von Oslo habe, sah das auf westlichen Fernsehstationen schon ganz anders aus.</p>
<p><strong>Mangelnde Distanz zwischen Fakten und Vermutung</strong></p>
<p>Gegen halb acht am Abend las ein Moderator des deutschen Nachrichtensenders n-tv aus nicht näher genannten Internetforen anonyme Hasspostings vor, die den Anschlag von Oslo als islamische Tat bejubelten und suggerierte dem Zuschauer damit bereits eine Art „Bekennerschreiben“. Wer wollte danach noch Zweifel hegen, dass es nicht der „böse Muselmane“ war.</p>
<p>Auch andere Stationen karrten eiligst irgendwelche Terrorismusexperten heran, die über die möglichen Hintergründe spekulierten: Norwegen sei als NATO Mitglied in Libyen aktiv und spiele auch eine wichtige Rolle im Afghanistan-Krieg. Da sei es durchaus möglich, zum Ziel von Attentätern zu werden. Wow, was für eine bahnbrechende Erkenntnis!</p>
<p>Waren das nicht auch meine ersten Gedanken, die ich als Laie und halbwegs interessierter Nachrichtenkonsument hegte? Danke, dass das noch jemand laut ausgesprochen hat. Dann muss es ja stimmen.</p>
<p>Ich erinnere mich lediglich an einen „Experten“ auf Phoenix, der zwar zugab, dass der Freitag als Anschlagstag auf einen islamistischen Hintergrund deuten könne, ihn aber die Wahl des Ziels stutzig mache. Ein Anschlag in einem zu dieser Zeit nicht mehr sehr belebtes Büroviertel der Innenstadt? Das passe so gar nicht in das Schema eines Islamisten, der es ja darauf anlege, möglichst viele Opfer zu verursachen. Hört hört, erste Zweifel? Leider auf einem Sender, den die Masse im Volk wohl kaum erreicht.</p>
<p><strong>Ein kleiner Satz Fakten, ein ganzer Absatz Spekulation<br />
</strong></p>
<p>Und so ist es wenig verwunderlich, das fortan an Bild es islamistischen Terrors die Runde macht.</p>
<p>Schon kurz nach dem Anschlag erscheint <a title="GdP Meldung als Screenshot" href="http://www.webpagescreenshot.info/img/10553-723201122226AM" target="_blank">eine Meldung auf der Webseite der Gewerkschaft der Polizei</a>, in dem die GdP zu erhöhter Wachsamkeit aufruft. In der nur zwei Absätze langen Meldung beschäftigt man sich ganze zwei Drittel mit der Vermutung, es handele sich um einen islamistischen Anschlag und phantasiert auch mögliche Zusammenhänge mit dem 10. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA zusammen. Auch wenn der Anschlag von Oslo dann irgendwie zwei Monate zu früh statt gefunden hat.</p>
<p>Auch die <a title="Presseportal: Kommentar Mitteldeutsche Zeitung" href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2083701/mitteldeutsche-zeitung-kommentar-zu-norwegen" target="_blank">Mitteldeutsche Zeitung beschäftigt sich in einem Kommentar</a> zum Anschlag ausschließlich mit islamistischem Terror. Lediglich der erste Satz <em>„Das skandinavische Königreich ist zum Ziel von Attentaten geworden.“</em> basiert auf unbestreitbaren Fakten. Der komplette Rest: reine Spekulation.</p>
<p>Die <a title="RP-Online: Der Terror ist zurück in Europa" href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Der-Terror-ist-zurueck-in-Europa_aid_1015386.html" target="_blank">Rheinische Post aus Düsseldorf</a> macht es nicht viel besser. <em>„Der Terror ist zurück in Europa“</em> titelt das Blatt am Freitagabend und beschäftigt sich in der ersten Hälfte des Beitrags mit dem Alibi-Hinweis, dass man ja eigentlich noch gar nichts genaues wisse. In der zweiten Hälfte geht es dann aber unbeirrt nur um islamistischen Terror. Bedeutungsschwanger schließt der Artikel mit <em>„Es hat Oslo getroffen, aber täuschen wir uns nicht: Es hätte auch Berlin sein können.“</em></p>
<p>Selbst nachdem die Fakten auf dem Tisch liegen, <a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bombe-vor-regierungsgebaeude-in-oslo-und-schiesserei-in-jugendcamp-tote-terror-erschuettert-norwegen-1.1123827" target="_blank">kann es die Süddeutsche Zeitung nicht lassen</a>: Statt sich über wachsende Radikalisierung rechter Gruppierungen in Europa Gedanken zu machen, wird sie nicht müde, Beispiele islamistisch motivierter Terroranschläge aufzuzählen. Es wirkt fast schon so, als wolle man sich für den Irrtum rechtfertigen, da doch ein islamistischer Hintergrund viel naheliegender sei.</p>
<p>Fakt ist aber, dass von 249 Terroranschlägen die 2010 in Europa registriert wurden nur ganze drei einen islamistischen Hintergrund hatten. Die Mehrzahl der Anschlage gehen dabei aus separatistische Bewegungen zurück. <em>(Quelle: <a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/TerrorismusreportEuropol2010.pdf">Terrorismusreport Europol 2010</a>).</em></p>
<p>Die Onlineausgabe des Österreichischen Standard hingegen sticht aus all der Terror-Kakophonie positiv heraus. In <a title="Standard.at: Der Moslem war's" href="http://derstandard.at/1310511975907/Terror-in-Norwegen-Der-Moslem-wars" target="_blank">&#8220;Der Moslem war&#8217;s&#8221;</a> kritisiert Redakteur Michael Vosatka die voreilige Gerüchteküche der internationalen Presse und lobt die Zurückhaltung der norwegischen Behörden.</p>
<p><strong>Ganz klar, der Moslem war&#8217;s</strong></p>
<p>Doch in den zahlreichen Kommentarforen der Online Nachrichtenmagazine hatte der Pöbel bereits sein Urteil gefällt. Der Moslem wars, ganz klar.</p>
<p>Das Blog „Politically Incorrect“, eine Brutstätte islamophober Verschwörungstheorien titelte dann auch gleich <em>„<a title="PI-News" href="http://www.pi-news.net/2011/07/warum-bombt-islam-ausgerechnet-in-oslo/" target="_blank">Warum bombt Islam ausgerechnet in Oslo?</a>“</em>  und stellte die waghalsigsten Vermutugen auf.</p>
<p>Einen Tag später tut man sich schwer mit der Wahrheit. Da ist plötzlich nicht mehr von Terror die Rede. Als klar wird, dass es sich um einen blonden <del>blauäugigen</del> Norweger handelt, rechtsradikal und fanatisch, wird der Anschlag mit über 90 Toten plötzlich zu einem <a title="PI-News" href="http://www.pi-news.net/2011/07/korrektur-amoklauf-norwegen-87-tote/" target="_blank">Amoklauf &#8220;korrigiert&#8221;</a>, als Einzeltat eines Irren. Obwohl auch das noch längst nicht klar ist.</p>
<p>Schonmal aufgefallen? Wenn es Islamisten sind, ist es Terror. Sind es Rechtsradikale, spricht man landauf landab gerne von irren Einzeltätern. Das war in Deutschland schon damals zu RAF-Zeiten so, bei dem jeder linksmotivierte Anschlag &#8220;RAF-Nah&#8221; war, jeder von Rechts ein verwirrter Einzeltäter.</p>
<p>Auch in den Kommentaren tun sich die PI-Jünger schwer mit der Wahrheit. „<em>Schade, dass es ein blonder Irrer war“</em>, zeigt sich ein Kommentator offen enttäuscht, als hätte ihn ein Anschlag von islamistischer Seite geradezu erfreut.</p>
<p>Liest man die weiteren Beiträge, kann man das laute Klirren geradezu hören, mit dem das verbohrte Weltbild der islamophoben Verschwörungstheoretiker soeben zerbrochen ist.</p>
<div id="attachment_2375" class="wp-caption aligncenter" style="width: 530px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/stereotype.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2373]"><img class="size-full wp-image-2375" title="Stereotype Feindbilder gestern und heute" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/stereotype.jpg" alt="Stereotype Feindbilder gestern und heute" width="520" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Wehret den Anfängen: Stereotype Feindbilder gestern und heute.</p></div>
<p>Aber was will man den Leuten schon vorwerfen? Was sich hier im Web hinter dem Schutz vermeintlicher Anonymität offen zeigt, ist das Ergebnis jahrelanger rechtspopulistischer Vergiftung durch all die Fortuyns, Haiders, Straches, Wilders oder Sarrazins.</p>
<p>All diejenigen Stammtisch-Schwadronierer, die mit ihrer vorgeblichen „Law and Order“-Rhetorik die so genannten „<a title="Wikipedia: Modernisierungsverlierer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Modernisierungsverlierer" target="_blank">Modernisierungsverlierer</a>“ am rechten Rand aufsammeln und mit ihren Thesen die Volksseele Schritt für Schritt vergiften.</p>
<p>Was man in Deutschland aus gutem Grund über Juden nicht ungestraft sagen darf, wird in Bezug auf andere längst akzeptiert, ist hoffähig geworden. Merke: Auch Thilo Sarrazin konnte jahrelang über Türken, Araber, Afrikaner und „kleine Kopftuchmädchen“ pöbeln, bis ihn erst die Postulierung eines „Juden-Gens“ entgültig zu Fall brachte.</p>
<p>Wenn wie gestern geschehen die versammelten Qualitätsmedien ohne und sogar mit Kenntnis der Faktenlage weiter mit dem Finger auf islamistischen Terror zeigen, ist mit dem Journalismus ganz gehörig was faul.</p>
<p>Neben all den unschuldigen Opfern, die das Attentat von Norwegen auf dem Gewissen hat, wurde gestern auch der Qualitätsjournalismus weggebombt.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Eine Betrachtung der Boulevardmedien habe ich bewußt vermieden, da es dort ohnehin keinen Anspruch auf Qualitätsjournalismus gibt. So titelt die britische Sun heute in ihrer Printausgabe: &#8220;<a title="The Sun Frontpage" href="http://twitpic.com/5u6n2l">Al-Quaeda Massacre: Norways 9/11</a>&#8220;. Soviel Ignoranz ist schon Kriminell. Und dabei habe ich gehofft, Murdoch habe aus seinem News Of The World-Desaster vielleicht gelernt&#8230;</p>
<p><strong>Update 23:27 Uhr</strong><br />
Was unterscheidet einen Journalisten der Fuldaer Zeitung von einem König? Während der Journalist in seinem voreiligen Kommentar (<a title="Google Cache: Fuldaer Zeitung" href="http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/uberregional/politik/Thema-Keine-Entwarnung;art276,430634" target="_blank">Original nur noch im Google-Chache lesbar</a>) Islamisten zur Verantwortung zieht und meint, man müsse unsere Freiheit beschneiden, um sie zu schützen, sagt Norwegens König heute &#8220;Freiheit ist stärker als Angst&#8221; und beweist damit wahre Größe. Ich würde mal sagen: Journalist 0: König 1. Die Fuldaer Zeitung löschte am frühen Abend ihren Beitrag wortlos. Stefan Niggemeier bringt es in seiner Bewertung auf den Punkt &#8220;<a title="Stefan Niggemeier: Feiges Journalistenpack" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/feiges-journalistenpack/" target="_blank">Feiges Journalistenpack</a>!&#8221;</p>
<p>Mittlerweile ziehen die Gazetten ihre nächste immer wieder gern genommene Trumpfkarte aus dem Hut: Wenn schon der Islamist nicht zieht, dann eben das <a title="BZ: Anders B. Breivik (32), der über 90 Menschen tötete, sah sich als Schöngeist und spielte Killerspiele." href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/so-wollte-der-todesschuetze-gesehen-werden-article1233023.html" target="_blank">Internet und die bösen Killerspiele</a>. Cool, die Diskussions hatten wir ja seit Winnenden nicht mehr. In der Politik geht man auch schon mit ersten <a title="Verfassungschutz: Täter oft durch Internet radikalisiert" href="https://plus.google.com/101352291873111875451/posts/ZoUyFo5HBym?hl=de" target="_blank">Anschuldigungen in Richtung Internet in Stellung.</a> Um eine Analogie zu einem <a title="Sparkassenwerbung &quot;Bunte Fähnchen&quot;" href="http://www.youtube.com/watch?v=0XHkWk7G0E8" target="_blank">bekannten Werbespot</a> zu bringen: Bei der 08/15-Bank, der nichts Originelles mehr einfallen will, hätte es geheißen: &#8220;Wir machen das mit den Fähnchen.&#8221;</p>
<p>Da die Fuldaer Zeitung auch einen Facebook-Auftritt hat, konnte ich mir nicht verkneifen, hier mal die Kritikfähigkeit zu testen und habe <a title="Fuldaer Zeitung auf Facebook: Kritik" href="http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=222826664429317&amp;id=162547827109989" target="_blank">dort den Stefan Niggemeier Artikel verlinkt</a>. Mal schauen was passiert.</p>
<p><strong>Surftipps aus der Blogosphäre:</strong></p>
<ul>
<li>Christian Sickendieck: <a title="Oslo, Anders Behring Breivik und das Versagen der Medien" href="http://www.fixmbr.de/oslo-anders-behring-breivik-und-das-versagen-der-medien/" rel="bookmark" target="_blank">Oslo, Anders Behring Breivik und das Versagen der Medien</a></li>
<li>Jacob Jung: <a title="Jacob Jung" href="http://jacobjung.wordpress.com/2011/07/23/terror-in-oslo-im-zweifel-war%E2%80%99s-ein-islamist/" target="_blank">Terror in Oslo &#8211; Im Zweifel wars ein Islamist</a></li>
<li>Der Lindwurm: <a title="Ein Weckruf aus Oslo" href="http://lindwurm.wordpress.com/2011/07/23/ein-weckruf-aus-oslo/" target="_blank">Ein Weckruf aus Oslo</a></li>
<li>Karim El-Gawhary: <a title="Karim El-Gawhary: Plädoyer zur Abschaffung des Terror-Experten" href="http://blogs.taz.de/arabesken/2011/07/23/plaedoyer_zur_abschaffung_des_berufstand_des_terrorexperten_selten_lagen_so_viele_so_schnell_auf_dem_holzweg/" target="_blank">Plädoyer zur Abschaffung des Terror-Experten</a></li>
</ul>
<p>Ähnliche Beiträge<ol>
<li><a href='http://www.dennis-knake.de/2011/07/24/social-web-ist-keine-einbahnstrase/' rel='bookmark' title='Social Web ist keine Einbahnstraße'>Social Web ist keine Einbahnstraße</a></li>
</ol></p> <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2373&amp;md5=2e510f8239e795ae575168d9c6b3b9e7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/07/23/attentat-von-oslo-qualitatsjournalismus-weggebombt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Provinzposse Reloaded</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/07/22/provinzposse-reloaded/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/07/22/provinzposse-reloaded/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 10:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ostfriesland]]></category>
		<category><![CDATA[Pektumer Deichvorland]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2354</guid>
		<description><![CDATA[Frei nach dem Motto "hat man keine Nachrichten, erfindet man sich welche", wird nun eine jahrelange Provinzposse im ostfriesischen Emden aufgewärmt. So präsentiert die Ostfriesen-Zeitung eine mindestens vier Jahre altes Graffiti als neuerliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frei nach dem Motto &#8220;hat man keine Nachrichten, erfindet man sich welche&#8221;, wird nun eine jahrelange Provinzposse im ostfriesischen Emden aufgewärmt. Dort wettert seit Jahren ein FDP-Regionalpolitiker gegen die Sperrung eines Weges, der durch das Naturschutzgebiet &#8220;<a title="Provinzposse Reloaded" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Petkumer_Deichvorland" target="_blank">Petkumer Deichvorland</a>&#8221; führt. In dem rund 200 Hektar großen Areal brüten und rasten alljährlich seltene Vogelarten. Die will man mit der Sperrung unbehelligt lassen. Nur in der Sommerzeit vom 15. Juli bis 30. September ist das Betreten für Fußgänger und Radfahrer erlaubt. Als ob gerade erst geschehen, präsentiert die Ostfriesen-Zeitung zu Beginn der diesjährigen Öffnungsperiode die Titelzeile <em>&#8220;Wieder Streit um Teekabfuhrweg &#8211; Schmierereien an der Pforte&#8221;</em>. Abgebildet wird ein Foto des Weges, auf dem Unbekannte einen Spruch an den Eingang gemalt haben. Dazu schreibt die Zeitung<em> &#8220;Jetzt haben Unbekannte den Weg [...] beschmiert&#8221;</em>.</p>
<div id="attachment_2356" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/ostfriesen_zeitung.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2354]"><img class="size-full wp-image-2356" title="Provinzposse Reloaded" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/07/ostfriesen_zeitung.jpg" alt="Provinzposse Reloaded" width="500" height="313" /></a><p class="wp-caption-text">In Ostfriesland ticken die Uhren eben etwas langsamer. Die OZ präsentiert ihren Lesern am 22. Juli 2011 eine mindestens vier Jahre alte &quot;Malerei&quot; als News. Ausschnitt: Ostfriesen-Zeitung</p></div>
<p>Auch der streitbare FDP-Politiker <a title="Erich Bolinius auf petkum.de" href="http://www.petkum.de/Bolinius/bolinius.html" target="_blank">Erich Bolinius</a> wird brandaktuell als &#8220;empört&#8221; über diese &#8220;Schmiererein&#8221; zitiert. Das Problem: Der Slogan steht seit mindestens drei Jahren in den Teer geschrieben. Auch Bolinius weiss das. Auf der <a title="FDP Kreisverband" href="http://www.fdp-emden.de/index.php?sid=sbt1133&amp;eid=3637" target="_blank">Webseite des FDP-Kreisverbandes</a> hatte er sich dazu bereits 2008 geäußert. Entweder spekuliert die Ostfriesen Zeitung mit der Vergesslichkeit ihrer Leser oder sie ist selbst vergesslich und tischt olle Kamellen als neuen Streit auf. Passt ja grad auch so schön ins ostfriesische Sommerloch, denn um das Naturschutzgebiet zankt man sich dort schon seit Jahren. Oft geraten dabei auch die Verfechter des Schutzgebietes in die Schusslinie. So wurden bereits öfter <a title="Ostfriesen-Zeitung: Jetzt wirds kriminell" href="http://www.oz-online.de/index.php?id=145&amp;tx_ttnews[tt_news]=11715&amp;cHash=ed7b41e551&amp;ftu=0c1eb7e5f0" target="_blank">Zäune zerstört, Schilder beschossen und auch Autos von Naturschützern zerkratzt</a>.</p>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2354&amp;md5=648263c7d7dc7666a27faa3098a43188" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/07/22/provinzposse-reloaded/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Legenden sterben nie</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/05/28/legenden-sterben-nie/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/05/28/legenden-sterben-nie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 May 2011 13:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[X-33]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2324</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Hacker-Angriff auf den US-Luftfahrt und -Rüstungskonzern Lockheed Martin macht die Runde. Ob und welche Daten die Angreifer dabei entwenden konnten, ist nicht ganz klar. Offenbar galt der Angriff zunächst bestimmten Sicherheitsschlüsseln, um damit später Zugriff zu sensiblen Systeme zu erlangen. Die Süddeutsche Zeitung fragt in ihrem Beitrag: &#8220;Haben die Hacker sensible Daten über neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hacker-Angriff auf den US-Luftfahrt und -Rüstungskonzern Lockheed Martin macht die Runde. Ob und welche Daten die Angreifer dabei entwenden konnten, ist nicht ganz klar. Offenbar galt der Angriff zunächst bestimmten Sicherheitsschlüsseln, um damit später Zugriff zu sensiblen Systeme zu erlangen. Die Süddeutsche Zeitung fragt in ihrem Beitrag: &#8220;<a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/digital/cyber-attacke-hacker-greifen-ruestungsfirmen-an-1.1102767" target="_blank">Haben die Hacker sensible Daten über neue geheime Waffensysteme gestohlen?</a>&#8221; &#8211; und präsentiert dem Leser das computeranimierte Foto eines futuristischen Raumschiffs.</p>
<div id="attachment_2325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/x33.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2324]"><img class="size-full wp-image-2325" title="X-33 &quot;Venture Star&quot;" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/x33.jpg" alt="X-33 &quot;Venture Star&quot;" width="550" height="372" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Screenshot Süddeutsche Zeitung</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Sieht zwar gut aus, hat aber einen Haken. Die X-33 wird es so wohl nie geben. Auch zehn Jahre, nachdem die US-Regierung aufgrund explodierender Kosten das X-33 Venture Star Programm eingestampft hat, ist die Legende nicht totzukriegen, die X-33 werde das nächste Raumfahrtzeug der NASA.</p>
<p><span id="more-2324"></span>Richtig ist, dass Lockheed Martin weitere Tests mit einer viel kleineren Variante der X-33 durchgeführt hat. Zuletzt 2009. Aus dieser Zeit ist auch das gezeigte Bild. Richtig ist auch, dass die US-Regierung die Entwicklung eines Space Shuttle Nachfolgers in Auftrag gegeben hat. Bislang firmiert es unter dem Namen &#8220;<a title="MPCV" href="http://www.nasa.gov/exploration/systems/mpcv/" target="_blank">Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV)</a>&#8220;, was &#8211; etwas frei übersetzt &#8211; soviel wie &#8220;Bemanntes Mehrzweck Vehikel&#8221; bedeutet und mit einer <a title="NASA: MPCV Exploration Vehicle" href="http://www.nasa.gov/exploration/systems/mpcv/explore.html" target="_blank">Rakete ins All geschossen</a> werden soll. Dieses neue Raumschiff ähnelt äußerlich aber eher der Mondlandefähre von 1969, als der futuristischen X-33. Macht optisch natürlich nicht soviel her.</p>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2324&amp;md5=2d9625f0646bb740962b4a6bc5dbc2ca" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/05/28/legenden-sterben-nie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gurkentruppe</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/05/27/gurkentruppe/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/05/27/gurkentruppe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 12:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[EHEC]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2303</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Thema füllt derzeit wieder besonders häufig die Schlagzeilen der Gazetten: EHEC, das Killerbakterium, das mit der Rohkost kam. EHEC, das steht für Enterohämorrhagische Escherichia coli und bezeichnet eine für Menschen gefährliche Variante des Escherichia coli Darmbakteriums. Während letzteres zu unserer natürlichen Darmflora gehört, löst die enterohämorrhagische Variante eine gefährliche Durchfallerkrankung mit Nierenversagen aus. EHEC [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema füllt derzeit wieder besonders häufig die Schlagzeilen der Gazetten: EHEC, das Killerbakterium, das mit der Rohkost kam. EHEC, das steht für <em><strong>E</strong>ntero<strong>h</strong>ämorrhagische <strong>E</strong>scherichia <strong>c</strong>oli</em> und bezeichnet eine für Menschen gefährliche Variante des <em>Escherichia coli</em> Darmbakteriums. Während letzteres zu unserer natürlichen Darmflora gehört, löst die enterohämorrhagische Variante eine gefährliche Durchfallerkrankung mit Nierenversagen aus. EHEC entsteht, wenn auf Baktieren spezialisierte Viren, so genannte &#8220;Bakteriophage&#8221;, die harmlosen escherichia coli Bakterien infizieren, verändern und diese dann ein für den Menschen gefährliches Toxin produzieren lassen.</p>
<p>Soviel zum Laienwissen, dass sich jeder innerhalb weniger Minuten dank Internet zusammengoogeln kann. Falsch ist es aber, EHEC selbst als Virus zu bezeichnen. Denn Viren und Baktieren sind etwas vollkommen unterschiedliches. Antibiotika können beispielsweise nur bei einer Bakterieninfektion helfen, nicht bei einer viralen Erkrankung. Bakterien verfügen über eine eigene Zellstruktur und können sich selbst vermehren. Viren benötigen Wirtszellen. In vielen Zeitungsredaktionen scheint sich das aber nicht herumgesprochen zu haben. Besonders bei Lokalzeitungen ist das dieser Tage wieder auffällig.</p>
<p><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/01_nwz.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2304" title="Nordwest Zeitung Oldenburg" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/01_nwz.jpg" alt="" width="550" height="457" /></a></p>
<p><span id="more-2303"></span></p>
<p><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/01_nwz.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"></a><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/02_mindenertageblatt.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2305" title="Mindener Tageblatt" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/02_mindenertageblatt.jpg" alt="" width="550" height="404" /></a></p>
<div id="attachment_2306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/03_muensterlaender.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="size-full wp-image-2306" title="Münsterländische Volkszeitung" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/03_muensterlaender.jpg" alt="Wäre man kleinlich, könnte man noch ankreiden, dass es ursprünglich &quot;das Virus&quot; heißt. Aber hier lässt der Duden mittlerweile beides zu." width="550" height="605" /></a><p class="wp-caption-text">Wäre man kleinlich, könnte man noch ankreiden, dass es ursprünglich &quot;das Virus&quot; hieß. Aber hier lässt der Duden mittlerweile beides zu.</p></div>
<p><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/04_suedkurier.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2307" title="Südkurier" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/04_suedkurier.jpg" alt="" width="550" height="295" /></a></p>
<p><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/05_giessener_allgemeine.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2308" title="Gießener Allgemeine" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/05_giessener_allgemeine.jpg" alt="" width="550" height="374" /></a></p>
<div id="attachment_2311" class="wp-caption aligncenter" style="width: 547px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/08_focus.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="size-full wp-image-2311" title="FOCUS" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/08_focus.jpg" alt="FOCUS" width="537" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Auch der FOCUS meldet ein Virus statt Bakterium.</p></div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/06_hersfelder_zeitung.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2309" title="Hersfelder Zeitung" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/06_hersfelder_zeitung.jpg" alt="" width="550" height="358" /></a><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/07_az.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2310" title="Abendzeitung" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/07_az.jpg" alt="" width="547" height="411" /></a></p>
<div id="attachment_2311" class="wp-caption aligncenter" style="width: 547px"><img class="size-full wp-image-2311" title="FOCUS" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/08_focus.jpg" alt="FOCUS" width="537" height="261" /><p class="wp-caption-text">Selbst beim FOCUS wird aus EHEC ein Virus</p></div>
<p style="text-align: left;">Gut, man könnte jetzt sagen: Sei mal nicht so kleinlich. Bakterien oder Viren, ist mir doch egal, so lange ich weiß, dass es gefährlich ist. Doch sind es nicht die Verlage selbst, die in Zeiten von Google &amp; Co. immer wieder wehement auf <a title="carta: Leistungssschutzrecht: Fragwürdiger Schutz vor der Medienevolution" href="http://carta.info/29126/leistungssschutzrecht-fragwuerdiger-schutz-vor-der-medienevolution/" target="_blank">Leistungsschutzrechte</a> pochen und dies auch gerne mal mit ihren hohen Qualitätsstandards begründen (Stichwort &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221;)?</p>
<p style="text-align: left;">Lediglich die Augsburger Allgemeine fällt hier positiv auf:</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/08_aa.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2303]"><img class="size-full wp-image-2312 aligncenter" title="Augsburger Allgemeine" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/05/08_aa.jpg" alt="Augsburger Allgemeine" width="550" height="306" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2303&amp;md5=5328b7978680d53ace4d49d6ea013477" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/05/27/gurkentruppe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kampf um unsere Daten: Klickbetrug, Datenschutz und andere Schweinerein</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/05/13/klickbetrug-und-andere-schweinereien/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/05/13/klickbetrug-und-andere-schweinereien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 May 2011 12:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Sevenload]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[TwitPic]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2248</guid>
		<description><![CDATA[<p>Diese Woche steht ganz im Zeichen der großen und kleinen Schweinerein im Social Web &#8211; und immer steht dabei der Kampf um unsere Daten im Mittelpunkt. Da wäre zunächst einmal der Bilderdienst TwitPic: Millionen User nutzen diesen Dienst, um ihre Twitter-Meldungen mit Bildern anzureichern. Das Unternehmen möchte aus dieser Bilderflut Kapital schlagen und ist eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche steht ganz im Zeichen der großen und kleinen Schweinerein im Social Web &#8211; und immer steht dabei der Kampf um unsere Daten im Mittelpunkt. Da wäre zunächst einmal der Bilderdienst <strong>TwitPic</strong>: Millionen User nutzen diesen Dienst, um ihre Twitter-Meldungen mit Bildern anzureichern. Das Unternehmen möchte aus dieser <a title="Telepolis: TwitPic und die digitale Landnahme" href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34728/1.html" target="_blank">Bilderflut Kapital schlagen</a> und ist eine Partnerschaft mit der britischen Agentur &#8220;WENN&#8221; eingegangen. Die sollen die von den Usern hochgeladenen Bilder nutzen und weiterverkaufen dürfen. So weit so legitim. Blöd nur, dass Otto-Normal-User davon gar nichts erfahren hat, wenn er nicht gerade penibel regelmäßig das Kleingedruckte auf Änderungen durchforstet. Wenn man schon mit anderer Leute Bilder Geld verdienen will, wie wärs mit einer ehrlichen E-Mail gewesen? <em>&#8220;Hey XY, wir würden gerne Deine Bilder verticken, bist Du damit einverstanden?&#8221;</em> Aber nein, lieber durch die AGB-Bleiwüsten-Hintertür. Klar. Lesen die Nutzer auch jeden Tag aufs Neue. Blogger Christoph Kappes hat sich <a title="Christpher Kappes: TwitPic for Dummies" href="http://ckappes.posterous.com/twitpic-for-dummies" target="_blank">die neuen Bedingungen mal genauer angeschaut</a>. Sein Fazit: TwitPic ist nicht so bösartig, wie weitläufig verbreitet.<span id="more-2248"></span></p>
<p>Kommen wir von Twitpic zu <strong>Facebook</strong>. Die haben sich einen satten <a title="The Daily Beast: Facebook Busted in Clumsy Smear on Google" href="http://www.thedailybeast.com/blogs-and-stories/2011-05-12/facebook-busted-in-clumsy-smear-attempt-on-google/" target="_blank">PR-Gau geleistet</a>. Da engagieren die eine Agentur, damit diese mal flugs ein paar Blogger und Journalisten anstiftet, ein <a title="Robert Basic: Facebook gegen Google - Kalter PR-Krieg" href="http://www.robertbasic.de/2011/05/facebook-gegen-google-kalter-pr-krieg/" target="_blank">paar Schweinerein über Google </a>zu verbreiten. Und welches Thema sucht sich Mark Zuckerberg da ausgerechnet aus? Festhalten: <a title="Heise Security: Facebooks-Apps verraten Zugangsdaten" href="http://www.heise.de/security/meldung/Facebooks-Apps-verraten-Zugangsdaten-1241261.html" target="_blank">Datenschutz</a>! Ich brech zusammen. Das ist ungefähr so, als würde Nestlé (Maggi) seinem Wettbewerber Unilever (Knorr) vorwerfen, ungesunde Tütensuppen zu produzieren. Dummerweise ist der Schmuh aufgeflogen, als sich ein angesprochener Blogger weigerte, bei der Schlammschlacht mitzumachen und den Mail-Verkehr der PR-Agentur veröffentlichte.</p>
<p>Von Facebook zu <strong>Youtube</strong>. Das ZDF Blog <a title="Klickbetrug bei YouTube hat Methode" href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/05/klickbetrug/" target="_blank">Hyperland </a>berichtet vom Betrug mit den Klickraten, also quasi Zuschauerzahlen. So schreibt Markus Hündgen von einem Selbsttest mit einem extra dafür produzierten Kurzvideo und wie man eine pakistanische Firma für wenig Bakschisch beauftragte, den recht unspektakulären Film innerhalb kürzester Zeit mit ein paar tausend Klicks &#8220;berühmt&#8221; zu machen. Und nicht nur Klicks lassen sich kaufen: Auf Wunsch manipulieren die Seeding-Agenturen auch Bewertungen oder posten vom Kunden vorgegebene Kommentare. Beim deutschen Anbieter sevenload wird sogar offen mit <a title="Sevenload: Wir sorgen dafür, dass jeder über Sie und Ihre Marke spricht!" href="http://corporate.sevenload.com/de/media/seeding" target="_blank">Klickraten im Zeitraum X geworben</a>. &#8220;Viral Video Seeding&#8221; nennt sich das im Social-Media-Neusprech. Meine Meinung? Damit betrügt man nicht nur die Außenwelt, sondern in erster Linie erstmal sich selbst. Möchte nicht wissen, wieviele Marketingleiter sich mit derart erstunkenen Zahlen beim Chef beliebt machen wollen. Von der rechtlichen Seite mal ganz abgesehen.</p>
<p>Und dann waren da noch die <strong>Funkhausgespräche auf WDR5</strong>. Thema diesmal &#8220;<a title="Audiodatei als .mpp3 von WDR5.de" href="http://medien.wdr.de/m/1305276107/radio/fhgespraeche/wdr5_funkhausgespraeche_20110512_2100.mp3" target="_blank">Facebook, Google, Staat &amp; Co. &#8211; Wieviel Privatsphäre brauchen wir</a>&#8220;. Als Gäste unter anderem die &#8220;Post-Privacy&#8221; Verfechterin <a title="Julia Schramm" href="http://juliaschramm.de/" target="_blank">Julia Schramm</a> (<a title="Datenschutzkritische Spackeria" href="http://spackeria.wordpress.com/" target="_blank">Datenschutzkritische Spackeria</a>) von der Piraten-Partei und ihr inhaltliches Gegenstück, Constanze Kurz, Sprecherin des <a title="Chaos Computer Club" href="http://www.ccc.de/" target="_blank">Chaos Computer Clubs</a> und Datenschützerin. Zu Schramm: Sie träumt -vereinfacht gesagt- von der Utopie, bei der wir alle unsere Daten jedem offenlegen und damit in einer besseren Welt leben. O-Ton Schramm: <em>&#8220;Wenn alle nackt sind, stört man sich nicht mehr an der Nackheit.</em>&#8221; Constanze Kurz sah das erwartungsgemäß etwas kritischer. <em>&#8220;offengestanden finde ich eine solche Haltung bestenfalls naiv&#8221;</em>. Es wäre allerdings unfair, die ganze Sendung jetzt auf diese zwei Sätze abzukürzen. So ganz zufrieden schien dann auch Schramm noch nicht mit ihrer Post-Privacy-Utopie <em>&#8220;Es gibt Tage [....] an denen ich mir ganz furchtbar selber widerspreche&#8221;</em>.</p>
<p>Ein Punkt hat mich jedoch zum Aufschreien gebracht: Da behauptete doch Michael Kretschmer, MdB der CDU: <em>&#8220;Das Interessante ist, dass sich die Menschen über den Zensus oder die  Mindestdatenspeicherung empören, aber nicht darüber, dass die Daten auf  Facebook für Werbezwecke mißbraucht werden.&#8221;</em> Ja Moment, auf Facebook, Twitter &amp; Co. entscheide schließlich immer noch ich selbst, was ich von mir veröffentliche. Das werden aber bestimmt keine intimen Informationen sein, sondern Dinge, mit denen ich in der Öffentlichkeit durchaus gut leben kann oder von denen ich will, dass die Öffentlichkeit sie erfährt. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die der Welt im Minutentakt mitteilen müssen, dass sie sich gerade den Eingang einer großen Kaffee-Kette betreten haben. Die Volkszählung (Zensus) oder Vorratsdatenspeicherung (Mindestdatenspeicherung) geht da viel weiter. Und dem kann ich mich nicht entziehen.</p>
<p>Das ist der Unterschied.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong></p>
<p>Spiegel Autor Frank Patalong zerpflückt die Spackeria-Utopie in &#8220;<a title="SPIEGEL ONLINE: Hilf dir selbst und halte dicht" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,761844,00.html" target="_blank">Hilf dir selbst und halte dicht</a>&#8221; und kritisiert: <em>&#8220;Post Privacy ist eine Haltung, die nur aus der vermeintlichen Sicherheit  des Lebens in einem wohlhabenden Rechtsstaat erwachsen kann. Dass man  etwa über einen Web-Dienst verfolgen kann, wo man gerade mit wem  unterwegs ist, mag man hier cool finden. Chinesische, iranische,  ägyptische, libysche, auch russische, saudi-arabische oder  nordkoreanische Oppositionelle, Journalisten oder Blogger mögen da  durchaus anders denken.&#8221;</em></p>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2248&amp;md5=100a6f3adf3616424b80ba0f7b2ec4de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/05/13/klickbetrug-und-andere-schweinereien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
<enclosure url="http://medien.wdr.de/m/1305276107/radio/fhgespraeche/wdr5_funkhausgespraeche_20110512_2100.mp3" length="0" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>„N“ steht für Nachrichten</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2011/01/30/n-steht-fur-nachrichten/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2011/01/30/n-steht-fur-nachrichten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 14:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Al Jazeera]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Mubarak]]></category>
		<category><![CDATA[N-TV]]></category>
		<category><![CDATA[N24]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtensender]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2086</guid>
		<description><![CDATA[In Ägypten stürzt die Regierung, CNN, Al Jazeera, BBC News, France 24 und selbst der sonst etwas lokaler agierende britische Nachrichtensender Sky News informiert seine Zuschauer umfassend. Und unsere deutschsprachigen Pendants N24 und n-tv? Da kann man sich weiterhin aufgewärmte Doku-Konserven über Raubkatzen, moderne Kampfflieger oder die fünftausendste Weltkriegs-Doku reinpfeifen. Und auch als am Samstagabend ein schweres Zugunglück bei Magdeburg die Runde macht, sind unsere deutschen „Nachrichtensender“ lediglich mit einem Laufband an unteren Bildschirmrand dabei. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Ägypten stürzt die Regierung, CNN, Al Jazeera, BBC News, France 24 und selbst der sonst etwas lokaler agierende britische Nachrichtensender Sky News informiert seine Zuschauer umfassend. Und unsere deutschsprachigen Pendants N24 und n-tv? Da kann man sich weiterhin aufgewärmte Doku-Konserven über Raubkatzen, moderne Kampfflieger oder die fünftausendste Weltkriegs-Doku reinpfeifen. Und auch als am Samstagabend ein schweres Zugunglück bei Magdeburg die Runde macht, sind unsere deutschen „Nachrichtensender“ lediglich mit einem Laufband an unteren Bildschirmrand dabei. Ein Ticker-Trauerspiel.</p>
<p><span id="more-2086"></span>In solchen Zeiten wird mir wieder einmal klar, wie wichtig das Web geworden ist, will man über das aktuelle Weltgeschehen informiert bleiben. Ist man der englischen Sprache nicht mächtig, so ist man in Deutschland ziemlich aufgeschmissen. Einzig die öffentlich rechtlichen Sender bringen wenigstens zur Nachrichtenzeit ein bisschen neue Informationen ins heimische Wohnzimmer. Aber einen Rund-um-die-Uhr Nachrichtensender betreiben sie nicht. So bleibt wenig Platz für tiefergehende Analysen und Hintergrundreportagen, wie man sie beispielsweise auf Al Jazeera oder CNN erleben kann.</p>
<div id="attachment_2099" class="wp-caption aligncenter" style="width: 309px"><a href="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/01/twitter_udovetter.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g2086]"><img class="size-full wp-image-2099" title="Twitter Kommentar von Udo Vetter" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2011/01/twitter_udovetter.jpg" alt="Twitter Kommentar von Udo Vetter" width="299" height="88" /></a><p class="wp-caption-text">Reaktionen auch auf Twitter: Udo Vetter bringt das Versagen der deutschen Nachrichtensender auf den Punkt. Bild: Screenshot TweetDeck</p></div>
<p><strong>Allzeit bereit</strong></p>
<p>Was bringt mir eine „Rund-um-die-Uhr“-Draufhaltereportage? Ok, dieser Einwand mag berechtigt sein. Passiert irgendwo ein Unglück auf der Welt oder stürzt eine Regierung, dann ist nach einiger Zeit erstmal alles erzählt, bevor sich weitere Neuigkeiten ergeben. Da erscheint es manchmal seltsam, wenn die Sender krampfhaft versuchen, Nachrichten zu verbreiten, wo es doch noch nichts Neues zu erzählen gibt. Bilder werden wiederholt und jede Kleinigkeit hochstilisiert. „Sehen Sie hier, fünf Anwohner halten ein Auto auf“. Auch ein tiefgreifendes Ereignis braucht Zeit, sich zu entwickeln.</p>
<p>Aber ein Nachrichtensender nennt sich doch Nachrichtensender, weil er sich verpflichtet fühlt, seine Zuschauer rund um die Uhr mit Meldungen zu versorgen. Man braucht ja selbst nicht 24 Stunden vor der Glotz zu kleben und die 10te Wiederholung der gleichen Straßenszene zu betrachten. Aber so ist wenigstens sichergestellt, dass man zu jeder Tages und Nachtzeit über das aktuelle Geschehen informiert ist.</p>
<p>Und gibt es gerade mal nichts Neues, so spielt man – wie Al Jazeera es am Sonntagmittag tat &#8211; eine Dokumentation über das Leben und den Aufstieg von Muhammad Husni Mubarak ein. Das ist nicht nur legitim, sondern für den wissbegierigen Nachrichtenkonsumenten auch lehrreich.</p>
<p><strong>Berichterstattung in Zeitlupe</strong></p>
<p>Auf n-tv jedoch wird zu dieser Zeit Entschleunigung zelebriert. Die Doku <em>„Stopp! – High Speed in Zeitlupe“</em> präsentiert Zeitlupenaufnahmen von Explosionen, Flugzeugen und Hochgeschwindigkeitszügen. Ein Programm, stellvertretend für die Schnarchnasigkeit der Sendeleitung?</p>
<p>Erst um die Mittagszeit traue ich meinen Ohren nicht. Um 13:10 Uhr eine Sondersendung zum Zugunglück bei Magdeburg?  Sollte es die Katastrophe tatsächlich geschafft haben, die in den Programmzeitschriften angekündigte Doku <em>„Deluxe – Alles was Spaß macht“</em> &#8211; über Pelz-Dekandenz und Polo-Spiele in St. Moritz, vom mittäglichen Sendeplatz zu vertreiben? Wahnsinn.</p>
<p>Zu dieser Zeit habe ich allerdings wieder auf BBC zurück gezappt. Der 10-minütige Nachrichtenüberblick um 13 Uhr hatte nämlich nur Platz für zwei Themen. Immerhin. Auf N24 hatte man zur selben Zeit dafür gerade fünf Minuten eingeplant, bis es zur nächsten Doku ging. <em>„Abu Simbel, das Vermächtnis von Ramses II.“</em></p>
<p>Moment!? Da bringen die doch tatsächlich was über Ägypten? Allerdings etwas, das rund 3200 Jahre vor Mubarak stattgefunden hat. Naja, immerhin geographisch getroffen.</p>
<p><strong>Auf Al Jazeera donnern die Jets über Kairo, auf N24 Erwin Rommel durch die Wüste</strong></p>
<p>Und obwohl Al Jazeera in Ägypten mittlerweile die Sendelizenz entzogen wurde, gelingt es dem Sender weiterhin, live dabei zu sein. Während Kampfjets über die Köpfe tausender Demonstranten in Kairo donnern, erfährt der N24-Konsument über Rommels Niederlange im Ägyptischen El Alamein. Das war 1942.</p>
<p><em>„Ihr seid quasi schon fast da“</em>,  möchte man den Sendeverantwortlichen verzweifelt zurufen. In den letzten zwei Stunden haben sie mal locker 3000 Jahre Weltgeschichte übersprungen und befinden sich quasi schon fast auf aktuellem Tagesgeschehen. Noch 69 Jahre weiter und ihr seid endlich live auf Sendung! <em>„Bitte, deutsche Nachrichtensender, beeilt euch &#8211; denn ‚N‘ steht für Nachrichten!“</em></p>
<p><em>Weitere Blogs zum Thema:<br />
</em></p>
<ul>
<li><em><a title="No News ist auch eine News" href="http://www.medien-sport-politik.de/2011/01/29/no-news-ist-auch-eine-news/" target="_blank">Medien-Sport-Politik.de: No News ist auch eine News</a></em></li>
<li><em><a title="Armutszeugnis des deutschen Journalismus" href="http://grochtdreis.de/weblog/2011/01/29/armutszeugnis-des-deutschen-journalismus/" target="_blank">Jens Grochtdreis: Armutszeugnis des deutschen Journalismus</a></em></li>
<li><em><a title="Deutschland in der Nachrichtenwüste" href="http://blog.netplanet.org/2011/01/28/deutschland-in-der-nachrichtenwueste/" target="_blank">blog@netplanet: Deutschland in der Nachrichtenwüste</a></em></li>
<li><em><a title="Der publizistische Durchbruch von Al Jazeera" href="http://www.marcelpauly.de/der-publizistische-durchbruch-von-al-jazeera/" target="_blank">Marcel Pauly: Der publizistische Durchbruch von Al Jazeera</a><br />
</em></li>
</ul>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2086&amp;md5=fa29430a26bc87cb08fd43b2e7088726" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2011/01/30/n-steht-fur-nachrichten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verleger im App-Fieber: Mehrwert verzweifelt gesucht</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2010/12/22/verleger-im-app-fieber-mehrwert-verzweifelt-gesucht/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2010/12/22/verleger-im-app-fieber-mehrwert-verzweifelt-gesucht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 11:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=2028</guid>
		<description><![CDATA[App App App, ich kann dieses Wort schon nicht mehr hören. Für jeden Kram gibt es jetzt eine App. Wer hip sein will und irgendwie das große Geld schnuppert programmiert eine App. Klar, für so manche Anwendung kann die Verwendung einer App schon recht sinnvoll sein: Etwa bei der Flugbuchung, dem Navigieren mit Stadtplänen oder die aktuelle Wettervorhersage. Aber eine App um eine schlichte Nachrichtenseite zu lesen? Noch dazu kostenpflichtig und exklusiv für Endgeräte der Marke Apple, als gäbe es keine Alternativen am Markt? Wer sowas anbietet, zeigt nur eines: Kurzsichtigkeit und der hektische Versuch auf einen Marketingzug aufzuspringen, der schon längst den Bahnhof verlassen hat. Eine herkömmliche Webseite braucht keine App sondern ein vernünftiges Layout, das sich systemoffen mit jedem Smartphone oder Pad-Computer aufrufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/depone/184613643/" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-2029" title="Kaffee / Foto: (cc) depone/flickr" src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/uploads/2010/12/kaffee.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>App App App, ich kann dieses Wort schon nicht mehr hören. Für jeden Kram gibt es jetzt eine App. Wer hip sein will und irgendwie das große Geld schnuppert programmiert eine App. Klar, für so manche Anwendung kann die Verwendung einer App schon recht sinnvoll sein: Etwa bei der Flugbuchung, dem Navigieren mit Stadtplänen oder die aktuelle Wettervorhersage. Aber eine App um eine schlichte Nachrichtenseite zu lesen? Noch dazu kostenpflichtig und exklusiv für Endgeräte der Marke Apple, als gäbe es keine Alternativen am Markt? Wer sowas anbietet, zeigt nur eines: Kurzsichtigkeit und der hektische Versuch auf einen Marketingzug aufzuspringen, der schon längst den Bahnhof verlassen hat. Eine herkömmliche Webseite braucht keine App sondern ein vernünftiges Layout, das sich systemoffen mit jedem Smartphone oder Pad-Computer aufrufen lässt.</p>
<p><span id="more-2028"></span></p>
<p><strong>BLÖD-Leser zahlen mehr</strong></p>
<p>Den Obervogel des App-Wahnsinns schoss kurzlich die BILD-Zeitung ab: Wer auf einem iPad die BILD-Zeitung lesen möchte, muss zukünftig auf die kostenpflichtige iPad-App des Axel Springer Verlages zurück greifen. Obwohl das iPad einen stinknormalen Safari-Browser zum Aufrufen stinknormaler Webseiten besitzt, hat die BILD den Zugriff ihres sonst kostenlosen Angebots für iPad-Nutzer gesperrt. Nur wer löhnt, kann auf dem iPad noch BILD lesen.</p>
<p>Das ist ein bisschen wie das Kaffeemaschinen-Prinzip, nur schlechter: Ich verkaufe dem Kunden eine superteure Kaffeemaschine, die sich nur mit speziellen, superteuren Kaffeepads betreiben lässt. Dummerweise schmeckt in diesem Fall der App-Kaffee genauso fade wie aus der Filtermaschine.</p>
<p>Zugegeben, wer freiwillig BILD liest, hat es vielleicht auch nicht anders verdient. Aber lassen wir uns das doch nochmal auf der Zunge zergehen: Apple mag zwar Vorreiter in Sachen Smartphone und Pad-Computer gewesen sein, aber mittlerweile ist Konkurrenz erwachsen und sie wird täglich stärker: Samsung, HTC, LG  um nur drei zu nennen. Im 2. Quartal 2010 sollen weltweit bereits <a title="heise mobil: Marktforscher 800 Prozent mehr Android-Geräte in einem Jahr" href="http://www.heise.de/mobil/meldung/Marktforscher-800-Prozent-mehr-Android-Geraete-in-einem-Jahr-1048976.html" target="_blank">mehr als 63 Millionen Endgeräte</a> mit dem Betriebssystem Android über den Ladentisch gegangen sein.</p>
<p>Und was machen die Verlage? Die suchen ihr Seelen- und Finanzheil im Angebot für &#8220;Lese-Apps&#8221; ausschließlich für das Endgerät eines einziges Herstellers!? Statt die Entwicklungskosten für eine solche Produktnische zu verplempern wären sie besser beraten, gleich  systemoffene Weboberflächen zu gestalten die &#8211; unabhängig vom Endgerät Apple, Android oder Windows-Mobile &#8211; jedem interessierten Leser Zugang zu ihren Inhalten verschaffen &#8211; ob gratis oder gegen Gebühr.</p>
<p><strong>Problemzonen-Kosmetik</strong></p>
<p>Aber da haben wir wieder das alte Dilemma der Abrechnung: Eine App verkauft sich  eben leichter als ein vernünftiges Onlineabo. Die Verlage behandeln also mit einer App kurzfristig die Symptome ihres Online-Dilemmas, lassen die Ursachen aber wieder einmal außer acht.</p>
<p>Mal ehrlich, macht da eine lohnenswerte Masse der Konsumenten mit? Wie beschränkt muss man sein: Ich kaufe mir zunächst einen teuren Pad-Computer der Marke Apple. Nur um künftig kostenflichtige Apps herunter zu laden, die mir Inhalte präsentieren, die ich über jedes andere Endgerät gratis lesen kann!? Da stimmt doch was mit dem Geschäftsmodell nicht!</p>
<p>Kein Wunder also, dass die <a title="Tagesschau-App deckt Verleger-Abzocke auf" href="http://www.dwdl.de/story/29475/tagesschauapp_deckt_verlegerabzocke_auf/" target="_blank">Verlagsbranche schon aufschreit</a> weil die Tagesschau es wagt, ihre Nachrichten-App kostenlos zu verteilen. Ja, aber warum zur Hölle  sollte man denn auch Geld dafür bezahlen? Die Inhalte der Tagesschau kann ich mit jedem anderen Endgerät gratis im Netz abrufen. Der einzige Unterschied mit dieser App ist eine andere, dem Smartphone angepasste Benutzerführung. Und so sieht es derzeit auch mit den meisten Apps der Verlage aus.</p>
<p>Wenn ihr, liebe Verleger, Geld für eure Apps nehmen wollt, dann bietet diesen zahlenden Kunden auch mehr als dem normalen Online-Leser. Aber wer einseitig den Zugang über ein Endgerät abklemmt und dafür dann eine kostenflichte App verlangt, hat nicht kapiert wie man Mehrwert generiert. Und nochmal: Eine andere Benutzeroberfläche für ein spezifisches Endgerät ist kein Mehrwert!</p>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=2028&amp;md5=4895926a429daca4be9edc8a709a74fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2010/12/22/verleger-im-app-fieber-mehrwert-verzweifelt-gesucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Nicht-Nachricht des Tages&#8230;</title>
		<link>http://www.dennis-knake.de/2010/10/14/die-nicht-nachricht-des-tages/</link>
		<comments>http://www.dennis-knake.de/2010/10/14/die-nicht-nachricht-des-tages/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 08:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Boulevard]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Katherine Heigl]]></category>
		<category><![CDATA[tmz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dennis-knake.de/?p=1931</guid>
		<description><![CDATA[<p>&#8230;kommt vom angeblichen Nachrichtenmagazin &#8220;Der Spiegel&#8221; -zumindest seiner Onlineausgabe. Skandaaaaaaal möchte man schreien. Welch Frevel ist wieder in den USA passiert. Meine Güte, Sodom und Gomorrha! Da hat es die Schauspielerin Katherine Heigls, bekannt aus der US-Arztserie &#8220;Grey&#8217;s Anatomy&#8221; doch tagsächlich gewagt, nach einer etwas zu laut geratenen Poolparty mit ihrem Gatten der herbeigerufenen Polizei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;kommt vom angeblichen Nachrichtenmagazin &#8220;Der Spiegel&#8221; -zumindest seiner Onlineausgabe. Skandaaaaaaal möchte man schreien. Welch Frevel ist wieder in den USA passiert. Meine Güte, Sodom und Gomorrha! Da hat es die Schauspielerin Katherine Heigls, bekannt aus der US-Arztserie &#8220;Grey&#8217;s Anatomy&#8221; doch tagsächlich gewagt, nach einer etwas zu laut geratenen Poolparty mit ihrem Gatten der herbeigerufenen Polizei <a title="SPIEGEL: Katherine Heigls Bikini-Fauxpas" href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,723033,00.html" target="_blank">die Tür nur im Bikini bekleidet geöffnet</a> zu haben. OGOTT. Ich bin entsetzt! Bikini! Ruft die Sittenpolizei! Führt die Scharia ein! Steinigt sie! Wie kann sie es wagen, in ihren eigenen vier Wänden nur im Bikini herumzulaufen. Vor allem wenn sie gerade aus dem Pool kommt. Ihr habt ja so recht, ein echter Bikini-Fauxpas! Meine Fresse, ist bei euch die Prüderitis ausgebrochen? Wascht euch die Augen mit Seife aus! Mal ehrlich lieber Spiegel, gehts noch? Müsst ihr für euren Onlineauftritt denn unbedingt das Boulevard-Gedöns von <a title="tmz.com Katherine Heigl's Neighborhood War -- Cops Called" href="http://www.tmz.com/2010/10/12/katherine-heigl-josh-kelley-cops-police-dispute-noise-los-angeles-home/" target="_blank">tmz.com</a> abschreiben? Es ist ein Trauerspiel.</p>
 <p><a href="http://www.dennis-knake.de/?flattrss_redirect&amp;id=1931&amp;md5=3f017ac9091f164cd71d6888ae77f272" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.dennis-knake.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dennis-knake.de/2010/10/14/die-nicht-nachricht-des-tages/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

