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97 Prozent ist Google Street View egal

Google Street View, das Feindbild eines jeden aufgeklärten deutschen und den Datenschutz liebenden Hausbewohners, hat die Zahlen auf den Tisch gelegt: Rund 244.237 Widersprüche hat es gegen die Veröffentlichung der eigenen Hausfassade im Web gegeben. Wow, was für eine Zahl. So titelt auch die Frankfurter Rundschau “Eine Viertel Million lehnt google Streetview ab!“. Im Umkehrschluß heisst das aber auch: 8.213.811 Haushalten oder rund 97 Prozent der betroffenen Hausbewohner war das Thema einfach nicht wichtig genug, aktiv zu werden. Dennoch sucht man die Schlagzeile “97 Prozent ist Google Street View egal” vergebens.

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Google Street View: Die Stunde der Hypokriten

Hui, da haben wir aber ein Thema gefunden, bei dem man sich als Politiker jetzt vorzüglich als Verfechter der Privatsphäre profilieren kann: Ogott, mein Haus ist im Internet zu sehen? Skandal! Dass die gleichen Leute, die sich jetzt wie ein Rudel Robin Hoods so wehement für den Schutz der Privatsphäre des Bürgers einsetzen, gleichzeitig so Dinge wie Vorratsdatenspeicherung, biometrische Reisepässe, Nacktscanner am Flughafen oder das SWIFT-Abkommen zum Transfer der Kontobewegungen in die USA aussprechen – um nur einiges zu nennen -  ist blanker Hohn! Auf der einen Seite können sie gar nicht genug Daten von uns bekommen, auf der anderen Seite führen sie mit Google Street View eine hervorragende Scheindebatte und geben sich als Hüter von Datenschutz und Privatsphäre aus. Hier mal ein paar Kostproben…

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