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Satire oder ein twitterndes CDU-Mitglied beim medialen Harakiri? Eine Kurznachricht vom Twitter-Account @cdu_nrw macht nach der brutalen Auflösung der Schülerdemonstration im Stuttgarter Stadtgarten die Runde im Web:

Nun Fragen sich viele zurecht: Ist das echt oder will da jemand der CDU einen schlechten Scherz unterjubeln? Ein genauerer Blick auf den Twitter-Account bringt vielleicht nicht die Person zu Tage, die sich zu dieser abartigen Geschmacklosigkeit erniedrigt hat, aber läßt etwas genauer abschätzen, ob dahinter nun ein CDUler steckt oder nicht.
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Mal ehrlich, die schwäbische Kehrwoche habe ich mir anders vorgestellt. Bei dem gewaltsamen Ende der Schülerdemonstration im Stuttgarter Schloßpark wurden hunderte Demonstranten durch den Einsatz von Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray teilweise schwer verletzt. Dass kein Mensch zu Tode kam, war angesichts der Bilder vielleicht nur Glückssache. Die Folgen kaum auszudenken.
Wie üblich bemühen sich die verantwortlichen Politiker um Erklärungen: Gewalt sei erst von den Demonstranten ausgegangen. Klar doch, wie läßt sich die Prügelorgie vom Donnerstag sonst verkaufen? Aber stimmt das auch wirklich? Von Pflastersteinen auf Polizisten war da zu hören, von zerstochenen Reifen und “aufgeheizter Stimmung”. Einen Tag später werden aus Pflastersteinen bereits “Kastanien”. Und gewalttätige Demonstranten sind auf den bislang veröffentlichten Videos im Web und TV nicht viele zu sehen. weiter »
Hui, da haben wir aber ein Thema gefunden, bei dem man sich als Politiker jetzt vorzüglich als Verfechter der Privatsphäre profilieren kann: Ogott, mein Haus ist im Internet zu sehen? Skandal! Dass die gleichen Leute, die sich jetzt wie ein Rudel Robin Hoods so wehement für den Schutz der Privatsphäre des Bürgers einsetzen, gleichzeitig so Dinge wie Vorratsdatenspeicherung, biometrische Reisepässe, Nacktscanner am Flughafen oder das SWIFT-Abkommen zum Transfer der Kontobewegungen in die USA aussprechen – um nur einiges zu nennen - ist blanker Hohn! Auf der einen Seite können sie gar nicht genug Daten von uns bekommen, auf der anderen Seite führen sie mit Google Street View eine hervorragende Scheindebatte und geben sich als Hüter von Datenschutz und Privatsphäre aus. Hier mal ein paar Kostproben…
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