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20 Jahre Gladbeck: Berichterstattung mit Beigeschmack

20 Jahre ist das verheerende Geiseldrama von Gladbeck nun her. Tagelang hielt es die Republik in Atem und endete mit dem Tot dreier Menschen. Journalisten gerieten damals wegen ihrer Sensationslust massiv in die Kritik. “Sündenfall einer Branche” schreibt der FOCUS. 20 Jahre danach konnten sich einige davon in der Presse nun sich zu ihrem damaligen Verhalten zu äußern. So auch Udo Röbel, damals stellvertretender Chefredakteur des Kölner Boulevardblatts “Express”. Heute bereue er sein Verhalten, wie es bei Spiegel Online “einestages” nachzulesen ist. Bei einem Artikel der Nordwest-Zeitung mag der geneigte Leser aber den Eindruck bekommen, man habe mit einem anderen “Kollegen” noch eine ganz andere Rechnung offen . weiter »

Nach Feierabend Klappe halten: Die Angst vor dem Pöbel aus dem Netz

Was hat die Macher der Süddeutschen Zeitung geritten, die Kommentarfunktion ihrer Artikel ab sofort nur noch Werktags zwischen 9 – 18 Uhr freizuschalten? War es das jüngste Urteil zur Forenhaftung des Hamburger Landgerichts oder steckt mehr, wie etwa die latente Internetfeindlichkeit der Printmedien, dahinter? Außerhalb dieser neuen “Öffnungszeiten” ist es den Online-Lesern nicht mehr möglich, einen Beitrag der SZ zu kommentieren. Der Imageschaden ist perfekt. Ein virtuelles Trauerspiel “made in Germany”.

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