|
|
Die Finanzierung von Kindergärten ist ja an sich schon kein einfaches Ding in diesem Land. Die Kommunen ächzen ob der Kosten und Eltern sind froh, wenn Sie überhaupt einen Platz für ihre Kleinsten bekommen. Demnächst könnte es noch teurer werden. Die GEMA, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, hat nämlich eine neue Einkommensquelle für sich entdeckt: Weil in Kindergärten aus pädagogisch wertvollen Gründen gelegentlich auch das Ein- oder andere Liedchen angestimmt wird, sollen die Einrichtungen für das Kopieren von Liedtexten jetzt bitteschön Gebühren abführen. Wer dafür kein Geld aufbringen will, schreibt die Texte oder Melodien also in Zukunft selbst ab. Alternativ kann an den lieben Kleinen natürlich auch sagen, mit Bauklötzchen werfen sei eh viel schöner. Dazu heute abend auch im Bayerischen Rundfunk “Alle meine Centchen” die Sendung “Quer” um 20:15 Uhr. weiter »
Die Verlage beschweren sich über Content-Klau im Internet und bedienen sich doch selbst gerne für lau im Netz
Weil man es bis heute nicht zu einem lohnenswerten Geschäftsmodell im Internet gebracht hat, sollen nun die User blechen. Die Axel Springer AG, in Person ihr “Chief Marketing Officer” – klingt ein bisschen wie ein Indianerhäuptling – Peter Würtenberger, möchte mit einer Zwangsabgabe auf Computer die gebeutelten Verlage subventionieren. Wenn die Marktwirtschaft versagt, muß halt der Staat eingreifen. Die Begründung ist einfach: Suchmaschinen wie Google würden journalistisch wertvolle Inhalte verwenden und damit Milliardenumsätze generieren von denen die Verlage nichts hätten. Warum sollen dann aber ausgerechnet Käufer eines Computers eine GEMA-ähnliche Zwangsabgabe leisten? Während sich Medienkonzerne über den angeblichen massenhaften “geistigen Diebstahl” im Internet beschweren, sind sie es doch, die sich gerne ungefragt an Text- und Bildmaterial aus dem Netz bedienen: Ob aus Twitter, Youtube, Facebook oder StudiVZ. Gerade die “Bild”-Zeitung – ich würde ja lieber das Wort “Zeitung” in Anführungsstrichen sehen – vergreift sich gerne mal am Internet und fragt nicht nach dem Urheberrecht.
weiter »
|
|
kommentare