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Hui, da haben wir aber ein Thema gefunden, bei dem man sich als Politiker jetzt vorzüglich als Verfechter der Privatsphäre profilieren kann: Ogott, mein Haus ist im Internet zu sehen? Skandal! Dass die gleichen Leute, die sich jetzt wie ein Rudel Robin Hoods so wehement für den Schutz der Privatsphäre des Bürgers einsetzen, gleichzeitig so Dinge wie Vorratsdatenspeicherung, biometrische Reisepässe, Nacktscanner am Flughafen oder das SWIFT-Abkommen zum Transfer der Kontobewegungen in die USA aussprechen – um nur einiges zu nennen - ist blanker Hohn! Auf der einen Seite können sie gar nicht genug Daten von uns bekommen, auf der anderen Seite führen sie mit Google Street View eine hervorragende Scheindebatte und geben sich als Hüter von Datenschutz und Privatsphäre aus. Hier mal ein paar Kostproben…
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Das Geld hätte sie sich auch sparen können: Der Bundesgerichtshof hat die Klage einer Künstlerin abgewiesen, deren Bilder als Thumbnails in der Bildersuche bei google aufgetaucht sind. Die Dame war der Ansicht, der Suchmaschinengigant würde ihr Urheberrecht verletzten, indem er die verkleinerten Vorschaubilder von ihrer Homepage abbilden würde. Obwohl bereits die Vorinstanzen die Klage abgewiesen hatte, machte die Frau weiter und bekam nun von letzten Instanz das gleiche Resultat serviert: Die Klage mit dem Aktenzeichen I ZR 69/08 wurde zurückgewiesen.
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Ich gebe zu, manchmal beschleicht mich der Verdacht, ich habe irgendwas noch nicht ganz verstanden im Streit Verleger vs. Google.
Auch heute bin ich über eine Äußerung Hubert Burdas im Manager Magazin verwirrt. Da möchte er eine “faire” Beteiligung der Verlage an Googles Werbeeinahmen und sagt doch im gleichen Artikel, dass Google für rund die Hälfte des Traffics auf den Webseiten mit journalistischen Inhalten verantwortlich ist.
Verstehe ich das also richtig? Google sorgt dafür, dass die Artikel der Verlage überhaupt gefunden und – auf den Webseiten der Verlage - gelesen werden, bringt den Verlagen also schon rund 50 Prozent der Leser frei Haus. Für diese tolle Gratisdienstleistung soll Google jetzt noch ein Schüppchen oben drauf legen und etwas von den eigenen Werbeeinnahmen abgeben? Können die Verlage nicht eher froh sein, dass sie überhaupt gefunden und gelesen werden? Das ist irgendwie so, als würde ich eine Beteiligung an den Werbeeinahmen für meinen Eintrag im Telefonbuch verlangen. Falls ich einem Denkfehler aufgesessen bin, bin ich für jede Erläuterung sehr dankbar! Falls nicht, erklär’ bitte jemand den Verlegern, wie das mit dem Internet so funktioniert…
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Dass sich klassische Printjournalisten und Blogger nicht immer grün sind, ist keine wirkliche Neugikeit. Manchmal nehmen diese Dissonanzen jedoch skurrile Züge an. Ein ganz dickes Ei hat sich jetzt FAZ Redakteur Marco Dettweiler geleistet, als er den Blogger, Journalisten und Ingeborg-Bachmann-Preisträger Peter Glaser in einer E-Mail anherrschte, er solle ruhig weiterbloggen, aber seriöse Journalisten nicht mit E-Mails belästigen. Wie kam es dazu? Dettweiler vewendete in einem Artikel ein angeblich von Glaser erfundenes Wortspiel. Als Glaser ihn ironisch aber freundlich darauf Hinwies, verlor Dettweiler derart die Contenance über die seiner Meinung nach “lächerliche Aussage”, dass er so dann seine Unkenntnis nicht nur im Umgang mit Google offenlegte, sondern auch mit dem Who-is-Who deutscher Journalisten.
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Eine neue Klimaschutzidee macht im Internet die Runde: Stromsparen durch schwarze Bildschirmeinstellungen. Dazu geistert seit geraumer Zeit eine E-Mail mit dem Aufruf umher, die beliebte Suchmaschine Google statt über die eigene schneeweiße Hauptseite über eine alternative Webseite ganz in Schwarz, “blackle” genannt, zu nutzen. Die Idee dahinter: Ein Monitor verbrauche bei der Darstellung dunkler Flächen weniger Energie als bei der Darstellung heller Flächen. Die E-Mail behauptet, würde Google seine Homepage schwarz gestalten, könne man jährlich 750 Megawatt Energie einsparen. Schöne Idee, doch leider geht die Rechnung nicht auf.
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