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Bluttat von Tessin: Hatz auf Computerspiele eröffnet

Final Fantasy VIIZwei Jugendliche ziehen durch ihr Heimatdorf und töten ein Ehepaar auf brutalste Weise. Tagelang sucht die Polizei nach einem Motiv für die Bluttat. Aber es war nur eine Frage der Zeit, bis zumindest die Medien die Schuldigen ausgemacht haben. Wieder einmal waren es “Killerspiele” und “Gewaltvideos”. Doch für Kenner der diesmal zitierten Titel wirken die Berichte wie Satire über die man lachen könnte, wäre es nicht ernst gemeint. BILD und auch viele andere Tageszeitungen überbieten sich mit wilden Spekulationen und schrecken auch vor Verfälschung der Geschehnisse nicht zurück. Die wirklichen Ursachen bleiben dabei wohl wieder auf der Strecke.

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Killerspiele? Killerfernsehen!

Kaum rennt wieder ein Amokläufer durch Deutschlands Straßen und es findet sich ein Computerspiel beim Täter, sind schnell all die B-Politiker zur Stelle, die den Grund allen Übels ausgemacht haben wollen: Die „Killerspiele“ sind schuld! Verbieten! Die Parole ist einfach. Damit lässt sich Publicity erzeugen. Der Durchschnittsbürger nickt willig mit dem Kopf. Auch das Fernsehen ist gerne mit dabei wenn es darum geht, Computerspiele samt Spieler zu verteufeln. Doch wer sich das Fernsehprogramm, besonders zur Weihnachtszeit anschaut, merkt schnell: Es ist eine scheinheilige Debatte.

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