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Diese Woche steht ganz im Zeichen der großen und kleinen Schweinerein im Social Web – und immer steht dabei der Kampf um unsere Daten im Mittelpunkt. Da wäre zunächst einmal der Bilderdienst TwitPic: Millionen User nutzen diesen Dienst, um ihre Twitter-Meldungen mit Bildern anzureichern. Das Unternehmen möchte aus dieser Bilderflut Kapital schlagen und ist eine Partnerschaft mit der britischen Agentur “WENN” eingegangen. Die sollen die von den Usern hochgeladenen Bilder nutzen und weiterverkaufen dürfen. So weit so legitim. Blöd nur, dass Otto-Normal-User davon gar nichts erfahren hat, wenn er nicht gerade penibel regelmäßig das Kleingedruckte auf Änderungen durchforstet. Wenn man schon mit anderer Leute Bilder Geld verdienen will, wie wärs mit einer ehrlichen E-Mail gewesen? “Hey XY, wir würden gerne Deine Bilder verticken, bist Du damit einverstanden?” Aber nein, lieber durch die AGB-Bleiwüsten-Hintertür. Klar. Lesen die Nutzer auch jeden Tag aufs Neue. Blogger Christoph Kappes hat sich die neuen Bedingungen mal genauer angeschaut. Sein Fazit: TwitPic ist nicht so bösartig, wie weitläufig verbreitet. weiter »
Ich euch das auch aufgefallen? Die News der letzten Tage haben sich irgendwie festgefahren. Was war das noch für eine actionreiche Woche – die letzte Woche. Krieg in Libyen, Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan – die Programmmacher wussten gar nicht mehr, welchem Ereignis sie zuerst eine Sondersendung widmen sollten. Und nun? In Libyen wird irgendwie ergebnislos vor sich hingebombt und das Atomkraftwerk in Fukushima kann sich auch nicht entscheiden, ob es nun endgültig mit allem Zipp und Zapp zum Super-GAU mutieren soll. Konsequenz? In der Tagesschau von gestern rückt erstmal der Euro-Rettungsschirm wieder auf den Spitzenplatz der Berichterstattung. Laaaangweilig.
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Die etwas andere Wochenrückblick
FAZ Herausgeber Frank Schirrmacher findet, die Informationsflut aus dem Netz “vermanscht” unser Gehirn, zumindest kommt er nicht mehr mit. Also gut, dann hier wohlsortiert die Netzschau mit den Aufregern der Woche: Da ist zum Beispiel der Schmu mit den Maut-Verträgen: Die “Whistleblower” von Wikileaks haben da wieder einen ganz dicken Fisch an der Angel und bis auf den Stern hat sich nur heise.de ans Eingemachte gewagt sowie das zum Verlag gehörende Fachmagazin c’t. Schon lustig, dass die Verträge zum “Geldverschiebe-System” nur einen Tag nach der Toll-Collect Pressemitteilung ans Licht kommen, in der man stolz von “sinkenden Betriebskosten” spricht. Suche ich in der Onlineausgabe der FAZ nach “Maut” oder “Toll-Collect” finde ich bislang kein Sterbenswörtchen zu dem Thema. Ach richtig, Wikileaks, das sind ja die Schmuddelkinder, die auch die Sperrlisten der Kinderpornoanbieter veröffentlicht haben – pfuibah.
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Die etwas andere “Presseschau”
Jungejunge, ich kann verstehen, warum manche Menschen lieber Big-Brother gucken als Nachrichten schauen. Nur ein einziger Tag mit Radio, Fernsehen, Zeitung und Internet kann einem ganz schön die Laune vermiesen. Kaum sitze ich im Auto auf dem Weg zur Arbeit höre ich schon von den 17.000 Stasi-Spitzeln die immer noch unbeschwert ihren Dienst bei Regierungsstellen und Polizei verrichten. Im Büro gehts gleich weiter: Aus dem Internet erfahre ich von einem Radiointerview mit Ursula von der Leyen. Sie ist ja nun nicht das erste Mal wegen kreativer Deutung von Statistiken in die Kritik geraten. Aber das scheint sie nicht davon abzuhalten, weiterhin “Dünnpfiff” zu verbreiten: Diesmal möchte sie den Hörern weismachen, Indien habe keine Gesetze gegen Kinderpornografie. Erst vor kurzem hatte sich die Geschäftsführerin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Martina Krogmann zu weit aus dem Fenster gelehnt, als sie auf der verzweifelten Suche nach einem Argument für Netzsperren suggerierte, in Kasachstan würde Kindesmissbrauch nicht strafrechtlich verfolgt. (Der kasachische Botschafter war da ganz anderer Meinung). Wer berät diese Leute eigentlich, etwa Borat?
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