|
|
Dass sich Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse am 1. Mai in Berlin an einer Sitzblockade beteiligte um seinen persönlichen Protest gegen eine genehmigte Demonstration von Neonazis Ausdruck zu verleihen, schmeckt der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) nicht sonderlich. Aber bei einer bloßen Missfallensbekundung will es deren Bundesvorsitzender Reiner Wendt nicht belassen. Thierse solle schleunigst zurücktreten, weil dieser “die personifizierte Ansehensschädigung des deutschen Parlaments” sei. Thierse habe sich strafbar gemacht, als er am Wochenende Polizeikräfte behinderte, als er sich vor dem Neonazi-Aufmarsch auf die Fahrbahn setzte. Demonstrationen gegen Rechtsradikale dürften aber nur auf “rechtstaatliche Weise” erfolgen, heißt es in der nun veröffentlichten Pressemitteilung der Polizeigewerkschaft.
Man fragt sich, inwiefern die folgenden Bilder sich noch mit Rechtstaatlichkeit erklären lassen. Hier wird ein Demonstrant am 1. Mai von einer herannahenden Polizeitruppe umgerannt. Als er am Boden liegt, tritt ein Uniformierter noch einmal kräftig nach:
weiter »
Immer die alte Leier: Eine Social-Networking Plattform wird erfolgreich, dann sucht man händeringend nach einem Geschäftsmodell, ändert die Geschäftsbedingungen und verscherzt es sich prompt mit seinen Usern. Als die deutsche Plattform StudiVZ im vergangenen Jahr seine AGB dahingehend änderte, dass die Nutzer weitreichende Datenweitergabe befürchten mussten, änderten viele daraufhin ihren Realnamen in fiktive Bezeichnungen, so genannte Nicknames. Der Sinn und Zweck von StudiVZ, sich über diese Plattform mit anderen Studienfreunden zu vernetzen, geriet damit in Gefahr: Unter Phantasienamen findet man sich kaum noch. Jetzt hat es auch die wohl weltweit am meisten verbreitete Plattform “Facebook” geschafft, sich mit seinen Nutzern anzulegen. So wurden die Geschäftsbedingungen dahingehend geändert, dass die User alle ihre Inhalte, also Texte, Bilder und Videos rechtlich an Facebook abtreten sollten, sobald sie diesen in ihre Profile luden. Eine Protestwelle schwappte auf, die Massenflucht von Facebook folgte, heute rudert Facebook Chef Mark Zuckerberg zurück. Bis auf weiteres gelten wieder die alten Geschäftsbedingungen.
weiter »
|
|
kommentare