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Für den, der es nicht miterlebt hat, ist es eine unvorstellbare Katastrophe. Wenige Sekunden haben am 12. Januar kurz vor 17 Uhr Ortszeit ausgereicht, um das Leben von Millionen von Menschen auf den Kopf zu stellen. Zehntausende sind gestorben, hunderttausende obdachlos, Millionen sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Es sind die vielen unzähligen Schicksale die jetzt erzählt werden um die Katastrophe wenigstens ansatzweise begreifbar zu machen. Doch fernab vom Ort des Geschehens reicht schon ein Fingerdruck auf der Fernbedienung des Fernsehers, um sich des Elends zu entledigen.
 Jean Zacharie vom haitianischen Roten Kreuz versorgt die kleine Deborah Fatima. Ihre Mutter starb bei dem Beben in Haiti am 12. Januar 2010. Foto: (cc) American Red Cross/Talia Frenkel
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“Dem Rassismus die Stirn bieten. Nicht wegschauen, handeln!” Das sind die üblichen Parolen aus Politik und Gesellschaft, wenn es darum geht, dem Volk klar zu machen, wie man dem versteckten und offenen Rassismus in Deutschland und der Welt wirksam begegnen sollte. Doch bei der diesjährigen Anti-Rassismus-Konferenz in Genf, bei der zu befürchten steht, dass es wieder zu antisemitischer Hetze seitens des iranischen Ministerpräsidenten Ahmadinedschad kommt, steckt man lieber den Kopf in den Sand. Statt die Chance zu nutzen, ein klares Zeichen gegen Rassismus aller Art zu setzen, bleibt man der Konferenz lieber fern. Selbst jüdische Organisationen in Deutschland unterstützen diese zweifelhafte Entscheidung.
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