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Unerträgliche Phrasen, wahrlich keine Leichtigkeit

Matthias Güldner, Jahrgang 1960, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft, verteidigt die verfassungsrechtlich bedenklichen Internet-Sperren auf DNS-Basis in einem Kommentar der Onlineausgabe der WELT. Doch sein Beitrag unter dem Titel “Die unerträgliche Leichtigkeit des Internet” offenbart eine große Portion stereotyper Vorurteile gepaart mit unverholener Internetfeindlichkeit. Dabe versuchen die Grünen schon lange, das Image der fortschrittsfeindlichen Ökopartei abzuschütteln. Matthias Güldner erweist ihr mit diesem Beitrag einen Bärendienst. weiter »

Widerstand regt sich

Demonstration der Piratenpartei in Düsseldorf

Gut einen Monat hat die Piratenpartei noch, um die notwendigen Stützunterschriften für die Zulassung zur Bundestagswahl zu bekommen. Über 90 Prozent der Unterschriften hat sie bereits. Am heutigen Samstag protestierten deutschlandweit Mitglieder der Partei gegen die Errichtung einer “Zensurinfrastruktur” durch das so genannte “Zugangserschwerungsgesetz” gegen Kinderpornographie im Internet. “Löschen statt Sperren” so lautete das Motto der Demonstranten. In ihren Augen ist das am Freitag im Bundestag mit den Stimmen der Koalition beschlossene Gesetz reine Augenwischerei – und damit haben sie recht. Die Einrichtung von DNS-Sperren ist sinnlos: Keinem einzigen Kind wird geholfen, wenn man vor die Server mit kinderpornografischem Inhalt rote Stopp-Schilder hängt. Was die Internet-Affine Jugend längst verstanden hat, will – so hat man den Eindruck – nicht in die Betonköpfe einiger Politiker hinein. Gerade der SPD läuft nun Gefahr, dass ihr eine junge Wunschzielgruppe bei der Wahl im September davonläuft.

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