Du bist… frustriert!

Wie war das noch gleich mit unserem Ede aus München? Er will nicht, dass „die Frustrierten“ unser Land regieren? Nun, wer will das schon. Und frustriert wie Ede war, hat er sich dann auch gleich wieder aus der Bundespolitik verzogen und ist ins Land der blau-weißen Karos zurückgezogen. Glücklicherweise nicht an der Regierung beteiligt, aber wohl ebenso genauso frustiert zeigte sich Jean-Remy von Matt von der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt. In einem offenen Brief griff er all die Nörgler an, die das Loblied der „Du bist Deutschland“-Kampagne nicht mitsingen möchten. Mittlerweile hat er sich für Teile seiner verbalen Ausrutscher entschuldigt.

In einer halböffentlichen Rundmail, die schnell ihren Weg durch Blogs und eMails fand, richtet sich von Matt an die Bloggergemeinschaft. Zwar sei ihm klar, dass es ein Recht auf Meinungsfreiheit gäbe, aber wer gäbe eigentlich „jeden Computerbesitzern das Recht, ungefragt seine Meinung abzusondern.“ Vor allem die Weblogs, die „Klowände des Internets“ hatten es ihm angetan.

Nun die Frage beantwortere er sich eigentlich schon selbst. Meinungsfreiheit heisst das Stichwort.

In einem weiteren Brief entschuldigt sich von Matt nun für diesen und noch andere Fehltritte seiner frustrierten Botschaft.

Es ist mir insbesondere klar, wie viel die Weblogs für die Verwirklichung dieses Rechts tun – vor allem in Ländern, wo Meinungsfreiheit nicht selbstverständlich ist. Insofern tut es mir leid, dass ich dieses Recht unbedacht in Frage gestellt habe. Ich hatte mich halt aufgeregt! Und eine Mail an meine Mitarbeiter geschrieben, die durch die berechtigte oder unberechtigte Kritik an einer Kampagne, an der sie monatelang hart gearbeitet haben, verunsichert waren und Zuspruch verdient hatten.

Ich sage: Frustriert darf jeder einmal sein. Nicht jeder muß die „Du bist Deutschland“-Kampagne mögen. Und nicht jeder muß die Kritiker mögen. Doch eins ist mal wieder deutlich geworden: Klowände waren schon immer ein geeignetes Mittel zur freien Meinungsäußerung. Keiner wird zum Hinschauen gezwungen. Ernst nehmens sollte man sie dennoch.

Und last but not least: Heisst es bei der Kampagne nicht sinngemäß „Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen? Jeder Einzelne fange bei sich zuerst an? Na, genau das machen die Blogger doch! Und es funktioniert Prima! Danke, Du bist Deutschland!

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