Ein halbes Jahr Alexa: Meine Erfahrungen mit Amazon Echo

Amazon Alexa Test

Digitale Sprachassistenten sind auf dem Vormarsch. Doch die unscheinbaren Mitbewohner polarisieren. Sind es nun praktische Helferlein oder böswillige Spione? Erleichtert Amazon Echo den Alltag oder ist „Alexa“ doch nur technische Spielerei? Ein halbes Jahr „wohnt“ Alexa nun schon bei mir. Im Selbstversuch schildere ich meine Erfahrungen mit Amazon Echo.

Mein erster zaghafter Schritt in die Welt der digitalen Sprachassistenten kam im Juni 2017 in Form eines Amazon Echo Dot ins Haus. Der kleinst Vertreter aus der Echo-Familie. Mein Arbeitskollege hatte mich gewarnt: „So fängt es immer an. Irgendwann hast Du die überall.“

Sechs Monate wohnen wir nun schon unter einem Dach. Es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Meine Erfahrungen mit Amazon Echo.

Aber fangen wir von vorne an.

Was ist ein digitaler Sprachassistent?

Digitale Sprachassistenten sind in der Lage, gesprochene Kommandos zu verarbeiten. Sie können Terminkalender Pflegen, Musik abspielen oder in Verbindung mit entsprechender Hardware auch die Steuerung von Licht oder Heizung übernehmen.

Wie funktioniert Amazon Echo?

Wie alle Sprachassistenten wartet „Alexa“, die Stimme von Amazons Sprachsystem „Echo“ auf ein so genanntes Aktivierungswort. Dazu sind die Mikrofone in den Geräten stets aktiv und lauschen in den Raum. Bei Amazon Echo lauscht das Gerät in der Standardeinstellung auf das Wort „Alexa“. Erst dann beginnt das System, Folgekommandos zu verarbeiten. Wahlweise kann der Assistent auch auf die Wörter „Computer“ oder „Echo“ umgestellt werden. Googles Sprachassistent beispielsweise wird mit „Ok, Google“ aktiviert.

Funktionsprinzip Sprachassistenten am Beispiel Amazon Alexa

Und hier beginnt schon der Albtraum aller Datenschützer. Sie werfen den Systemen die „Totalüberwachung“ der Privatsphäre vor. Gewiss, ständig offene Mikrophone legen den Verdacht nahe, dass man sich mit einem Sprachassistenten eine Wanze in die Wohnung holt, die fortan jedes gesprochene Wort heimlich an Amazon oder die anderen Anbieter übermittelt. Aber so ganz stimmt das nicht.

Die zuverlässige Spracherkennung nötigt den Sprachassistenten eine hohe Rechenleistung ab. Eine Rechenleistung, die die kleinen Apparate in der Wohnung nicht leisten können. Lediglich das Aktivierungswort wird lokal auf dem Endgerät erkannt und verarbeitet. Alles was danach an Kommandos folgt, sendet das Gerät in die Rechenzentren des Anbieters zur weiteren Verarbeitung. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Solange niemand das Aktivierungswort sagt, werden auch keine Sprachdaten in das Internet übertragen oder ausgewertet. Eine Überwachung rund um die Uhr findet also nicht statt.

Amazon Echo und die Privatsphäre

Trau schau wem. Auch ich habe dem Braten nicht getraut und wollte vor dem ersten Einsatz auf Nummer sichergehen. Um herauszufinden ob Amazon Echo auch dann Daten in die Cloud sendet, wenn ich gar nicht mit ihm spreche, gibt es eine recht simple Methode: Den ausgehenden Datenverkehr überprüfen. Dazu habe ich meinen Router angewiesen, sich jedes einzelne Bit, dass durch seine Leitungen nach draußen geschickt wird, zu notieren. Mit meiner Fritz!Box geht das recht einfach: Über die URL fritz.box/html/capture.html lässt sich der Router anweisen, den gesamten Datenverkehr in einer Datei zu speichern. Die Daten können anschließend beispielsweise mit dem Tool „Wireshark“ ausgelesen werden. Der Echo Dot verfügt über eine eindeutige Netzwerkadresse, die so genannte MAC-Adresse (kann in der Alexa App abgerufen werden). Somit ist in einem Datenmitschnitt klar zu erkennen, welches Gerät wann Daten übertragen hat. Der Test hat ergeben: Solange ich nicht „Alexa“ sage sendet Echo auch keine Daten ins Internet. Erst nach dem Aktivierungswort ist Datenübertragung zu verzeichnen. Soweit so gut.

Wenn der Echo mit Alexa spricht: Ansicht des Datenmitschnitts

Dennoch: Alle Sprachkommandos die man im Laufe der Zeit dem Echo erteilt, werden in Form kleiner Audiomitschnitte an die Server von Amazon übertragen. Das Unternehmen nutzt die persönlichen Befehle dazu, die Spracherkennung im Laufe der Zeit zu verbessern. Auch an individuelle Eigenarten gewöhnt sich das System. Da man in der Alexa App zusätzlich dem System mitteilen kann, ob ein Kommando korrekt verstanden wurde, verbessert sich Alexa hier mit der Zeit. Aber: Natürlich lassen sich die gesammelten Audiomitschnitte auch dazu nutzen, ein Profil der persönlichen Vorlieben für die Nutzung des Sprachassistenten zu erstellen. Etwa welche Musik gerne abgefragt wird, oder auch andere Fragen und Kommandos, die an das System gestellt werden. Last but not least wäre zumindest theoretisch auch die Erstellung eines Stimmenprofils möglich.

Kann Amazon Echo Stimmen unterscheiden?

Wer sich einen Sprachassistenten ins Haus holt, sollte sich über eines im Klaren sein: Noch unterscheiden die Dinger nicht, wer mit ihnen spricht. In den USA hat Amazon angekündigt, in Kürze eine Stimmerkennung einzuführen, bis das hierzulande verfügbar ist, kann es aber noch dauern.

Was bedeutet das bis dahin? Amazon Echo, bzw. „Alexa“ hört auf jeden, der mit ihr spricht. Das ist dann problematisch, wenn in einem Haushalt mehrere Personen leben und man z.B. unterschiedliche Terminkalender oder To-Do-Listen mit Alexa verwalten will. Auch kann Amazon Echo kein persönliches Profil der eigenen Lieblingsmusik erstellen. Ganz wichtig: Vor allem wer Kinder im Haus, hat sollte die Möglichkeit, Bestellungen über Echo auszuführen in der Alexa App als erstes deaktivieren. Man weiß ja nie, auf welche Ideen die Kleinen so kommen. Apropos Kinder: Mein Sohn findet Alexa richtig klasse. Blöd nur, wenn er mitten beim Frühstück plötzlich „Alexa? Spiele Star Wars!“ ruft. Die gerade noch seichten Melodien des Frühstücksradios verstummen und und der mächtige Sternenkrieger-Soundtrack fegt einem das Marmeladen Brötchen aus der Hand. Ja, wer Kinder hat, der wünscht sich wirklich baldigst eine Stimmen-Erkennung. „Alexa? Hör nicht auf ihn!“

Alexa Anwendungsbeispiele für den Alltag

Ist Amazon Echo mehr als nur technische Spielerei? Doch, ja, irgendwie schon. Es kommt halt darauf an, wie man es nutzt. In erster Linie ist Alexa in Kombination mit dem Amazon-eigenen Streaming-Dienst Amazon Prime Music vor allem darauf ausgelegt, Musikwünsche auf Zuruf zu erfüllen. Das ist schon mal was. Es geht aber noch weiter.

  • Alexa in der Küche

    Ein Echo Dot steht bei mir in der Küche. Gerade hier leistet mir Alexa gute Dienste. Und zwar immer dann, wenn ich in 5, 10 oder 50 Minuten mal wieder nach dem Essen schauen sollte. „Alexa? Stelle einen Timer auf 5 Minuten“. Seitdem gibt’s bei mir garantiert keine hartgekochten Eier mehr zum Frühstück. Ich hasse die. Apropos Küche. Immer wenn ich feststelle, dass schon wieder der Kaffee nur neige geht, genügt ein „Alexa? Setze Kaffee auf die Einkaufsliste!“. Später im Supermarkt, habe ich auf dem Smartphone stets eine aktuelle Einkaufsliste parat. Und da jeder im Haushalt fehlendes auf die Liste setzen kann, wird auch kaum noch was vergessen. Ja-ha, es gibt auch Zettel, auf die man schreiben kann. Aber per Zuruf ist das einfach praktischer.

  • Alexa im Wohnzimmer

    Hier erfüllt Alexa hauptsächlich musikalische Aufgaben. Dazu habe ich einen Echo Dot per 3,5mm Klinkenstecker an den Verstärker der HiFi-Anlage angeschlossen. Das hat mehrere Gründe: Erstens benötige ich so keinen teureren Echo oder Echo Plus, das sind die mit größerem eingebauten Lautsprecher. Zweitens kämen diese trotz satterem Sound dennoch nicht mit der Hifi-Anlage mit. Also spare ich mit dem kleinen Echo Dot Geld und habe trotzdem perfekten Klang im Wohnzimmer. Last but not least ist der Dot über die Stromversorgung des Verstärkers angeschlossen. Wenn der Verstärker aus ist, schaltet sich auch der Echo Dot aus. Komplett. Auch das Mikrophon ist dann hunderprozentig taub. Sozusagen ein letztes rebellisches Aufbäumen vor dem diffusen Unbehagen, Alexa könnte doch mehr lauschen, als mir lieb ist.

  • Alexa im Schlafzimmer

    Ja ich weiß, ihr habt ja recht. Hier wollte ich erst gar keinen Echo installieren. Aber irgendwann wurde ich dann doch schwach. Auf dem Sideboard steht nun ein Echo der 2. Generation. Der wird neben Musik oder für Hörspiele und -bücher natürlich auch als Wecker eingesetzt. „Alexa? Wecke mich morgen früh um 6:45 Uhr!“. Dazu kann man in der Alexa App verschiedene Klingeltöne auswählen. Eigene können leider noch(?) nicht hinzu gefügt werden. Außerdem ist es echt praktisch, wenn man zur frühen Morgenstunde – wenn die Augen noch ganz verschriemelt sind – ein kurzes „Alexa? Wie spät ist es?“ in den Raum wirft statt blinzelnd auf dem Nachttisch nach der Uhr zu tasten.

  • Alexa im Arbeitszimmer

    Ob für Radiosendungen „Alexa? Spiele Radio WDR 5“ oder wichtige Erinnerungen „Alexa? Erinnere mich daran um 15 Uhr Max Mustermann anzrufen“ macht sie ihrer Funktion als Sprachassistentin ganze Ehre. Aber auch Termine erstellt Alexa im Handumdrehen und überträgt diese direkt in meinen Google oder Outlook Kalender. „Alexa? Erstelle einen Termin am 10. Januar um 15:00, Zahnarzt“. Wenn man sich mal unklar ausdrückt, fragt Alexa auch nach. „Alexa? Erstelle einen Termin um 3 Uhr, Zahnarzt“ – „Um 3 Uhr Vormittags oder Nachmittags?“. Gut, ganz so schlau ist sie dann doch nicht, festzustellen, dass man kaum mitten in der Nacht einen Zahnarzttermin bekommt.

  • Alexa im Kinderzimmer

    Für die Kleinen ist Alexa ohnehin ein großer Spaß. Und es macht sie unabhängiger. Es müssen keine Geräte bedient werden und Alexa spielt auf Zuruf jede gewünschte Musik. Kinderlieder kennt sie auch viele. Ebenso zum Einschlafen, etwa mit einem Hörspiel, ist Alexa bestens geeignet.  Wer jetzt Bedenken hat, das Kind könnte die ganze Nacht unkontrolliert Musik hören: Der Zugriff auf das Internet lässt sich über jeden handelsüblichen Router – wie etwa mit der AVM Fritz!Box – für jedes einzelne Gerät zeitlich einschränken. Wie man die Fritz!Box mit Kindersicherung einrichtet, habe ich hier aufgeschrieben.

  • Alexa in mehreren Räumen 

    Die Bude putzen geht mit Musik stets leichter zur Hand. Wenn man dann im ganzen Haus hin- und her läuft ist es doch schön, wenn einem die Musik in jedem Raum zur Verfügung steht. Das so genannte „Multiroom-Feature“ ermöglicht es, Musik auf mehreren Geräten gleichzeitig abzuspielen. So lassen sich über die Alexa App alle Echos im Haus oder wahlweise auf jeder Etage zu einer Gruppe zusammen fassen. Ein „Alexa, Spiele Musik im Erdgeschoss“ startet synchron auf allen Geräten die Musikwiedergabe im definierten Bereich. 

    Stehen in mehreren Räumen Echos verteilt und sind die Türen geöffnet, kann es schon mal sein, dass der angesprochene Echo nicht korrekt reagiert. Zwar versucht das System stets zu identifizieren, welchem Gerät man am nächsten steht, dennoch kann es vorkommen, dass das falsche Gerät den Befehl annimmt. Daher sollte man darauf achten, die Geräte so in den Räumen zu verteilen, dass sie möglichst weit von den Türen entfernt oder „um die Ecke“ herum platziert sind.

  • Alexa im Badezimmer

    Ne, irgendwann ist auch mal gut… wobei. Als Duschradio vielleicht? Irgendwann mal.

Was sind Alexa Skills?

Um noch mehr Funktionen anbieten zu können, stellt Amazon eine Programmierschnittstelle, die so genannte „API“ bereit. Hier kann jeder, der sich ein bisschen mit Coden auskennt, eigene Apps, so genannte „Skills“ programmieren. Im Grunde also nicht anderes als sprachgesteuerte Zusatzprogramme für Alexa. Und das Angebot ist mittlerweile riesig. Und nicht nur Hersteller von Produkten für das „Smart Home“ also Lampen, Schalter, Heizungsthermostate liefern zu ihren Geräten die passenden Alexa-Skills.

Alexa Skill Angebot

Viele Drittanbieter haben mittlerweile ein großes Angebot beigesteuert. So gibt es Skills für Verkehrsmeldungen, für Mensapläne an den Universitäten, für Rezepte, für Meeresrauschen, für den Eurovisions-Contest, und und und. Ein Skill lässt sich am besten mit einer App für ein Smartphone vergleichen. Es ist ein kleines Zusatzprogramm, das erst „installiert“ werden muss. Anders als beim Smartphone wird allerdings kein Programm auf dem Endgerät, also dem Echo, gespeichert. Der gewünschte Skill wird zur Nutzung lediglich aktiviert. Das Geschieht am einfachsten über die Alexa App oder am PC via Webbrower. Allerdings tummelt sich in dem Angebot auch viel Schrott. Witzchen-Skills, Sound-Skills, Blödel-Skills. Am Anfang ganz lustig, braucht aber niemand.

Alexa Skill Angebot

Das Angebot an Alexa Skills ist riesig. Allerdings auch mit riesig viel unnützem Zeugs.

Leider sind viele Skills in der Benutzung oft umständlich und unnatürlich. So muss zur Aktivierung eines Skills meist ein genau festgelegter Satz gesprochen werden. Dieser beginnt häufig mit „Alexa, frage [Name des Skills] nach…„. Und das wirkt dann schnell seltsam.

Der Skill „Abfallkalender“ ermöglicht es beispielsweise, die Abholtermine des lokalen Abfallunternehmens abzufragen. Dazu wird vorher der Terminkalender, den viele Unternehmen bereits in digitaler Form anbieten, über eine Weboberfläche in den Skill importiert. Aber um zu erfahren, wann das nächste Mal der Restmüll abgeholt wird, muss exakt gesprochen werden: „Alexa, frage Abfallkalender, wann Restmüll abgeholt wird.“ Das viel natürlichere „Alexa, wann wird der Restmüll abgeholt“ funktioniert nicht, da der Skill dadurch nicht aktiviert wurde. Sprachassistenten werden aber nur dann erfolgreich sein, wenn sich die Technik an den Menschen gewöhnt und nicht anders herum, der Mensch sich an die Eigenarten der Technik gewöhnen muss. 

Alexa Smart Home Skills

Richtig interessant wird Amazon Echo in Verbindung mit Smart Home Technologie. Also Heizungs-Thermostaten, Lampen, oder Steckdosen. Der Grund warum mich solche Gadgets bislang nicht gereizt haben, waren neben den relativ hohen Anschaffungskosten auch die Art der Nutzung. Ob ich meine Lampen nun via Smartphone oder direkt am Schalter einschalte, macht im Grunde keinen Unterschied. Im Zweifelsfall bin ich sogar schneller am Lichtschalter, als dass ich mein Smartphone hervorgekramt und die entsprechende App geöffnet habe. 

Wenn ich jetzt aber auf Zuruf Geräte steuern kann, so hilft mir das schon. Vor allem wenn man mit einem Korb voll Wäsche in beiden Händen durch das dunkle Kinderzimmer tappt. Irgendwo lagen doch noch diese Legosteine herum. Keine Hand frei? Egal. „Alexa? Schalte im Kinderzimmer das Licht an!“ Die Spracherkennung ist die perfekte Ergänzung für das Smart Home.

Telefonieren mit Alexa

Seit neuestem können Amazon Echo Besitzer auch untereinander telefonieren oder Sprachnachrichten austauschen. Dabei erkennt Amazon über das Adressbuch des eigenen Smartphones, wer ebenfalls einen Echo besitzt und gibt dann die Möglichkeit, entweder per App oder aber Sprachbefehl am Echo Nachrichten zu senden. Die Benutzung ist dabei intuitiv. „Alexa, Rufe Max an“ startet einen Live-Anruf. Beim Empfänger ertönt ein Signal, der Ring am Echo leuchtet grün und Alexa kündigt den Anrufer an. Ein „Alexa, Anruf annehmen“ startet die Konversation. Ähnlich geht es mit dem Versenden von Sprachnachrichten. Nach „Alexa, sende eine Nachricht an Max“ befindet sich der Echo im Aufnahmemodus. Ein „Alexa, Nachricht senden“ verschickt diese.

Amazon Echo vs. Google Assistant

Kommen wir nun endlich zur alles entscheidenden Frage: Wie schlau ist Amazon Echo? Ganz ehrlich? Noch nicht sehr. Alexa bedient sich bei Fragen zum Wetter, zu Personen zu Rezepten stets aus Daten, die sie im Internet findet. Ok, das machen andere genauso. Ein großes Manko: Alexa sucht ihre Antworten über Microsofts Suchmaschine Bing. Und die ist bei weitem nicht so gut wie die vom Platzhirschen Google. Auch verfügt Google über einen viel größeren Informationspool und kann Dinge besser miteinander verknüpfen. Dafür fehlt Google wiederum der Zugriff auf das Amazon Universum mit Musik und weiteren Angeboten. Auch die Möglichkeit, den Google Assistant mit Smart Home Geräten zu verbinden ist bislang(!) noch etwas eingeschränkter als bei Amazon Echo.

Allerdings: Im Gegensatz zu Alexa kann der Google Assistant auch aufeinander folgende Fragen mit vorherigen Fragen abgleichen. Fragt man Alexa beispielsweise wer Sean Connery ist, so wird sie brav die Antwort geben. Fragt man anschließend „Und wie alt ist er?“ kann sie sich nicht mehr daran erinnern, von wem man gerade spricht. Da erinnert die gute Alexa doch stark an das vergessliche Fischchen Dory aus „Findet Nemo“. Der Google Assistant hingegen schlussfolgert aus der voran gegangenen Konversation völlig richtig, dass es sich um eine Frage zu Sean Connery handeln muss und findet die passende Antwort.

Unterschiede zwischen Echo Dot, Echo, Echo Plus und Echo Show

Amazon hat die Produktreihe aufgebohrt und bietet in Deutschland neben dem Amazon Echo Dot den bereits erwähnten Echo und Echo Plus an. Der Echo Dot und Echo sind vom Funktionsumfang identisch. Lediglich die Bauweise ermöglicht dem größeren Echo einen sattere Raumbeschallung während der kleine Echo Dot eher die Tonqualität eines Radioweckers besitzt. Aber für Küche oder Bad sind die kleinen Dots auf jeden Fall ausreichend.

Beide können via Bluetooth oder einen 3,5mm Klinkenstecker an eine HiFi-Anlage angeschlossen werden. Während sich der Echo Dot per USB-Kabel an jeder beliebigen USB-Stromversorgung betreiben lässt, werden die größeren Modelle jedoch mit einem richtigen Netzstecker ausgeliefert.

Der neue Amazon Echo Plus ist noch etwas größer als der Echo und verfügt über ein eingebautes Smart Home Hub um weitere Smart Home Geräte  wie Lampen oder Steckdosen direkt ansteuern zu können. Der Hub untersützt dabei ZigBee-fähige Smart Home Geräte wie etwa die Lechten von Philips Hue. Auch die smarten Tradfri Lampen soll der Hub steuern können. Nutzer berichten jedoch von Schwierigkeiten mit den ersten Produktreihen von IKEA.

Das jüngste – und teuerste – Mitglied der Echo Familie ist der Amazon Echo Show. Eine „Alexa“ mit eingebautem Bildschirm. Hier sind die Fähigkeiten um Videofunktionen wie etwa Filme, Videokonferenzen oder die Kopplung mit Baby- oder Überwachungskameras verbunden.

 

Fazit

Nach einem halben Jahr im Einsatz werde ich die Sprachassistenten weiter benutzen. Sie haben sich im Alltag bewährt. Einiges ist noch Spielkram und noch sind längst nicht alle Funktionen ausgereift. Aber Musik, Radio oder Nachrichten auf Zuruf, Hilfe beim Einkaufen oder in der Küche, Unterhaltung fürs Kind und der aktuelle Wetterbericht sind schon recht nützlich. In Kombination mit einer Haussteuerung wird das ganze erst richtig gut. Und als Gedankenstütze für To-Dos und Termine hat sich das System auch bewährt.

One Comment

  1. Also ich weiss ja nicht. Wenn ich in meiner Wohnung ständig vor mich hin Quatschen würde. Und Nachts würde das gar nicht gehen. Und ich höre nie Musik, denke nicht daran, auf den Einkauszettel zu schauen, und spreche nicht gerne. Ich würde nie sagen, Alexa Fernseher an. Dazu bin ich zu schüchtern. Außerdem surfe ich über Mobilfunk, da das Internet mit 15 Euro im Monat schon zu teuer ist.

    Wenn Alexa mal den Warp-Antrieb repariert oder mir bei einer Fehlerdiagnose hilft, die Rechtschreibung durchsieht. Meinen Roller repariert. Alexa, Ventilator an, habe ich gerade versucht zu sagen. Das kommt doch gar nicht in Frage. Das ist wirklich nur für Leute, die ständig reden, immer Leute um sich rum haben und alles durchplanen. Einen Termin muss ich bewußt ausführen, muss mich vorbereiten. Einfach einen Termin zu wissen? Da ist es doch besser, den zu vergessen, ansonsten ist man nicht vorbereitet und lügt dann.

    Wäre nicht eine Fernbedienung viel besser? Für die Geräte im Haus meine ich.

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