Kontaktgrill Vergleich: Mit welchem Gerät gelingt Dir das perfekte Steak?

Foto: Adobe Stock/karepa

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Um die Zubereitung für das perfekte Steak ranken sich zahllose Mythen und Ansichten. Ob auf offener Flamme über dem Holzkohle- oder Gasgrill, ob vorgaren im heißen Wasserbad mit der Sous-vide Methode oder im ultraheißen Beef-Maker: Jeder Küchenchef hat seine eigenen Präferenzen. Doch es gibt noch eine weitere Methode: Den Kontaktgrill. Er ist schnell einsatzbereit, ermöglicht das fettarme Zubereiten von Speisen und grillt fast immer auf den Punkt genau. In unserem Kontaktgrill Ratgeber stellen wir fünf Top-Geräte für Gastronomie oder zu Hause vor und sagen Dir, worauf Du beim Kauf achten solltest.

Was ist ein Kontaktgrill?

Mit der „Lean Mean Fat-Reducing Grilling Machine“, zu Deutsch in etwa die „Schlanke mittleres Fett-reduzierende Grill Maschine“, fing 1994 alles an: Das US-amerikanische Unternehmen Spektrum Brands brachte einen kompakten Grill auf den Markt, der schnell und fettarm Grillspeisen zubereiten konnte. Die ursprüngliche Absicht war es, einen Indoor-Grill zu schaffen, der den einzigartigen Vorteil des Grillens auf beiden Seiten gleichzeitig bietet. Ein weiterer Vorteil bestand darin, den Fettgehalt von Hamburgern und anderem Fleisch zu reduzieren. Dazu wurde das Fett in einen separaten Behälter abgelassen. US-Profiboxer George Foreman lieh dem Produkt seinen Namen. Fortan war der George Foreman Grill geboren, der heute vom Tochterunternehmen Russel Hobbs vertrieben wird. Ein Millionengeschäft, dem sich auch viele andere Anbieter am Markt angeschlossen haben. Heute sind die ausschließlich elektrisch betriebenen Kontaktgrills fester Bestandteil der Gastronomie, aber auch in vielen Privathaushalten zu finden. 

Welche Vorteile hat ein Kontaktgrill?

Warum sollte ich einen Kontaktgrill kaufen? Im Gegensatz zu einem Holzkohle- oder Gasgrill kannst Du einen Kontaktgrill auch in geschlossenen Räumen, also Deiner Küche oder direkt auf dem Esstisch, einsetzen. Ein Kontaktgrill verfügt über eine schnell aufheizende Unter- und Oberplatte. Das Grillgut wird wie bei einem klassischen Sandwichmaker zwischen den Grillplatten eingeklemmt und gleichmäßig auf beiden Seiten gegrillt. Das ist sehr wichtig für eine krosse Außenseite und einen saftigen Kern. Auf dem Grill kann ungleichmäßiges Anbraten auf beiden Seiten durch zu spätes Wenden oder unterschiedliche Temperaturverhältnisse nach dem Wenden schon für ein unbefriedigendes Ergebnis sorgen.

Ein Kontaktgrill ist kompakter als ein Kohle- oder Gasgrill. Du sparst mit einem Kontaktgrill also Platz. Zudem ist er sehr schnell auf- und wieder abgebaut. Auch die Reinigung ist deutlich einfacher als bei anderen Geräten. Die Platten können meist mit einem Mikrofasertuch und sanften Reinigungsmitteln abgewischt werden. Bei einem herkömmlichen Grill fällt schon deutlich mehr Arbeit an. Ein Kontaktgrill ist also besonders für das „spontane Grillvergnügen“ geeignet und überall dort, wo herkömmliche Grills keinen Platz finden oder offenen Flammen unerwünscht sind.

Last but not least, ein Kontaktgrill grillt gesünder. Überschüssiges Fett wird bei den meisten Geräten über Rillen in eine Abtropfschale geleitet. Es entstehen weniger ungesunde Schadstoffe wie Rauchgase, die weder eingeatmet werden noch sich im Grillgut festsetzen.

Die wichtigsten Merkmale eines Kontaktgrills

Die typischen Merkmale eines Kontaktgrills: Für eine schonende Ernährung wird das überschüssige Fett abgeführt. Es entstehen keine Rauchgase, die Grilltemperatur lässt sich exakt bestimmen.

Welche Funktionen sollte ein Kontaktgrill haben?

Der Markt für Kontaktgrills ist groß. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 25 Euro für Einsteigermodelle bis über 1000 Euro und mehr für professionelle Geräte in der Gastronomie. Worauf sollte ich beim Kauf eines Kontaktgrills achten? Wir listen die wichtigsten Merkmale auf, über die Dein Gerät verfügen sollte.

  • Leistung: Um in angemessener Zeit auf ordentliche Temperatur zu kommen und das Fleisch optimal anzubraten, sollte der Kontaktgrill über mindestens 2000 Watt Leistung verfügen. 
  • Temperatur: Ein gutes Steak will heiß gegrillt werden. 300 Grad sollte Dein Kontaktgrill schon schaffen. Bei dieser Temperatur verschließen die Poren im Fleisch und das Innere bleibt schön saftig.
  • Einstellungen: Um je nach Bedarf punktgenau zu grillen, sollte die Temperatur am Kontaktgrill einstellbar sein. Gemüse und Fisch benötigen eine andere Temperatur als ein ordentliches Steak.
  • Grillfläche: Du liebst große Steaks, hast viele hungrige Freunde oder Kunden? Dann sollte Dein Kontaktgrill über eine große Grillfläche verfügen. Auch hier Schwanken die Modelle zwischen 300 – 800 cm² Fläche. Ausführungen für die Gastronomie sind entsprechend größer.
  • Antihaft: Eine gute Antihaftbeschichtung ist unabdingbar für fettarmes Grillen und sorgt zudem für die einfache Reinigung des Gerätes. Während im Profibereich gusseiserne Platten den täglichen Strapazen am besten Stand halten, sollte Consumer-Produkte über eine gute Antihaft-Beschichtung verfügen. 
  • Fettablauf: Um das Anbrennen von unnötigem Fett zu vermeiden, achte darauf, dass Dein Kontaktgrill über einen guten Fettablauf verfügt. Eine leicht angeschrägte Grillfläche ist hilfreich.

Darüber hinaus bieten manche Anbieter einen Kontaktgrill mit Wechselplatten an. Dies ist dann sinnvoll, wenn man neben Grillgut mit den klassischen Rillen auch noch andere Speisen zubereiten möchte. So gibt es spezielle Platten für Waffeln, Spiegeleier oder Omelette. Wer das nicht möchte, kann darauf verzichten. 

Shopping Guide: Kontaktgrill für Gastronomie und Privat

Ob Profigerät für die Gastronomie oder Einsteiger-Gerät für den Privatgebrauch. Das Spektrum der Kontaktgrills ist riesig. Hier stellen wir fünf aktuelle Top-Modelle und ihre wichtigsten Eigenschaften vor:

Bartscher Kontaktgrill 3600 2GR

Bartscher Kontaktgrill

Das Unternehmen Bartscher gehört zu den führenden deutschen Herstellern von Großküchen-Geräten. Der Bartscher Elektro-Doppel-Kontaktgrill ist mit aktuell ca. 325 Euro ein echtes Schnäppchen. Erhältlich in einer Variante mit glatten Grillplatten oder einer gerillten Oberseite hat es mit einer Leistung von 3600 Watt und bis zu 300 Grad stufenlos einstellbarer Temperatur genügend „Wumms“ für saftige Steaks, auf den Punkt gegrillte Paninis und weitere Köstlichkeiten. Die Doppel-Grillplatten lassen die gleichzeitige Zubereitung verschiedener Speisen zu. Das Material aus Gusseisen ist langlebig. Die Grillfläche mit 47cm x 23 cm ist für ein Bistro oder kleines Restaurant ausreichend groß dimensioniert. Eine Auffangschale sorgt dafür, dass überschüssiges Fett abläuft. Die Grillflächen selbst sind allerdings nicht abnehmbar. 

Beeketal Gastro Kontaktgrill 

Beeketal_KontaktgrillDer Kontaktgrill von Beeketal für den Gastronomiebereich ist in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Grillplatten – oben und unten gerillt, flach oder gemischt – erhältlich. Für nur rund 300 Euro gehört er ebenfalls zu den günstigeren Profimodellen, lässt aber nur wenige Wünsche offen. Langlebige gusseiserne Grillplatten und eine Leistung bis zu 3600 Watt (Modelle BKG7, BKG8, BKG9) lassen perfekte Grillergebnisse für Fleisch, Paninis oder anderes Grillgut zu. Die Doppel-Grillplatten ermöglichen zudem die schnelle Zubereitung für unterschiedliche Speisen gleichzeitig. Die Temperatur ist stufenlos von 50-300 Grad Celsius einstellbar. Die Grillplatten sind mit 47,5x23cm groß dimensioniert. Eine Auffangschale für das Fett ist selbstverständlich. Leider lassen sich die Grillplatten nicht einzeln herausnehmen, so dass die Reinigung am Gerät erfolgen muss. 

Tefal GC 722 D Optigrill+ 

Tefal OptigrillFür knapp 175 Euro ein Kontaktgrill der sich vor Profilgeräten nicht verstecken muss: Der große GC 722D Optigrill+ von Tefal. Er verfügt über 2000 Watt Leistung, 9 voreingestellte Grillprogramme für unterschiedliches Grillgut und eine große Grillfläche von 40x20cm, auf der mehrere Steaks gleichzeitig Platz finden. Je nach Art und Dicke des Grillguts passt der Optigrill automatisch die Temperatur und den Grillzyklus an. Der manuelle Temperaturmodus eignet sich zudem gut für Gemüse. Eine automatische Abschaltfunktion verhindert das Anbrennen der Speisen. Optische und akustische Signale weisen den Anwender darauf hin, wenn das Grillgut fertig ist. Wer es etwas kompakter mag, kann auch zum kleineren Modell GC 702 D greifen, der aktuell für unter 100 Euro erhältlich ist. Immerhin ein Testsieger der Stiftung Warentest 6/2015. Auch hier gehören ein Fettablauf und verschiedenen Grillprogramme zum Standard. Mit einer Grillfläche von 33x20cm ist er jedoch etwas kompakter.

George Foreman Präzisions-Grill

Geroge Foreman PräzisionsgrillDer Klassiker am Markt, der George Foreman Präzisions-Grill für rund 140 Euro ist der Ferrari unter den Kontaktgrills. Zumindest wenn man nach der Farbe geht. Das knallrote Gerät ist mit rund 1440 Watt zwar nicht so leistungsstark wie seine Mitbewerber, ist aber genauso vielseitig einsetzbar. Ob für Fleisch, Fisch oder Gemüse. Mit dem George Foreman Grill lassen sich Speisen fettarm zubereiten. Über einen mitgelieferten Temperatursensor wird die Kerntemperatur des Grillguts ermittelt, so dass sich Fleisch immer auf den Punkt zubereiten lässt. Fünf verschiedene Modi unterstützen bei der Zubereitung. Die Grillbleche sind Spülmaschinen geeignet und lassen sich zur Reinigung leicht herausnehmen. Die Auffangschale für überflüssiges Fett gehört selbstverständlich dazu.

H.KOENIG GR20

H.Koenig GR20Für weniger als 50 Euro gibt es mit dem H.Koenig GR20 Kontaktgrill einen Low-Budget Grill, der dennoch mit guten Kundenbewertungen überzeugt. Die Besonderheit bei diesem Gerät: Die beiden gerillten Kontaktplatten aus Antihaft-beschichtetem Material lassen sich aufklappen, so dass das Gerät statt als Kontaktgrill auch als Tischgrill zu verwenden ist. Die Leistung von 2000 Watt ist für gute Grillergebnisse ausreichend dimensioniert. Fett- und Bratensaft laufen über zwei Auffangschalen ab. Für die Reinigung wird ein Spatel mitgeliefert, um eventuelle Grillrückstände schonend zu entfernen. Über einen Temperaturregler lässt sich die gewünschte Hitze einstellen. Eine rote und grüne Lampe zeigen an, ob die jeweilige Temperatur erreicht ist. 

Fazit

Ob nun teures Profimodell oder günstiger Einsteigergrill: Die Wahl des passenden Gerätes hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Wer oft und viel grillt, muss auf Langlebigkeit achten. Hier ist Gusseisen oder eine qualitativ hochwertige Antihaftbeschichtung wichtig. Auch der verfügbare Platz spielt eine wichtige Rolle. Man möchte das Gerät ja auch zwischenzeitlich wegräumen können. Gelegenheitsgriller sind mit einem kompakten Gerät der unteren Preisklasse gut bedient. Wer gerne und viel grillt, sollte allerdings mindestens 100 Euro investieren. Tefal hat mit seinen Geräten ausgezeichnete Testergebnisse erzielt. Für den Dauereinsatz, speziell in der Gastronomie oder auf Veranstaltungen, sollte man jedoch mehr investieren. Hier sind die aufgeführten Gastro-Geräte die beste Einstiegsklasse. 

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