Merkurtransit „über Düsseldorf“

9. Mai 2016


Alle paar Jahre gibt es diese schönen Naturschauspiele zu bewundern, wenn sich Venus oder Merkur, die beiden innersten Planeten unseres Sonnensystems vor die Sonne schieben. Bei gutem Wetter und mit der richtigen Ausrüstung lässt sich dann der „Transit“, also die „Wanderung“ des Planeten vor der Sonne beobachten. Zuletzt hatte ich das Vergnügen vor 12 Jahren mit der Venus, die am 8. Juni 2004 über die Sonne wanderte, die nächste Gelegenheit, 2012, hatte ich verpasst. Heute war also der Merkur dran. Leider hat da Wetter nur in den ersten zwei Stunden mitgespielt. Aber immerhin. Ein kleiner Punkt für den Beobachter, ein Riesenweg für einen Planeten.

Der Merkur Transit im Bild festgehalten

Der Merkur Transit im Bild festgehalten. Klicken für hochaufgelöste Version.

Der rasende Io

9. April 2016


Schon faszinierend, was sich über unseren Köpfen so abspielt, ohne dass wir meist auch nur einen Gedanken darüber verschwenden. Der helle „Stern“, der am heutigen Abend bei klarem Himmel hoch oben in südlicher Richtung zu sehen war, war eigentlich ein Planet. Unser größter Begleiter im Sonnensystem: Jupiter. Ich habe daher mein Teleskop auf den Balkon gestellt, den Lichtkegel der Stadt verflucht und meine alte Webcam, eine Philips TouCam hervorgekramt.

Io zieht seine enge Bahn um Jupiter. Foto: Dennis Knake

Io zieht seine enge Bahn um Jupiter. Foto: Autor

Herausgekommen ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Innerhalb nur weniger Minuten konnte man Jupiters nächsten Mond „Io“ dabei beobachten, wie er seine Runden um den Gasriesen dreht. Erst war nur sein Schattenwurf sichtbar, dann bekam Jupiter einen kleinen „Pickel“, und ehe man sich versah, war Io auf seiner Bahn um den Planeten direkt zu beobachten. All das innerhalb nur 30 Minuten. Das sind die Momente, die bei mir allen Stress vergessen lassen.

I want to believe: Mein #BarCamp unterm Alu-Hut

21. März 2016


#bcruhr9 im Unperfekthaus

Da war es also wieder, mein mittlerweile, siebtes, achtes, neuntes #BarCamp? Premiere für mich allerdings war das BarCamp im Essener Unperfekthaus. Das Achte seiner Art. Auch allgemein als #bcruhr9, Nummer sieben fiel mal aus, verschlagwortet. Als Location ist dieses Haus allerdings gar nicht so unperfekt, sondern ziemlich genial. Viele bekannte Gesichter und trotzdem immer wieder eine gute Gelegenheit, neue Leute und Ideen kennen zu lernen. Und natürlich auch immer wieder die alte Frage: Was zur Hölle ist das hier eigentlich?

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Der „Blutmond“ über Düsseldorf

28. September 2015


Ich dachte ja, ich müsse ziemlich einen an der Waffel haben, mir die Montagnacht um die Ohren zu schlagen, um den „Superblutmond“, die Mondfinsternis des Jahres (Jahrhunderts?) zu fotografieren. Aber wenn ich so sehe, was in den Sozialen Netzwerken um die Zeit los war, na, da bin ich nicht das einzige Mondkalb. Bevor ich mir also noch eine Mütze Schlaf hole, schon mal schnell die ersten drei Bilder ins Blog. Später werde ich dann mal in Ruhe durch die Aufnahmen gehen, und schauen, was sich noch so zaubern lässt.

Mondfinsternis 3:37 Uhr

Aufgenommen habe ich diese Bilder mit einer Canon EOS7D an einem Celestron 8″ (2032mm) Teleskop über dem sternenklaren Düsseldorfer Nachthimmel.

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Apple, Marathon und Tatort: Das neue Spießertum im Netz

27. April 2015


Apple, Tatort, Marathon: Die neuen Spießer im Netz

Gartenzwerg, Nordic Walking und Wetten Dass: Der Dreiklang bürgerlichen Spießertums der Altersgruppe 50-plus. Gut, Wetten Dasss ist Geschichte, aber Gartenzwerge und Stöckeschubser gibt’s noch immer. Das Positive: Sie sind selten im Netz unterwegs. Ok, einige posten auf Facebook alte Witzchen, über die wir ’98 schon per Mail gelacht haben. Aber sonst nerven sie uns höchstens als „walkende“ Ansammlungen auf der Straße, oder wenn Opa wieder mal am Fenster lungert. Im Internet, da lebt die Moderne! Hier treffen sich die jungen, entspannten Leute. Die digitalen Freigeister, die Revoluzzer. Intellektuell und individualistisch. Oder etwa doch nicht?

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