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Im Netz der Eitelkeiten

Der Mai lieferte gleich drei Musterbeispiele medialer Tretminen, die sich eignen den so genannten „Streisand-Effekt“ – oder etwas platter ausgedrückt – einen ausgewachsenen „Shitstorm“ auszulösen. Unternehmen und Institutionen haben sich mit ihren Aktionen den Unmut im Web zugezogen und wurden netzgerecht abgestraft: Die Ralf Bohle GmbH, Inhaber der Reifenmarke Schwalbe, die einen eigenen Händler wegen nicht lizensierter Verwendung von Produktfotos abmahnte. Das Bistum Regensburg, das einen prominenten Blogger abmahnte, als dieser über einen anderen Blogger berichtete, der vom Bistum abgemahnt wurde. Und last but not least, Wolfgang Grupp, der Chef des Sportbekleidungsherstellers Trigema, der in einem Interview mit den Worten zitiert wurde, alle Twitter-User seien Idioten. Der Sturm der Entrüstung brachte Ralf Bohle und Trigema schnell dazu, öffentliche Statements abzugeben um die Wogen zu Glätten. Doch Trigema Chef Grupp trat gleich ins nächste Fettnäpfchen, als er sich in seinem offenen Brief an die „Social Media Gemeinde“ wandte. Das hört die „Gemeinde“ nämlich auch nicht immer gerne. Aber so wichtig man sich im Netz oft nimmt, meist sind die “webbasierten” Empörungswellen nur von kurzer Dauer. So schnell sie kommen, so schnell ebben sie auch wieder ab.

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WWDC...

… dem Größenwahn nahe.

Hirndoping für einen “Trendforscher”

Sehr geehrter Herr Urbansky,
Sehr geehrter Herr Jánszky,

bislang habe ich es ja toleriert, dass ich von Ihnen seit einiger Zeit ungefragt und unaufgefordert Pressemitteilungen im Namen der Forward2Business Büro GmbH oder des “Forward2Business ThinkTanks” bekomme. Heute muss ich Ihnen jedoch sagen, dass ich die Art und Weise, wie aktuell für Ihr Buch “2020 – So leben wir in der Zukunft” geworben wird, für höchst unseriös halte. Aufgefallen ist mir dies erst durch zwei identische E-Mails heute (12:47 Uhr und 14:41 Uhr) an mich von  „Jenny Seedorf“, der fiktiven Person aus dem Buch von Herrn Jánszky.

E-Mail von Jenny

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Politik meets Web 2.0: Die “vielseitige” Sabine B.

Obama konnte es, bei anderen wirkt es hilfos: In der Politik glaubt man offensichtlich, ich brauche nur im “Web 2.0″ mitzumischen und bin automatisch “hip”. Leider ist die wahre Intention, warum plötzlich alle Welt meint, ein Profil bei Facebook & Co. haben zu müssen, allzuoft durchschaubar. Es ist nicht unbedingt förderlich, zu offensichtlich als “Online-Rampensau” aufzutreten, wenn schnell erkennbar ist, dass man gar nicht an einer nachhaltigen und gegenseitigen Kommunikation in diesen Netzwerken interessiert ist, sondern nur modern erscheinen will.

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No results

twitter.com

Eines Tages werden wir die Wichtigkeit einer Person daran messen, wie sehr sie nach ihrem Ableben in der Lage war, das Internet in die Knie zu zwingen. Suchergebnis von Twitter in der Nacht von vom 25. auf den 26. Juni – zu viele Anfragen…

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Lernen vom „Pöbel“ aus dem Netz

Was ist dran an der Bloggerkritik, wie steht es um die Qualität der Presse?

Na das geht Bloggern und Twitterern dieser Tage wohl runter wie Öl. Gerade erst noch mussten sie sich weitere Anfeindungen seitens „etablierter“ Medien gefallen lassen, mussten sich von gestandenen Redakteuren als „Pöbel“ bezeichnen lassen, der Dank neuer Kommunikationsformen nun alles ungefiltert in die Welt hinaus posaunen dürfe, der wie ein wilder Mob keinerlei Anstand besäße und jedweden Pressekodex ignoriere. Fallen aber die Netz-Kritiker mit dieser Art Berichterstattung nicht vollends auf die mediale Schnauze? Die schreckliche Amoktat von Winnenden hat aufgedeckt, dass auch die klassischen Medien unreflektiert, unkritisch und immer mit Blick auf die Quote ungeprüften Müll verbreiteten. Stundenlang, selbst nachdem die Netzcommunity das mit der Falschmeldung vom „Amok-Chat“ längst besser wusste.

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