Klimagate: Der Stoff aus dem die Krimis sind

21. November 2009


KlimagateDer Zeitpunkt hätte kaum besser sein können: Kurz vor dem Kopenhagener Klimagipfel, die Medien berichten nun fast täglich vom drohenden Weltuntergang, brechen Hacker in die Computer der „Climate Research Unit“ der britischen East Anglia Universität ein und stehlen über 120 Megabyte mit teilweise brisantem Datenmaterial. Darunter auch über 1000 E-Mails mit der privaten Korrespondenz der Klimaforscher. Das Pikante: In den teilweise über zehn Jahre alten Mails ist von Tricksereien und Datenmanipulation die Rede, werden Taktiken erörtert, kritische Stimmen zum menschgemachten Klimawandel unglaubwürdig zu machen oder unliebsame Magazine nicht mehr mit Artikeln zu versorgen und in Misskredit zu bringen. Der Datenklau wurde von offizieller Seite bereits bestätigt. Die bloßgestellten Wissenschaftler sehen ihre E-Mails aus dem Kontext gezogen und fühlen sich mißverstanden.

Angefangen hatte alles am 19. November im  Blog „Air Vent„, dass sich offen mit dem Thema Klimawandel auseinander setzt und nach eigenen Angaben alle Ansichten akzeptieren will um eine faire Diskussion zu ermöglichen. Der Autor berichtete von einem zugespielten Link mit den gestohlenen Serverdaten der Climate Research Unit (CRU). Nach und nach tröpfelten dann die ersten Inhalte durch und es dauerte nicht lange, bis auch das „Whistleblower-Portal“ Wikileaks.org den kompletten Datensatz mit E-Mails, Klimagrafiken und Tabellen über die Höhe und Empfänger der Forschungsgelder jedermann zum Download zur Verfügung stellte. Mittlerweile haben die ersten großen Medienhäuser das Thema aufgegriffen. Darunter die New York Times, Washington Post, Telegraph, Times Online, und die BBC.

In einer der ersten veröffentlichten Mails schreibt Phil Jones, Direktor der Climate Research Unit am 16. November 1999 unter anderem an Michael E. Mann, Direktor des Earth System Science Center an der Pennsylvania State University mit Bezug auf dessen Veröffentlichung im Magazin „Nature“:

Once Tim’s got a diagram here we’ll send that either later today or first thing tomorrow. I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps to each series for the last 20 years (ie from 1981 onwards) amd from 1961 for Keith’s to hide the decline.

Sobald Tim hier ein Diagramm hat, werden wir es entweder noch im Laufe des Tages oder gleich morgen früh senden. Ich habe gerade Mikes Trick aus der Nature fertiggestellt und die realen Temperaturen zu jeder Serie der letzten 20 Jahre (z.B. von 1981 an) addiert, und von 1961 für Keith’s, um das Sinken zu verstecken.

Das war Wasser auf die Mühlen derjeniger, die der täglichen Portion Klimapanik skeptisch gegenüber stehen. Ein paar Jahre früher, am 19. September 1996 schrieb Gary Funkhouser, damals im Lab. Ring-Tree Research (Labor zur Untersuchung der Baumringe) der University of Arizona an Keith Briffa, Professor am CRU:

Once I get a draft of the central and southern siberian data and talk to Stepan and Eugene I’ll send it to you. I really wish I could be more positive about the Kyrgyzstan material, but I swear I pulled every trick out of my sleeve trying to milk something out of that. […] The data’s tempting but there’s too much variation even within stands. I don’t think it’d be productive to try and juggle the chronology statistics any more than I already have – they just are what they are.

Sobald ich einen Entwurf über die zentral- und südsibirischen Daten habe und mit Stephan und Eugene gesprochen habe, schicke ich sie Dir. Ich wünschte wirklich, ich könnte noch positiveres über das kirgiesische Material sagen, aber ich schwöre, ich habe mir nun wirklich jeden Trick aus dem Ärmel geschüttelt und versucht da noch etwas herauszuquetschen. […] Die Daten sind verlockend, aber da gibt es zu viele Variationen, selbst innerhalb des Bestandes. Ich glaube nicht, dass ich produktiver wäre wenn ich versuchen würde mit der Abfolge der Statistiken noch mehr zu jonglieren, als ich es bereits getan habe – sie sind einfach wie sie sind.

Wie jetzt? Tricks aus dem Ärmel schütteln? Das Sinken der Temperaturen „verstecken“? Mit der Statistik jonglieren? Zugegeben, diese Inhalte scheinen Sprengstoff zu bergen. Was machen die Wissenschaftler da eigentlich den lieben langen Tag mit den Daten? Man fühlt sich unweigerlich an den alten Spruch erinnert „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast…“ Sollten wir alle etwa einer großen Lüge aufgesessen sein, damit sich Wissenschaftler an Forschungsgeldern laben und Politiker uns mit so schönen Dingen wie CO2-Zertifikathandel, GPS-Überwachung für Fahrzeuge, Energiepässe für Wohnhäuser und allerlei andere klimabegründete Abgaben und Kontrollen beglücken können?

In einer E-Mail vom 19. April 1999 beklagt sich dann auch Raymond S. Bradley, Professor für Geowissenschaften an der Universität Massachusetts und Leiter des Climate System Research Centers auch über die „arrogante“ Sichtweise seines Kollegen Mann. In einer nur zensiert vorliegenden Mail heisst es:

I would like to diasassociate myself from Mike Mann’s view that „xxxxxxxxxxx“ and that they „xxxxxxxxxxxxx“.  I find this notion quite absurd. […] As for thinking that it is „Better that nothing appear, than something unnacceptable to us“ …..as though we are the gatekeepers of all that is acceptable in the world of paleoclimatology seems amazingly arrogant. Science moves forward whether we agree with individiual articles or not….

Ich möchte mich von Mike Manns‘ Ansicht, dass „xxxxxxxxxxx“ und das sie „xxxxxxxxxxx“, distanzieren. Ich finde diese Auffassung recht absurd. […] Vor allem zu denken, es sei „besser, dass nichts erscheint, als etwas, das für uns nicht akzeptabel ist“, finde ich im Hinblick auf die Tatsache, dass wir die Informationshüter all der akzeptablen Dinge in der Welt der Paleoklimatologie sind, überraschend arrogant. Die Wissenschaft entwickelt sich weiter, ob wir nun mit einzelnen Artikeln einverstanden sind oder nicht.

Wie die Story aus einem Hollywoodstreifen

Aber nicht nur die recht alten E-Mails sondern auch die Korrespondenz neueren Datums liest sich für Außenstehende streckenweise wie ein Stück aus einem Agentenroman. Da ist von Taschenspielertricks die Rede, von den „Skeptikern“ die ständig an den eigenen Forschungen kriteln und wie man sich gegen neuerliche Kritik am besten Wappnen könne. So schreibt Michael Mann am 26. Oktober 2003 zur Vorgehensweise bei der Veröffentlichung einer widersprechenden Studie an seine Kollegen:

Its clear that „Energy and Environment“ is being run by the baddies–only a shill  for industry would have republished the original Soon and Baliunas paper as submitted to „Climate Research“ without even editing it.
My suggested response is:
1) to dismiss this as stunt, appearing in a so-called „journal“ which is already known to have defied standard practices of peer-review. It is clear, for example, that nobody we know has been asked to „review“ this so-called paper
2) to point out the claim is nonsense since the same basic result has been obtained by numerous other researchers, using different data, elementary compositing techniques, etc. Who knows what sleight of hand the authors of this thing have pulled.

Es ist ja wohl klar, dass „Energy und Environment“ von den Bösewichten kommt — nur ein Lockvogel der Industrie hätte das original Soon und Baliunas Papier, das bereits im „Climate Research“ erschienen ist, wiederveröffentlicht ohne es wenigstens zu editieren.
Ich schlage folgende Vorgehensweise vor:
1) es als einen Trick abzulehen, es erscheint in einem so genannten „Fachblatt“, welches bereits dafür bekannt ist, sich gegen die Standards einer fachlichen Begutachtung zu widersetzen. Es ist beispielsweise klar, dass niemanden den wir kennen, gefragt wurde, dieses so genannte Blatt zu „begutachten“.
2) hervorzuheben, dass die Behauptungen nonsens sind, da bereits die gleichen grundlegenden Ergebnisse von einer ganzen Anzahl anderer Wissenschaflter mit anderen Daten,  grundlegenden Untersuchungsmethoden, usw. gemacht wurden. Wer weiss was für einen Taschenspielertrick die Autoren von diesem Ding vollzogen haben.

Welches Blatt die Wissenschaftler jedoch für seriös halten, steht und fällt offenbar immer mit den abgedruckten Themen, so diskutierten sie noch am 11. März 2003 Wege,  „Climate Research“ eins auszuwischen, nachdem der unerwünschte Report dort zum ersten Mal erschienen ist. So schreibt Mann an Jones:

This was the danger of always criticising the skeptics for not publishing in the „peer-reviewed literature“. Obviously, they found a solution to that–take over a journal! So what do we do about this? I think we have to stop considering „Climate Research“ as a legitimate peer-reviewed journal. Perhaps we should encourage our colleagues in the climate research community to no longer submit to, or cite papers in, this journal.

Das war die Gefahr, immer die Skeptiker dafür zu kritisieren, dass sie ihre Ergebnisse nicht in Fachblättern veröffentlichen. Offensichtlich haben sie eine Lösung dafür gefunden — kapert ein Magazin. Also was machen wir nun? Ich denke wir sollten aufhören „Climate Research“ als ein legitimes Fachmagazin zu betrachten. Vielleicht sollten wir unsere Kollegen in der Klimaforschung aufmuntern, diesem Blatt keine Informationen oder Arbeiten zuzusenden.

Richtig spannend wird es dann bei einer E-Mail vom 29. Mai 2008 in der Phil Jones seinen Kollegen Mann und andere auffordert, brisante E-Mails aus den jeweiligen Accounts zu löschen.

Can you delete any emails you may have had with Keith re AR4? Keith will do likewise. He’s not in at the moment – minor family crisis. Can you also email Gene and get him to do the same? I don’t have his new email address. We will be getting Caspar to do likewise. I see that CA claim they discovered the 1945 problem in the Nature paper!!

Kannst Du alle E-Mails löschen, die Du mit Keith bezgl. AR4 hattest? Keith wird das auch tun. Er ist gerade nicht da – kleine Familienkrise. Kannst Du auch Gene mailen und ihm sagen, er soll das auch tun? Ich habe seine neue E-Mail Adresse nicht. Wir werden es Caspar ebenfalls machen lassen. Ich habe erfahren, dass CA behauptet, sie hätten das 1945 Problem in der „Nature“ entdeckt.

In der Antwort von Mann spielte er die Angelegenheit zwar herunter, versprach aber dennoch, sich (A)s (S)oon (A)s (P)ossible (so schnell wie möglich) darum zu kümmern:

laughable that CA would claim to have discovered the problem. They would have run off to the Wall Street Journal for an exclusive were that to have been true. I’ll contact Gene about this ASAP.

lächerlich, dass CA behaupten würde, sie hätten das Problem entdeckt. Die wären damit doch sofort zum Wall Street Journal für eine Exclusiv-Story gerannt, wenn das wahr wäre. Ich kontaktiere Gene SO SCHNELL WIE MÖGLICH.

Worum es letztendlich ging, darüber wird im Netz bereits heiß diskutiert. Und wie immer hat jede Seite dafür ihre eigenen, passenden Erklärungen.

Ausgefeilte Kommunikationstrategien

Dass es einiges an Arbeit kosten würde, die öffentliche Meinung zum Thema Klimakatastrophe auf Linie zu bringen, zeigt auch das sich in den gestohlenen Daten befindliche Strategiepapier „The Rules Of The Game“ (Die Spielregeln) von Regierungs- und Lobbyorganisationen, die allen Beteiligten einen Leitfaden zum richtigen Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeit an die Hand geben soll. Untertitel: „Das Spiel lautet, den Klimawandel zu kommunizieren, diese Regeln werden uns helfen, zu gewinnen“.

The Rules Of The Game

"Diese Prinzipien wurden als Teil der britischen Klimawandel Kommunikations Strategie erstellt, eine auf Belege basierende Strategie, mit dem Ziel, die öffentliche Meinung über den Klimawandel in Großbritannien zu verändern. Wir müssen radikal denken und die Spielregeln sind ein Zeichen dafür, dass zukünftige Kampagnen nicht "business as usual" sein werden. Dies ist wahrlich ein aufregender Moment."

Herausgeber des Kommunikationsleitfadens ist unter anderem die britische Defra, die Nachfolgeorganisation des britischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Nahrungsmittel. Unter anderem wird der Leitfaden auch von der britischen Regierungsorganisation „Carbon Trust“ unterstützt. Carbon Trust  finanziert die Entwicklung  kohlenstoffarmer Technologien aus den Bereichen der erneuerbaren Energien. Ungewöhnlich für eine staatlich geförderte Organisation beteiligt man sich aber auch an so genannten „Venture Capital“-Fonds, also Risikofonds aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.

Wenig zimperlich im Umgang

„Radikales Denken“ scheint sich dann auch im Umgangston der Kritiker und Befürworter des antrophogenen Klimawandels niederzuschlagen: Was man wohl sonst nur aus einschlägigen Onlineforen kennt, bei dem sich so manche Diskutanten beim Thema Klimawandel regelmäßig verbal die Rübe einschlagen, gibt es auch in den heren Kreisen der Wissenschaft. Auch hier zeigt man sich wenig zimperlich, wenn es um die Kollgen von „der anderen Seite“ geht. So schreibt Dr. Benjamin Santer vom Lawrence Livermore National Laboratory am 09. Oktober 2009 an Phil Jones:

I’m really sorry that you have to go through all this stuff, Phil. Next time I see Pat Michaels at a scientific meeting, I’ll be tempted to beat the crap out of him. Very tempted.

Es tut  mir wirklich leid, dass Du das gerade alles durchmachen musst, Phil. Das nächste Mal, wenn ich Pat Michaels auf einem wissenschaftlichen Meeting sehe, werde ich echt in Versuchung kommen, die Scheiße aus ihm herauszuprügeln. Sehr in Versuchung.

Patrick J. Michaels hält einen Ph.D. in Klimatologie und ist emeritierter Professor der Umweltwissenschaften an der Universtität von Virginia. Michaels wirft Jones und seinen Mitarbeitern offenbar vor, er habe vorsätzlich die Roh-Daten von Oberflächentemperaturmessungen vernichtet, die die Wissenschaftler für ihre Computermodelle benutzen. Die Gegenseite hält dagegen. So wird Santer auf ClimateScienceWatch zitiert:

there was no intentional destruction of the primary source data. I am sure that, over 20 years ago, the CRU could not have foreseen that the raw station data might be the subject of legal proceedings by the CEI and Pat Michaels.

es gab keine absichtliche Vernichtung der primären Quelldaten. Ich bin sicher, dass vor 20 Jahren das CRU nicht vorhersagen konnte, dass die Rohdaten der Stationen zum Thema eines Rechtsstreits vom CEI und Pat Michales werden würde. Quelle: ClimateScienceWatch

2009 war womöglich ein Jahr, in dem sich die postulierte rasante Klimaerwärmung anhand der vorhandenen Daten nicht ganz so einfach erklären lässt. Davon zeugt eine Korrespondenz zwischen Mann und Jones vom 27. Oktober 2009. Sie zeigt auch, wie wenig sich die Kollegen wohl auch untereinander im Umgang mit den Daten vertrauen. Mann schreibt:

The point is simply that if we want to talk about about a meaningful „2009“ anomaly, every additional month that is available from which to calculate an annual mean makes the number more credible. We already have this for GISTEMP, but have been awaiting HadCRU to be able to do a more decisive update of the status of the disingenuous „globe is cooling“ contrarian talking point. p.s. be a bit careful about what information you send to Andy and what emails you copy him in on.  He’s not as predictable as we’d like

Der Punkt ist einfach, wenn wir über eine bedeutsame 2009-Anomalie reden wollen, macht jeder weitere Monat der verfügbar ist um das Jahresmittel zu errechnen unsere Zahlen glaubhafter. Wir haben das bereits für GISTEMP, aber haben noch HadCRU abzuwarten um ein noch ausschlaggebenderes Update zum Status des  hinterlistigen „die Erde kühlt sich ab“-Gegenstandpunktes zu vertreten. PS: Sei ein bisschen vorsichtig welche Informationen Du an Andy schickst und welche E-Mails Du ihm kopierst. Er ist nicht so zuverlässig wie wir es gerne hätten.

Verschwörung und Verrat in den eigenen Reihen? Als Leser fühlt man sich glatt in einen Agentenroman versetzt…

Skepsis bei den „Nicht-Skeptikern“?

Schon kurz zuvor, am 12. Oktober 2009 bezweifelt Kevin E. Trenberth, Chef der „Climate Analysis Section“ des National Center for Atmospheric Research in Boulder/Colorado, dann sogar die Richtigkeit der eigenen Modelle:

The fact is that we can’t account for the lack of warming at the moment and it is a travesty that we can’t. The CERES data published in the August BAMS 09 supplement on 2008 shows there should be even more warming: but the data are surely wrong. Our observing system is inadequate.

Tatsache ist, dass wir keine Erklärung für das aktuelle Ausbleiben der Erwärmung haben und es ist ein Hohn, dass wir es nicht können. Die CERES Daten von 2008, veröffentlicht im August in der BAMS 09 Beilage zeigen, dass es noch wärmer werden müsste: Aber die Daten sind sicherlich falsch. Unser Beobachtungssystem ist unzureichend.

Was am Ende übrig bleibt…

Das alles klingt wie Musik in den Ohren derjenigen, die jedesmal einen Anfall kriegen, wenn ein Politiker, ein Wissenschaftler oder ein Vertreter der schreibenden Zunft seine geistigen Ergüsse zum Thema Klimawandel mit „der menschgemachte Treibhauseffekt ist längst wissenschaftlicher Konsens“ eröffnet. Von einem wirklichen Konsens scheinen wir angesichts der nun veröffentlichten Daten noch meilenweit entfernt, auch wenn so mancher ihn gerne herbeireden würde.

Liefern die Mails den eindeutigen Beweis für die große Klimaverschwörung? Wohl weniger. Dazu fehlt das Gesamtbild. Aber es zeigt eindeutig, wie kontrovers die einzelnen Standpunkte in der Wissenschaft heute sind.

Wie auch immer die Geschichte des Hackerangriffs auf die Climate Research Unit ausgehen wird: Eines werden auch diese – nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Daten – mit Sicherheit nicht beenden können: Den immer feindseliger geführten Streit zwischen denen, die an den unbedingt menschgemachten Klimawandel glauben und jenen, die der Versimplifizierung auf die Ursache Mensch und damit vornehmlich den Ausstoß von Kohlendioxid als Treibmittel Nummer Eins kritisch gegenüberstehen. Im Gegenteil, er könnte der Debatte weiteren Zündstoff liefern.

Längst hat auch die Gegenseite „aufgerüstet“ und bietet ihrerseits „Strategiepapiere“ mit Argumentationshilfen an, die sich gegen eine Vereinfachung auf das Thema Co2 konzentrieren. So wird die Öffentlichkeit nun mit PR von beiden Seiten überflutet. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Ob sich damit aber dann so gut Politik machen ließe? Wir wissen es nicht.

Wie verbissen und intolerant dieser Kampf mittlerweile auch in der Bevölkerung ausgetragen wird, sieht man nicht zuletzt auch im Blog von „Greenfyre„, der sich auf seiner Webseite ganz dem Kampf gegen die „Denier“ (Leugner) widmet und bei dem große CO2-Uhren den nahenden Hitzetod ankündigen. Kommentieren darf man bei Greenfyre zwar, aber nur was „thematisch relevant“ ist und keine Links zu „Denier Spam“ (Leugner Werbung) enthält. Aber darüber, was Spam ist und was nicht, entscheidet der Blogger natürlich herrschaftlich selbst. Unwahrscheinlich, dass es hier zu einer konstruktiv kritischen Auseinandersetzung kommt. Das ist dann eher wie FOX News gucken. Oder wie George W. Bush einst sagte „You are either with us, or against us…“

Doch wieso sollte sich auch die einfache Bevölkerung mit dem Thema sachlich auseinander setzen, wenn selbst die Wissenschaftler nicht dazu in der Lage sind?

Vielleicht hilft dieser Gedanke: Selbst die Relativitätstheorie trägt auch heute noch das Anhängsel „Theorie“, obwohl wir doch alle kaum noch daran zweifeln, dass Albert Einstein mit seinen Gedanken über Raum und Zeit richtig lag. Die Klimaforschung ist im Vergleich dazu noch eine recht junge Wissenschaft. Sollten wir den Stein der Weisen wirklich schon gefressen haben, oder ist das Leben auf der Erde doch ein wenig komplexer aufgestellt, als mancher es zu glauben vermag?

Nur eins ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Der „Kampf“ um die einzige Wahrheit wird weitergehen. Gerade erst kündigte der WWF via Twitter die nächste Studie an:

... der Kampf um die Meinungshoheit geht weiter...

... der Kampf um die Meinungshoheit geht weiter...

26 Gedanken zu „Klimagate: Der Stoff aus dem die Krimis sind

  1. Pingback: Klaus Hart Brasilientexte » Klimakonferenz in Kopenhagen und die alten Tricks. PR von allen Seiten, Faktenresistenz.

  2. H. Bachmann

    Eines ist sicher: Die 4 identifizierten Haupt-Klima-Wissenschaftler, die das Fälschen der Temperatururven inszenierten, bzw. in der Hand hatten, haben teilweise oder alle vor dem Kongress in den USA bewusst falsche Aussagen gemacht. Das wird folgen haben, wie bereits auf S. 151 des Buches „Die Lüge der klimakatastrophe…“ beschrieben. Möglicherweise werden sie angeklagt. Am 28.08.1987 wurde in New York beschlossen: „Die Bekämpfung des „fictitious climate enemy“ durch die US kann nur im Rahmen der für die US förderlichen Geschäfte, die sich „daraus“ ergeben, befürwortet werden. Umgehung hierfür zu schaffender gesetzlicher Sicherungen sind durch den anwendbaren „federal racketeer influenced and corrupt organizations act“, auch als RICO bekannt, scharf und streng zu beobachten und zu ahnden.
    Das Buch „Die Lüge der Klimakatastrphe – Der Auftrag des Weltklimarates“ beantwortet ja die Frage: Wer hat wann und wem für wen den Auftrag erteilt, ein IPCC zu installieren?

  3. Pingback: Forschungsmafia

  4. Jens Veit Günther

    Angela Merkel beglückte uns kürzlich mit folgendem Zitat aus Ihrer Rede im US-Kongreß: „Ich freue mich, dass Präsident Obama und Sie in Ihrer Arbeit dem Schutz unseres Klimas eine hohe Bedeutung beimessen. Wir alle wissen: Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir brauchen eine Einigung auf der Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen. Wir brauchen eine Einigung auf ein Ziel: Die globale Erwärmung darf zwei Grad Celsius nicht überschreiten. Dafür brauchen wir die Bereitschaft aller Länder, international verbindliche Verpflichtungen zu übernehmen. Wir können es uns nicht leisten, beim Klimaschutz von den wissenschaftlich gebotenen Zielen abzuweichen.“

    Quelle: http://tinyurl.com/yko4g38

    Abgesehen von der Lächerlichkeit, die in der Anmaßung steckte, daß wir Menschen das Klima regulieren könnten, ist es auch ein Hinweis auf andere Bereiche, in denen genauso schamlos gelogen und „Wissenschaft“ ins Feld geführt wird.

    Die „wissenschaftlich gebotenen“ Ziele sind wohl ganz andere…Zertifikatehandel, um eine neue Finanzblase aufzubauen und Werte umzuverteilen?

    Da dürften noch einige Überraschungen ins Haus stehen, z.B. was das kollabierende Geldsystem anbelangt, wo ja die Gute auch die Sicherheit der Spareinlagen verkündete…

  5. grünenfeuer

    „Aber darüber, was Spam ist und was nicht, entscheidet der Blogger natürlich herrschaftlich selbst.“

    Every page of the blog includes 3 sentences explaining where such spam may be posted … but of course Deniers never read the posts so they ignore the policy … and scream how they are unjustly persecuted when the policy is followed. Veruckter, was kann man tun?

  6. Alina Alanka

    Fehlender Beweis der Simulation mit der Realität.
    Nicht den unsäglichen, weltweiten Streit der ‚Klimaforscher‘ sondern die Ergebnisse des IPCC analysiert Peter Krah in seiner Arbeit „Anmerkungen zum 4. Bericht des IPCC 2007 – Computermodellierung und -simulation“ und vermißt die Übereinstimmung der Computersimulation mit der Realität.

    http://docs.google.com/View?id=dd4jstqk_48cx9svhfp

    Unter anderem kommt er zu dem aufschlußreichen Fazit: „Der Focus der Anmerkungen zum 4. IPCC-Bericht wurde auf die Computermodellierung und -simulation gerichtet. Ohne Zweifel bildet dieser Bereich einen Eckstein des Berichts, erst mit der umfassenden Nutzung moderner Hard- und Software lässt sich ein so komplexes Wissengebiet wie das Klima der Erde überhaupt systematisch ordnen und in seinen Auswirkungen verstehen. Hervorzuheben ist die immense Leistung, die in der Computermodellierung und -simulation von Klimaereignissen in einem nun schon Jahrzehnte dauernden Prozess erbracht wurde. Viele Dutzende, wenn nicht Hunderte von Arbeitskräftejahren an Aufwand für Design, Programmierung und Test waren erforderlich, um die Klimamodelle in den heutigen Zustand zu bringen. Viele von ihnen geben ein herausragendes Beispiel für den state of the art der Softwaretechnologie.

    Diese Aussage gilt der Computermodellierung und -simulation. Sie ist ein Instrument, das bei der Klimaforschung eingesetzt werden muss. Als Instrument erweitert sie die Möglichkeiten der Klimaforscher um Größenordnungen. Was die Informationstechnologie aber nicht kann, ist den Beweis für die Übereinstimmung der Simulation mit der Realität zu liefern. Auch das Rechnen mit verschiedenen Klimamodellen und das Zusammenfassen der so erhaltenen Ergebnisse helfen da nicht weiter. Nur der Vergleich der Simulationsergebnisse mit auf anderem Wege gewonnenen verlässlichen Daten schafft Gewissheit.

    Wie aber sieht die verfügbare andere Datenlage aus? Daten mit umfassender globaler Gültigkeit gibt es seit ca. 50 Jahren, eine für den Anspruch der Klimatologie sehr, sehr kurze Zeit. Wenige Daten aus direkter Messung reichen etwas weiter zurück. Aus ihnen werden fehlende Messwerte errechnet oder geschätzt. Beide Methoden haben den Mangel, dass sie den Fehler der Vergleichsdaten vergrößern, die erste Methode weniger, die zweite mehr. Für eine Wissenschaft, die in Jahrhunderten und Jahrtausenden denkt, eine erbärmliche Ausgangslage. Daraus verbindliche Aussagen zum vergangenen und zukünftigen Klimageschehen zu treffen, erfordert ein ungeheures Maß an Chuzpe.
    Aber hat die Klimatologie nicht Erfolg in der Gesellschaft? Ja, sie hat Erfolg, sogar riesigen.

    Es ist ein Phänomen, wie eine Orchideenwissenschaft es geschafft hat, sich im Ranking des allgemeinen öffentlichen Interesses so weit oben anzusiedeln. Dies liegt nicht an den ohne Zweifel vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Was also ist der Grund? Er ist im gesellschaftlichen und psychologischen Bereich zu suchen. Eine Hypothese: In der westlichen Welt weit verbreitet ist das schlechte Gewissen über und die Ängste am eigenen Fortschritt. Ängste entstehen dadurch, dass der Fortschritt immer unverständlicher wird. Die Aussage, der Klimawandel sei menschgemacht und sehr schlimm und vor allem durch die entwickelten Gesellschaften verursacht, entspricht der Gefühlslage vollkommen. Die politischen und medialen Eliten nehmen sie auf und verstärken sie je nach Bedarf. Sie bedienen das schlechte Gewissen und bestätigen das Gefühl, bald in den selbstverschuldeten Niedergang einzutreten.

    Was ist zu tun? Die Regeln der Wissenschaft gelten weiter. Aussagen, von denen behauptet wird, wissenschaftlich zu sein, müssen falsifiziert werden können. Dieser Prozess ist unabhängig von Mehrheiten, auch von demokratisch hergestellten. Notwendig ist, die Publikationen und Verlautbarungen des IPCC auf deren wissenschaftlichen Gehalt abzuklopfen und die Ergebnisse zu veröffentlichen. Optimistisch wird erwartet, dass die so vorgebrachten Argumente schließlich wirken, spätestens dann, wenn der Bevölkerung wegen des „menschgemachten“ Klimawandels große Kosten aufgebürdet werden.

    Die prognostizierten Kosten belaufen sich auf Abermilliarden. Es ist festzustellen, dass der Großteil der Medien und die Politik aktuell die Aussage des IPCC kritiklos hinnehmen, der Klimawandel sei höchst wahrscheinlich menschgemacht. Warum wird, wie bei Geldgeschäften üblich, nicht ein Gutachten unabhängiger Dritter eingeholt? Die Milliarden können nur einmal ausgegeben werden, was ist, wenn sich der „menschgemachte“ Klimawandel als nicht existent herausstellt?“

    http://docs.google.com/View?id=dd4jstqk_48cx9svhfp

  7. Gerhard Katz

    Und was bringt die deutsche „Qualitätspresse“ zu diesem Thema?

    NICHTS, oder „Das Schweigen der Lügner“…

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  10. Chris

    Jedoch sollten wir Vorsicht walten lassen.
    Solch ein „Datenraub“ geschieht in der heutigen Zeit nicht mehr zufällig. Mir kommt es so vor als wenn dies alles in Szene gesetzt würde um den Klimaschutz zu beseitigen.
    Dies ist aber nur eine Vermutung meinerseits welche sich warscheinlich als falsch rausstellen könnte.
    Sicher ist nur eins: Nicht direkt die Hände in die Luft werfen um empört zu rufen „ich wusste es doch“. Denn dies wäre zu vorschnell.

    Alles verdauen und abwarten – Ich glaube die Amerikanische Lobby wird in diesem Zusammenhang noch einiges in Bewegung setzen.

  11. Thomas

    Der Inhalt der gehackten Mails überrascht nicht wirklich. Zumindest nicht jene, die sich objektiv mit der ganzen Klimageschichte auseinandersetzen und schnell festgestellt haben, dass das ein Riesenschwindel ist, der sich gut für Depopulationszwecke und finanzielle Verzweiflungstaten einer einst herrschenden Finanzelite benutzen lässt.
    Wenn uns auch nicht alle klimabeeinflussenden Prinzipien zugänglich sind, so ist jedem vernünftigen Menschen doch klar, dass antropogener CO2 Ausstoss nichts mit jeglichen KLimaveränderungen zu tun hat.
    Es überrascht auch nicht, dass solche betrügerischen Ideologieführungen (wie so viele andere acuh) wieder einmal ihren Ursprung in Grossbritannien finden, wo eine sterbende Oligarchie seit Jahrzehnten versucht, jeglichen technologischen Fortschritt aufzuhalten und zu diesem Zweck mit massiver Propaganda (Optimum Population Trust, World Wildlife Fund, Fabian Society, und vergleichbare betrügerische Nazigesellschaften) versucht in das weltpolitische Geschehen einzugreifen.
    Es wird langsam klarer und klarer, dass Lügen nun mal kurze Beine haben, und jene, die sich zum Narren halten oder für diesen Betrug gut bezahlen lassen haben, werden noch einmal eine grosse Druckwelle aufbauen um ihr Gesicht zu wahren. Wenn diese Anstrengung verpufft ist, wird man hoffentlich endlich wieder zur Vernunft zurückkehren und anfangen, die eingestampften Technologien, die man während der Dämonisierung der Kernkraft hat in den Schubläden verstauben lassen, wieder herauszuholen und die kollabierende Realwirtschaft wieder aufzubauen und mit bezahlbarer sauberer Energie zu versorgen.

    In diesem Sinne, gutes Gelingen.
    Thomas

  12. Pingback: Wochen-Wettervorhersage Deutschland (KW 48, 23.11. bis 29.11.09) » Frank Wettert

  13. Fritz

    – Daten / Diagramm
    Die Darstellung in einem Diagramm in einer Arbeit wird geändert. Und das ist dann der Beweis für was?
    Bei der Gelegenheit bitte ich um die Erklärung, warum dies denn nun so furchtbar schrecklich ist, wo ja bei ALLEN Daten des Diagramms auf die gleiche Weise vorgegangen wird.
    – Mann’s Arrogranz.
    Und das Mann ein arroganter Schnösel ist, ist nun ein Beleg für was?
    – Energy & Environment
    http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_and_Environment
    also. Publiziert von Sonja Boehmer-Christiansen. Einer offensichtlich äusserst qualifizierten Dame.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Sonja_Boehmer-Christiansen
    Ich spare mir angesichts dieser für jeden offensichtlichen „Seriösität“ von Energy & Environment mal den Kommentar.
    – Löschen von emails:
    Da bitte ich mal im Ihre Kenntnis der Hintergrund-Vorgänge. Ich verstehe nämlich – im Gegensatz zu ihnen – den Kontext nicht.
    – Santer / Michaels / Jones
    Das Statement hier ist geradezu lächerlich. Sowas in der Art schreibt jeder mal in einem Disput an einen Freund. Im Übrigen: Passiert ist diesbezüglich. NICHTS. Gar nichts. Was hier diesbezüglich zusammenfabuliert wird, erinnert mich an einen – schlechten – Krimi. „Aber Sie haben gesagt, ich bring Dich um! Also waren sie es.“ Und das ist dann ein Beweis? Auf sowas albernes kommen nicht mal die Autoren des o.g. Krimis
    – Michaels / Jones Disput. Daten sind verloren gegangen. Michaels behauptet, mit Absicht. Belege hat er allerdings keine. Status: Unklar
    – 2009 / Mann: Jeder Jahr spielt bei den Berechnungen eine gleich große Rolle (1/30). Auch 2009. 2009 ist – btw. noch nicht beendet. Signifikanz der Mail also: Null
    – Trenbarth
    kritisiert die eigene Datenbasis. So what? Signifikanz: Null

    Fazit: Alles was ich hier (und anderswo) gelesen habe ist – gelinde gesagt – mäßig relevant. Von systematischem Betrug, einer weltweiten Verschwörung oder ähnlichem Kappes ist jedenfalls nicht das geringste zu sehen.
    Achja und ein Wort noch zum „mundtot machen“ der Gegner: Es gibt über 8000 Zeitschriften, die im Science Citation Index gelistet werden. Werden all diese nun von den bösen Verschwörern kontrolliert, oder was ist sonst der Grund dafür, das sich in den dort aufgeführten Zeitschriften seit mehr als einem Jahrzehnt nicht ein einziger (!) Artikel findet, der den anthropogenen Anteil des Klimawandels in Frage stellt?
    Warum publizieren die Skeptiker SYSTEMATISCH NICHT in peer-review-Zeitschriften, sondern auf privaten Websites, nicht-peer-review-Zeitschriften etc. pp. Und bitte: Jetzt nicht wieder Verschwörungs-Theorien.

  14. Seatroll

    Eines lässt sich mit Gewissheit sagen: Das System „Natur“ – oder von mir aus „Planet Erde“ – hat kein eigenes Bestreben darin gezeigt, den Planeten so widerlich vollzumüllen, aufzuheizen und auszubeuten, wie wir Menschen es tun.

    Ich würde es begrüßen, wenn auch meine Kinder und Kindeskinder auf diesem Planeten noch etwas anderes vorfinden würden als verdorrte Böden, infernalische Klimazonen und die mit Dreck überzogenen Stahl- und Plastik-Überreste der Generationen vor ihnen.

    Ihr könnt Euch gerne tagelang über die Beschönigungen irgendwelcher Statistiken echauffieren – aber (verdammt noch mal) reduziert Euren Konsum und den Müll den Ihr produziert – und hört auf die Fehltritte einzelner Wissenschaftler/Politiker/whatever als moralisches Alibi zur Fortsetzung Eurer persönlichen „Nach mir die Sinflut“-Agenda zu missbrauchen.

    Mit der Anrede spreche ich natürlich nur all jene (Achtung! Meinung.) Ärsche an, die beispielsweise:

    Beinahe täglich mit der Karre (natürlich ohne weitere Mitfahrer) in den Billiglohnsupermarkt gurken, um dort ein einzelnes (in Timbuktu gezüchtetes, in Polen geschlachtetes und in Deutschland zum Verkauf angebotenes) in Kunststoff verpacktes Stück Fleisch, nebst Knoblauch aus China, Paprika aus Spanien, Bohnen aus Frankreich, Kartoffeln aus den Niederlanden und Bananen aus Südamerika zu Pfennigbeträgen einzukaufen, das Ganze wieder nach Hause zu gurken (vorzugsweise in einer Plastik-Tüte verstaut) und es dort auf dem mit Atom- und Kohlestrom gespeisten Ceranfeld zuzubereiten, um sich das Ganze dann im Schein des in Taiwan gebauten Plasma-Fernsehers reinzuziehen und anschließend auf dem in Singapur gefertigten Laptop über die ganzen angeblichen Klima-Lügen aufzuregen. …

    Habt Ihr euch vor dem Betreten der Wohnung denn auch brav die in Korea gefertigten Schuhe ausgezogen? …

    Man könnte so vieles ändern und besser machen, wenn man statt – durch gezielte Desinformation angeregt – zu diskutieren einfach einmal etwas anschieben würde… und wenn diese Veränderungen nun auf Basis beschönigter „CO2 Studien“ passieren – so what?! Wir werden täglich von den „gewählten Volksvertretern“, Industrielobbyisten, Bankern und Brokern (etc.pp.) belogen und betrogen – diese eine „white lie“ können wir gut verkraften.

    Falls unsere Kinder sich in Grönland sonnen – und in Holland einen Tauchurlaub „genießen“ können, dann lag das nicht an den fehlenden Möglichkeiten „es“ aufzuhalten, sondern am Unwillen und der Bequemlichkeit von Euch, die Ihr Euch angesprochen fühlt.

  15. Der Typ von der Uni

    Mich überrascht die Dummheit der Menschen immer wieder.
    Und noch mehr überrascht mich wie viele es davon gibt.

    Man wirft den Klimaforschern Unseriösität und Schwindel vor. Schon mal die eigenen Aussagen geprüft?

    Nehmen wir nur mal den ersten Satz:
    „[…] brechen Hacker in die Computer der “Climate Research Unit” der britischen East Anglia Universität ein und stehlen über 120 Megabyte mit teilweise brisantem Datenmaterial.“

    Beweisen Sie mir erstmal das die Daten – sofern sie überhaupt gestohlen wurde – echt sind.
    Ein Hacker der es ein leichtes hat in ein Forschungszentrum ein zu brechen, wird es auch ziemlich leicht haben Emails zu fälschen.

    Den Beweis ist man uns Schuldig.

    Genauso unsinnig sind die Behauptung die darauf basieren.

    nur ein Beispiel:

    Ich selbst bin Student der Naturwissenschaften, habe also viel mit solchen Daten – zwar anderer Fachbereiche – aber solchen Daten und wissenschftlichen Methoden zu tun.
    Eine statistische Auswertung solcher Daten können für Laien sehr schnell als „Fälschung der Daten“ interpretiert werden.
    Die Möglichkeit das es sich bei der „Fälschung“ um – in der wissenschaft üblichen statistischen Auswertmethoden – handeln könnte wird offensichtlich ignoriert.

    Ich könnte so noch Stundenlang weiter machen. Aber ich weis ja, man wird mich eher als ein „von den Medien geblendeten Idioten“ darstellen der glaubt was man ihn vorsetzt …
    Komisch ist nur das ich ihr Zeug nicht so recht glauben mag.

  16. Charlton

    „Beweisen Sie mir erstmal das die Daten – sofern sie überhaupt gestohlen wurde – echt sind.“

    Tja, die Ausrede hätten die Betroffenen gerne benutzt. Allerdings waren darunter auch andere E-mails dabei, die z.B. an die Presse gerichtet waren. Die Faker hätten schlicht zuviele Fakten wissen müssen. Die Betroffenen haben es dann letztendlich zugeben müssen.

    http://www.youtube.com/watch?v=rhK2Ba_Y0mg

  17. Charlton

    „Die Möglichkeit das es sich bei der “Fälschung” um – in der wissenschaft üblichen statistischen Auswertmethoden – handeln könnte wird offensichtlich ignoriert.“

    Es gibt gar nix umzudeuten. Hide the decline is the trick.

  18. Pingback: daburnas Logbuch » Blog Archive » Gehackte Daten widersprechen Klimawandel?

  19. Peter Lindeke

    Als Simpel kann ich auch hier nur sagen:
    Die eine und andere Seite will nur eins,an Unser aller Geld!

  20. Steve McCarthy

    Hallo auch,

    sehr interessanter Artikel. Es ist schon beachtenswert,
    wie (entschuldigung!) saublöde sich „hochgebildete“ Klima-
    Wissenschaftler verhalten, wenns um Ehre und Ansehen geht.
    Aber oh je, man kann es auch ahnen, dass es sowas nicht
    nur bei uns im „einfachen Folg“ gibt.
    Was mich jetzt mal interessiert ist, ob sich auch mal einer findet, der bei Shell (die ja gerade die umfassenste Konzession zur Ausbeutung des größten irakischen Erdölfeldes bekommen haben) oder Konsorten einhackt,
    um die wahrscheinlich unendliche Liste von Gehaltszetteln der Autoren mit gefakten Anti-Klimastudien ins Netz zu stellen. Ich jedenfalls schau mir auch ohne saublöde Klima-Forscher weiter gerne die aktuellen Satellitenbilder
    von dramatisch abschmelzenden Himalaya-Gletschern an und freue mich schon auf die rund 500 Mio. Inder vom Unterlauf des austrocknenden Ganges-Flusses bei uns in Europa.
    Im Übrigen reicht es, wenn das CO2 seinen großen Bruder CH4
    um Hilfe bittet, uns die Klima-Fresse zu polieren und sich
    stattdessen lieber um die Versäuerung der Ozeanoberfläche kümmert. Da gibt es noch genug zu vernichten…

  21. Werner

    An Fritz u.a. Nichtverschwörer:
    Verschwörungen sind ein natürlicher Teil der Säugerpsychologie und –gesellschaft. Die Kompetenz von Säugern gegenüber ihrer Konkurrenz hängt ab von: Mehrwissen mit Monopolisierung von Infor-mationen, Territorien und dem Anhäufen von Signalen, kuz von der Entropie. Offizielle Verschwörungen heißen Verein, Partei oder Religion, inoffizielle Lobbyismus, Orden oder Religion.
    Wer das nicht akzeptiert, kommt entweder nicht von diesem Planeten oder sollte sich auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Vielleicht ist er aber auch nur blind und taub oder Mitglied einer Verschwörung. Und sie sind unter uns – überall und immer. Verschwörungen dienen der Macht. Macht entsteht nicht aus Gewehren oder Tresoren – das ist Despotismus. Macht entsteht aus großen Lügen, kleinen Versprechungen, diffuser Angst gepaart mit Glücklosigkeit. Der Autor

    »Verschwörung ist die normale Fortsetzung normaler Politik mit normalen Mitteln. Verschwörerisches Spiel ist in der Machtpolitik allgemein üblich, und wo es keine Grenzen der Macht gibt, kennt auch die Verschwörung keine Grenzen.« Carl Oglesby, Historiker

    Wettbewerb ist eine Sünde. J.D. Rockefeller sr. – Wie anders als mit Verschwörung erreichbar?!

    Verschwörung ist keine Theorie – Verschwörungen sind ein Verbrechen! Andreas v. Rétyi

    „Hinter der sichtbaren Regierung sitzt auf dem Thron eine unsichtbare Regierung, die dem Volke keine Treue schuldet und keine Verantwortlichkeit anerkennt. Diese unsichtbare Regierung zu vernichten, den gottlosen Bund zwischen korruptem Geschäft und korrupter Politik zu lösen, ist die Aufgabe des Staatsmannes.“ – Hat er aber doch nicht gemacht – Theodore Roosevelt (26. Präsident) in seinem Wahlprogramm 1912

    a paranoid-schizophrenic is a guy who has just found out what is going on
    (freie Übersetzung: „Ein paranoider Schizo ist jemand, der gerade herausgefunden hat, was wirklich gespielt wird“) William Burroughs

    Es sagt ein Schweinchen zum anderen: „Du, der Bauer mästet uns nur deshalb, damit er uns anschließend schlachten kann!“
    Sagt das andere: „Du spinnst! Du glaubst an eine Verschwörung!“

    Ohne Verschwörungen = durchsetzen von Eigen- u./o. Gruppeninteressen würden die 90% Neophoben immer noch auf dem Baum oder in der Höhle sitzen. Das muß uns klar sein. Alle Wissenschaft hat auch verschwörerische Elemente: z.B. Archäologie. Da werden Werkzeugfunde von 1830-40 als 2 Mio. Jahre alt deklariert weil in 2 Mio. altem Gestein gefunden, dann kommt 30 Jahre später die Wissenschaft und sagt die Menschen haben sich vor 30000 Jahren entwickelt und flugs wird das Alter mit 25000 Jahre angegeben. Da behauptet man die Ägypter kannten nur Papyrusboote (trotz gegenteiliger Schriftfunde) und könnten daher im Brisbeen Water Nationalpark keine Zeichen in eine Granitwand meißeln in einem Dialekt den ein Duzend Ägytologen kennen und von dem es nur Handschriften gibt. Und weil in den ´60ern sich da Studenten trafen wird messerschrf auf einen Studentenulk geschlossen. Ebenso wie eine überdimemsionale im Stein der Anden gemeißelte Besitzurkunde der Ägypter auf das jetzige Land Peru. Nur von der See aus zu sehen – alles Humbug!!???
    Wissenschaftler sind auch nur Menschen und an einem guten Leben interessiert. Aber auch an Reputation und er Klimabetrug eignet sich hervorragen für beides. Wer nicht glaubt, daß Wissenschaftler über Leichen gehen der denke an Dr. Semmelweiß der erkannte daß die Leichengifte der Sektionen 30% der Wöchnerinnen umbrachte. Als er Händewaschen durchsetzen wollte verlor er seine Arbeit und wurde in ein Irrenhaus verfrachtet wo er starb – wahrscheinlich als notorischer Querulant. Denken sie auch an die jetzt festgestellten Lügen der Ikone Pasteuer. Seine Impferfolge – alles Makulatur.
    Die universitären Beweise daß und wie Homöopathie funktioniert – ignoriert und verunglimpft. Das herkömmliche Bild der Krankheit würde sich auflösen und Prof. Enderlein würde nach 100 Jahren rehabilitiert werden. Damit würde aber auch der Halbgott stürzen und zu einem (kompetenten) Berater werden. Wie wenig Dr.med. könnten das ertragen?

    Denkt immer an die Römer und ihrer Frage: Wem nützt es?
    Wenn Al Gore am CO2-Zertifikatehandel verdient – wem nützt es?
    Wenn Regierungen uns 24h überwachen wollen – wem nützt es?
    Wenn ein RFID-Chip für alle vorgesehen ist – wem nützt es?
    Wenn staatliche Organisationen Durchgriff auf unsere Konten und Zahlungen haben – wem nützt es?
    Wenn in den neuen AGB´s der Banken ein unbeschränktes Pfandrecht auf alle Guthaben des Kontoinhabers steht – wem nützt es?
    Denkt mal nach und vor, und zerbrecht Euch dabei die Schranken der Gewohnheit im Kopf
    Werner

  22. Pingback: MOTOR-TALK.de - MOTOR-TALK Magazin

  23. Silentjay

    to whom it may concern
    climategate:
    http://globalklima.blogspot.com/2009/12/der-skandal-der-keiner-war.html
    hockeyschläger:
    http://globalklima.blogspot.com/2010/07/stunde-der-wahrheit-in-der.html
    das zurückrudern:
    http://globalklima.blogspot.com/2010/08/too-little-too-late.html

    Nicht das das irgendwelche Meinungen aufweichen würde.
    Aber vllt. interessiert es ja jemanden, welche Argumente er auf sein Jehova demnächst erwiedert bekommt.
    Falls sowas wie Argumente in dieser Debatte überhaupt noch zählen.

  24. Pingback: Klimagate - ich hab's ja schon seit langem gesagt - Iromeisters Abenteuerreise

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